Folge 297: Sylt und Mannheim - Qualen mit Wahlen - Nachts in ZDF Neo

Als ich das Video damals erstmalig gesehen hatte, erweckte es bei mir aber auch eher den Eindruck, dass der Polizist den Mann dort weggezogen hat.

Hat er doch geschrieben, um ein Zeichen gegen links zu setzen. Das kann man meiner Meinung aber auch , indem man CDU/CSU, FDP, Freie Wähler oder irgendeine sonstige Partei aus dem Spektrum rechts der Mitte wählt, Bündnis Deutschland zum Beispiel. Darüber regen sich die Linken genauso auf! :grin:

Ich halte es auch für ein unverantwortliches Spiel mit dem Feuer, eine derart autoritäre, ausländer- und freiheitsfeindliche und einem Kriegsverbrecher nahestehende Partei wie die AfD zu wählen, nur um den politischen Feind zu ärgern.

Danke, das gibt in etwa auch meinen Standpunkt zu dem Thema wieder. „Bündnis Deutschland“ hatte ich jetzt eigentlich auch schon weit außen verortet, weil dort völkisch anmutende Phrasen zu hören sind. Ob das so viel besser ist als die AfD…

@svenve s Argument ist aber durchaus richtig, Deine Erwiderung war bis vor Kurzem auch noch die Meine. Nur bekommt man heute folgerichtig die Antwort, dass die FDP und die CDU beide ein Bündnis mit den Grünen eingegangen sind bzw. nicht ausschließen. Bei der CDU ist es zusätzlich noch so, dass konkrete linke Ideen wie Quotenfrauen, Tarifzwänge, schnelle Einbürgerungen, weitere Zuwanderung usw. nicht nur mitgetragen sondern auch intern vertreten werden. Wie man auch immer dazu steht, man wählte früher einmal die CDU / CSU, um genau solchen Ideen eine klare Absage zu erteilen.

Und um Letztere geht es. Wir haben eine 5%-Hürde, die FW und auch BD werden das mit Sicherheit nicht schaffen. Daher haben frühere MLDP/KPD-Wähler und enttäuschte SPD-Anhänger nach Schröder SED/PDS/WASG/Linke gewählt und nach Merkel ist das eben die AfD.

Habt Ihr noch die Forderungen der eher links eingestellten Zeitungsartikel-Kommentare von damals im Ohr? Bei der „Lügilanti-Affäre“ haben die eine „Ausschließeritis“ beklagt und beweint, weil ihre geliebten Postkommunisten nicht mitmachen durften. Jetzt fordern dieselben Leute eine Beibehaltung der „Brandmauer“. (IMHO sollten gute Demokraten beides einhalten.)

Ich beobachte diese Partei (die jetzt auch nur als Beispiel galt) schon etwas länger als mögliche Alternative zur FDP und der furchtbaren Schreck-Zimmermann, aber völkisches ist mir dort noch nicht begegnet. Sollte dem doch so sein, kämen die für mich natürlich nicht in Frage!

Huch, bin ich jetzt plötzlich Linker? :open_mouth:
Das finde ich nämlich eigentlich alles prinzipiell in Ordnung … :thinking: - sofern vor der „Zuwanderung“ noch ein „kontrollierte“ steht.

Genereller Tarifzwang ist Planwirtschaft. Das hat noch nie funktioniert und sogar diese spezielle Methode ist in Frankreich grandios an die Wand gefahren. Gesteuerte Einwanderung finde ich nicht verkehrt, wenn komplementär dazu eine reale „gesteuerte Auswanderung“ von Leuten erfolgt, die hier Ärger machen. Und damit meine ich nicht erst dann, wenn sie Polizisten abstechen.
Quotenregelungen hast Du nicht mitzitiert. Ich nehme an, die siehst Du auch kritisch?

Der Begriff „völkisch“ ist ja nun nicht scharf definiert. Für mich ist es eher eine kulturelle Frage. Wie wollen wir unsere Öffentlichkeit, den Raum für alle, gestalten. Das ist bei uns demokratisch-mehrheitlich geregelt und sollte es auch bleiben. Es gibt aber eine Kultur, deren Vertreter hier in größerer Zahl ebenfalls leben und die überall auf der Welt mit ihrer aggressiven Anspruchshaltung Probleme macht.
Bei uns hängen keine Lautsprecher mit Muezzin-Yallah um 5 Uhr Morgens. Bei uns ist auch das Straßenbild idealerweise etwas gepflegter - keine Wäscheleinen-Mosaike an Mehrfamilienhäusern - keine Kabelbündel an Häuserwänden entlang und über Straßen - keine Läden mit Stapelware im Schaufenster. Bei uns gehören bestimmte Gerichte zur Kultur und sollen auch in Kantinen angeboten werden - wer sich beim Essen warum auch immer einschränken will, muss dafür selbst sorgen. Bei uns gibt man sich die Hand - wenn ich auswandere, würde ich kein Land wählen, wo man sich auf den Hintern küsst, das würde ich mir aber vorher überlegen. Bei uns dürfen Mädchen schwimmen lernen, freizügig gekleidet sein und sich ihren Partner selbst aussuchen - wenn sie älter sind als 14. Bei uns ist Ehre keine Legitimation für Gewalt. Bei uns haben wir die sehr spießige, aber immerhin wirksame Methode, etwa im Freibad mit Regeln für Ordnung zu sorgen, nicht mit Aufteilung des Bereichs an Clans (Berlin-Humboldthain).

Wer mit den genannten Dingen einverstanden ist und nicht mit Sozialleistungen ausgehalten werden muss, den empfinde ich auch als Bereicherung. Da bin ich sogar eigentlich immer sehr neugierig, was anderswo anders gehalten wird und warum.

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Ich hätte nichts dagegen, wenn noch mehr Tarifverträge als allgemeinverbindlich gelten würden. Das beugt nämlich Ausbeutung von Mitarbeitern vor, die sich vielleicht nicht so gut dagegen wehren können wie du und ich. Den Rest des Postings kann ich auch unterschreiben, dafür dann das Herzchen! :wink:

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Danke für das Herzchen. Ich würde da wohl eher einen Mindestlohn als Werkzeug nehmen. Der liegt dann natürlich nicht bei 100€ pro Stunde. Letztlich ist der Arbeitsmarkt auch ein Markt, da bekommt man weniger, wenn man nur Kartons falten kann. Hier käme dann das Soziale im Sozialliberalen ins Spiel: Aufgabe des Staates muss sein, dass sich jeder zu jeder Zeit ohne durch Armut ausgeschlossen zu sein, weiterbilden und -entwickeln kann.

Bitte nicht dazu verleiten, TikTok zu nutzen oder zu installieren, warum man dort freiwillig vorbeischaut, kann ich nicht nachvollziehen.

Um sich ein Bild davon zu machen, warum z.b. die afd tt als Plattform nutzt und ganz gezielt Unfrieden stiftet…

Das war Holger EINEN kleinen Beitrag wert in der Mediatheke! Stattdessen gibt es wöchentlich! Gebashe gegen den ÖR!

Soso. Hast Du denn in der DDR gearbeitet?
Ich ja… und Du weisst auch, dass der Osten aufgrund kaum vorhandener Tarifverträge gaaanz hinten in der Lohnliste steht und wir als Billiglohnland oftmals verhökert werden?
Ich habe Internas gelesen wo exakt DAS angepriesen wurde, wenn man als Manager einer (großen) dt. Autofirma in den Osten kommt. Thema waren u.a. im Pamphlet „40h Arbeitszeit, kaum Tarifbindung“…

Warum wohl hat die Afd gerade im Osten so große Reichweiten? Thema Angst und Armut treiben die Leute in die Fänge der AfD. WOHLWISSEND, man könnte selber sich engagieren und in die Gewerkschaft z.B. eintreten (wenn man arbeitet). Machen aber Viele nicht…stattdessen ist halt die Ampel schuld, ach ne die Grünen, ach ne Habeck!

Was ist also besser? Ordentliche Tarifverträge oder das Aufhetzen von Menschen um sie in die Fänge der AfD zu treiben!

Für Dich gibt es also nur das sozialistische Leben auf Schienen mit vorgezeichneten Wegen und Optionen oder einen Kapitalismus, der angeblich die Schuld trägt, dass Menschen „in die Fänge der AfD“ getrieben werden?
Klingt ein wenig wie jemand, der im Schülerparlament für die damals noch PDS heißende alte SED saß. Mit 16 ist sowas noch verzeihlich.

Also ich arbeite sehr viel, aber auf eine Gewerkschaft kann ich getrost verzichten. Meinen Lohn handle ich selbst aus und ich schaue mit einigem Weitblick, welche Skills ich weiterentwickeln muss, damit das auch in 10-15 Jahren noch so ist.
Wenn man natürlich nur Kartons kleben oder ausfahren kann, also leicht ersetzbar ist, kann sowas wie eine Lohnbindung sinnvoll sein. Da wäre ich dann aber für einen Mindestlohn statt einer aufgeblähten Gewerkschaft mit den dazugehörigen Funktionären, denen man einen bl… muss, um die eigenen Belange auch richtig zu vertreten.

Politisch engagiere ich mich ebenfalls, sogar in einer Ampelpartei. Mit der Ampel selbst hatte ich die Hoffnung verbunden, dass besonders bei den Grün*innen dieser ganze Wokeness-Unfug verschwindet und man zu etwas Realitätssinn gezwungen wird. Habeck ist ein gutes Beispiel, warum das nicht passiert: er hätte deutlich bessere Chancen gehabt, der erste grüne Kanzler zu werden. Der Grund, warum es doch das penetrante Aufzeigemädchen wurde, ist einzig die Tatsache, dass sie kein (weißerheteroziss)Mann ist. Planwirtschaft funktioniert nicht. Nie! Es hat auch seinen Grund, warum in Deiner DDR die Mauer erst hochgezogen und auch dort wieder eingerissen wurde. Auch gab es nie einen Massenexodus aus dem Westen in Deinen glückseligmachenden Sozialismus, sodass man im Westen Leute abgeknallt hat.

Von der Ampel bin ich jedenfalls sehr enttäuscht und habe auch für einen Abbruch gestimmt. Mit dem Personal ist das einfach nicht zu machen. Dass sie „schuld, ach ne die Grünen, ach ne Habeck“ ist - in jedem Fall aber einen großen Anteil an der Schuld für die Popularität der AfD trägt, ist eine Tatsache. Und anstatt den Fans die Flachheit der Rechtspopulisten vor Augen zu führen, indem man sie in Talkrunden zerlegt (das gelingt eigentlich fast jedes Mal), bedient man ihre Narrative. Der ÖRR wird zum Erziehungsmedien-Produzenten, die Cancel-Culture wird öffentlich etabliert und gefördert und Probleme, die die AfD anprangert (ohne Brauchbares zur Lösung anzubieten), werden medial verborgen oder umgeframt. Genau so wie es die AfD zuvor „der Lügenpresse“ vorgeworfen hat; das war nämlich nicht immer so!

Als (noch nicht ganz so) alter Sozialliberaler sehe ich mich jetzt in einer Zange. Es scheint, ich müsse mich zwischen woken linken Heulsusen entscheiden, die das Leben des Brian wie einen Dokumentarfilm wirken lassen… auf der anderen Seite sind Leute, die durch simple Plattitüden und Parolen angestiftet werden „ein Zeichen zu setzen“.

Die sozialen Themen, die Du (ja zurecht) ansprichst, vor allem im Osten, sind gar nicht so der Grund, dass die Menschen dort die AfD und die Wagenknecht so toll finden. Ich glaube nicht mal, dass sie das tun. Sie finden nur die „Altparteien“ grässlich, insbesondere eben die Grünen. Und das kann ich verstehen!

Was haben Tarifverträge mit Sozialismus zu tun? :rofl: :clown_face:

Gewerkschaften entstehen da, wo Ausbeutung herrscht.

Zum Rest. Den weiteren Humbug zu lesen ist vertane Zeit, weiß ich doch den Tenor…

Zeigt ja sehr Deine Diskussionskultur, die ist aber für Leute typisch, die sich ein Leben auf Schienen wünschen.

Lesen können ist übrigens eine Kernkompetenz, da hättest Du bemerken können, dass es um Tarifzwang geht. Tarifverträge sind freiwillige, ganz normale Willenserklärungen, denen man sich anschließen kann, aber eben nicht muss.

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Kann ich nichts zu sagen, da Du sie ja nicht benennst. Gleiches gilt für den angeblichen Unsinn. Daher ist eine Diskussion gar nicht möglich. Passt allerdings in einige Schemata als wäre es ein Klischee.

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Viel an Holgers Arbeit zeigt eigentlich, dass genau dieses Verhalten sehr wohl Teil des Problems ist.
Selbst wenn wir annehmen, dass es aus Ermüdung über die vielen Kommentare dieser Art erfolgt, so ist das Problem real und die Relationen zwischen Intensität der Berichterstattung und Tragweite der Handlungen haben sehr starke Schlagseite in eine Richtung.

Islamistische Messermeuchler sind ein Problem und es wird stärker. Wenn das konsequent versteckt und umgeframt wird, entsteht Wut und die entlädt sich dann in solchen Ergebnissen populistischer Parteien. Ich glaube sogar, dass das generelle Gefühl, Dinge nicht mehr sagen zu können, auch Treiber für die Entgleisungen auf Sylt waren.

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:yawning_face:

Junge, die Wortkreationen werden auch immer schlechter.

Blitzgescheite, zielsichere und logisch unangreifbare Argumentation. Und dabei musste er noch nicht mal das vermeintlich neue Wort benennen. Er ist einfach zu weise und erleuchtet, als dass er seine Grundannahmen irgendwie untermauern müsste, nicht wahr?

Du redest von Dir schon in der 3. Person? Junge, junge… das nimmt echt langsam Züge an…
Wem willst Du eigentlich was beweisen?

Alter Falter, ist das ein Kindergarten hier :joy::joy:

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