Folge 27

Hier könnt ihr Folge 27 diskutieren (Themen u.a.: Die Lochis im Interview, Simon Unge vs. Mediakraft, #JeSuisCharlie, Amazon-Affiliate-Links, Hacks der Woche).

Die Sendung war ganz gut.

Vorallem RobVegas Beitrag hat mir sehr gefallen, er hat das Thema rund um die Solidarität zu Chalie Hebdo auf den Punkt gebracht.
Davon abgesehen war das mal kein typischer “Rob philosophiert über Themen der Zukunft-Beitrag” sondern es waren Gedanken zu einem recht aktuellen und akuten Thema.
Gerne mehr davon!

Die Hacks der Woche fand ich persönlich ein bisschen zu oberflächlich, mir hätte es besser gefallen, wenn man einen Hack rausgesucht und diesen mal erklärt hätte, so wirkte das einfach nur wie eine Aufzählung.

Holgers Beitrag fand ich sehr gelungen, vorallem weil ich die Lochis überhaupt nicht kannte (war ich aber auch nicht böse drum), sind aber recht sympathische Teenager, die halt einfach Musik für ihres Gleichen machen. Stört nicht muss man aber auch nicht gehört haben.
Obwohl das wäre doch bestimmt mal was für den TonAngeber :mrgreen:

Ansonsten hab ich in dem Beitrag einen Eindruck bekommen wie ungefähr die Hölle aussehen muss. Man steht in Mitten von irgendwelchen Teenies und wird angeschrien und neben bei von den Lochis beschallt…

Nur die Befragung der Kinder in der ersten Reihe hätte Holger sich sparen können.

Robs Beitrag kann ich nur zustimmen. Dieses ganze #JeSuisCharlie Ding ist wieder recht typisch … kein Mensch kennt diese Zeitung wirklich, keiner kennt die Karrikaturen und trotzdem sagen alle “Je suis Charlie” (auch hier im Forum haben ja einige ihr Avatar dahingehend geaendert). Wenn jetzt ein paar Terroristen eine Pegida Demo sprengen wuerden waere das genau so ein Angriff auf die Meinungsfreiheit wie bei Charlie Hebdo, aber da waere ich dann mal gespannt wie viele “Ich bin Pegida” rufen wuerden :roll:.

Ansich eine schöne Folge. Nicht überdurchschnittlich geil aber auch nicht mega schlecht. Liegt so im Mittelmaß.
Was mich persönlich ja ein wenig nervt, ist ja dieser Mega Hype darum, dass ein Youtuber quasi seinem Arbeitgeber kündigt.
Meine Meinung: So what? Wenn ich meinen Arbeitsvertrag kündige, interessiert das doch auch keine Sau. Aber nun gut, wenn es die geneigte Userschaft interessiert, soll der Netzprediger von mir aus darüber berichten.

Zweiter und auch schon letzter Kritikpunkt: Warum wird immer wieder von “zu wenig Zeit” u.ä. gefaselt? Wurde Massengeschmack denn nicht ursprünglich auch aus dem Grund ins Leben gerufen, weil man sich unabhängig von irgendwelchen Zeitvorgaben machen wollte? Warum kann denn der Netzprediger nicht 1h 17 Minuten lang sein? Warum FKTV nicht 2h 39 Minuten?

Kann mir das mal jemand erklären?

[QUOTE=Punkrocker;392616]Warum kann denn der Netzprediger nicht 1h 17 Minuten lang sein? Warum FKTV nicht 2h 39 Minuten?

Kann mir das mal jemand erklären?[/QUOTE]

Ich bin mir nicht 100%ig sicher, aber ich glaube nach Netzprediger um 18:00 wurde Pantoffel TV um 20:00 live gesendet. Deshalb kann Netzprediger maximal 2 Stunden lang laufen.

[QUOTE=Punkrocker;392616] Warum kann denn der Netzprediger nicht 1h 17 Minuten lang sein? Warum FKTV nicht 2h 39 Minuten?

Kann mir das mal jemand erklären?[/QUOTE]

Ich kann da jetzt natürlich nur für mich und meine Sicht der Dinge antworten.
Natürlich gibt es keine zeitlichen Vorgaben. Aber trotzdem soll so eine Folge ja nicht langatmig sein und vor allem sollst du dich darauf verlassen können, dass du dir immer in etwa gleich viel Zeit für eine Folge nehmen kannst/musst/solltest.
Natürlich mache ich mich aber nicht allzu sehr von der Zeit abhängig. In der Folge mit darkviktory habe ich zugegebenermaßen einige Fragen übersprungen, aber wir haben uns ja auch so lange genug unterhalten.

Speziell in dieser Folge beziehst du das mit der Zeit glaube ich auf die Feedbackrunde am Ende, in der Adam das Kommentarkärtchen nicht vorgelesen hat. Ich denke, da ging es aber nicht um die Zeit, sondern darum, dass die Zeit zum Vorlesen möglicherweise in keinem Verhältnis zum Mehrwert des Kommentars stand.

Jetzt auch schon offiziell online auf Massengeschmack-TV!

//youtu.be/93WUPltBXJM

[QUOTE=STaRDoGG;392617]Ich bin mir nicht 100%ig sicher, aber ich glaube nach Netzprediger um 18:00 wurde Pantoffel TV um 20:00 live gesendet. Deshalb kann Netzprediger maximal 2 Stunden lang laufen.[/QUOTE]

Da die Netzprediger-Kulisse abgebaut und die Kulisse für Pantoffel-TV eingerichtet werden muss (was mindestens eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nimmt!) kann der Netzprediger auf keinen Fall maximal 2 Stunden laufen, sondern höchstens 90 Minuten und selbst das ist dann schon hart an der Grenze.

das will ich mal überhört haben. Ich Identifiziere mich mit der Pressefreiheit. Vielleicht ist das nicht vielen bisher aufgefallen, aber Freiheit ist mir irgendwie schon wichtig. Wenn die Freiheit angegriffen wird, dann macht mich das wütend. Von daher ist der Avatar von meiner Seite keine Solidaritäts-bekundung, sondern Ausdruck dafür, das ich und andere immer noch da sind, und man die Pressefreiheit, und die Satire nicht untergehen lassen kann. Das ist auch der Ausdruck, der mit dieser Gigantischen Auflage verbunden ist. Das Blatt hatte eine Auflage von 60000. Die Terroristen wäre eine Auflage von 0 Am liebsten, und jetzt hat sich das durch ihre eigene tat in die andere Richtung entwickelt. Da bin ich (wäre der Grundramen der Geschichte nicht so traurig) sogar ein bisschen schadenfroh.

Dazu kommt: Ich hab den Namen der Zeitschrift schon mal in einem Text in meinem Französischbuch gehabt. Da haben die sich über Comics oder so unterhalten.

Zu den Lochis: Ich habe immer noch eine sehr schlechte Meinung über diese Art Youtuber. Aber es ist durchaus gut, das man mal mit denen geredet hat, und auch mit den Fans.Wir sollten alle das Land verlassen, solange es noch geht
Die haben alle irgendwie extrem wenig Kanäle genannt. Ich habe sehr viel Mehr Kanäle abonniert.

Abenteuer Auto
AlexiBexi
Alsterfilm
Anzeigervideo
Auto Motor und Sport
Bundesrat Deutschland
darkviktory
DB Bahn
Deutsche Bahn Konzern
Doktor Allwissend
Düsseldorf Airport (DUS) Official
extra 3
FemernAS
GamingOpi
Germany vs USA
gtuemedia
janoundkonsorten
Kanzlei WBS
Karpfenschleuder
Landtag Nordrhein-Westfalen
LangeoogNews
Lars Golenia
Massengeschmack-TV
MiWuLaTV
Motorvision
mwiem1junior
NICHTLUSTIG
rewboss
RobVegasShow
ruthe.de
SBB CFF FFS
TopZehn
unsereOEBB
videoamt
Volksbanken Raiffeisenbanken
Walulis sieht fern - der offizielle Kanal
Wiener Linien
zdfneo
Zirp & Zirp

Dieses Format hat sich mittlerweile zu einem meiner liebsten entwickelt; macht weiter so!!!

[QUOTE=Icetwo;392658]das will ich mal überhört haben. Ich Identifiziere mich mit der Pressefreiheit. Vielleicht ist das nicht vielen bisher aufgefallen, aber Freiheit ist mir irgendwie schon wichtig. Wenn die Freiheit angegriffen wird, dann macht mich das wütend. Von daher ist der Avatar von meiner Seite keine Solidaritäts-bekundung, sondern Ausdruck dafür, das ich und andere immer noch da sind, und man die Pressefreiheit, und die Satire nicht untergehen lassen kann.[/QUOTE]
Was waere wenn, wie angesprochen, PEGIDA Demos von Terroristen angegriffen werden? Wuerdest du dann auch “Ich bin PEGIDA” sagen? Es waere ja keine Solidaritaetsbekundung zu Pegida, sondern nur ein Ausdruck der Meinungs- und Pressefreiheit.

Ich kannte die Karikaturen vorher, hatte das Magazin in der Hand. Auf französisch. In Paris. Das war nach dem Brandanschlag, der war übrigens 2011.
Wäre ich Rob Vegas, würde ich mich deswegen ultracool fühlen, und auf alle herabsehen, die das nicht von sich behaupten können. Zum Glück bin ich aber nicht Rob Vegas, der mal eben 90% der Menschen mit diesem tag zu hirnlosen Mitläufern erklärt hat. Maschendraht hat es im chat gesagt: das ist ein statement für die Meinungsfreiheit, was Rob Vegas offensichtlich entgangen ist - kein Wunder, wenn man seine Weisheiten von Telepolis zieht, da war die Sache klar. Es ist also sogar unwichtig, ob man die Karikaturen kennt, man muss nur begreifen worum es den Attentätern ging, deren islamistischer Hintergrund übrigens bestens bekannt ist, das nur nebenbei.
Bisher fand ich seine Beiträge nur belanglos und langweilig, aber das war sehr ärgerlich.
Immerhin bleibt er dabei wischi waschi, er wolle ja nichts unterstellen, blah… Schwamm drüber, ist halt unausgegoren, wieder mal.

Anders als Dein Pfosten @Stardoggi, der eine Frechheit ist. Du glaubst also, Eis2, das_blatt, KingMö und ich machen das weil es so hipp ist, und wir ansonsten gar keine Ahnung haben worum es geht. Naheliegend, denn jeder einzelne von uns hat noch nie was kritisches geschrieben, also ja: wir sind unwürdig, uns solidarisch zu zeigen.
Und der Vergleich mit Pegida ist nur dumm, denn während es hier um die Pressefreiheit und eine freie Gesellschaft geht, stehen die für Intoleranz und Abschottung. Nicht zu vergessen den Begriff “Lügenpresse”, den die Pegidaspakkos direkt aus Goebbels “Wörterbuch für perfide Hetze” entnommen haben, und zu der diese Leute sicher auch “Charlie Hebdo” gezählt hätten - vor dem Anschlag, versteht sich.
Pisst diese Leute an, die regelmässig gegen eine liberale Gesellschaft demonstrieren, da trefft ihr die Richtigen.
Also, Doggi, Danke für gar nichts.

Pegida ist aber nicht Verfechter dieser Freiheit, sondern eine Gruppe, die selbst die Freiheit angreifen. Sie sind aus meiner Sicht eher eine friedlichere Variante der Terroristen, als eine Variante der Autoren. Deswegen würde ich da gar nichts machen.

[QUOTE=Corbeau;392666]Und der Vergleich mit Pegida ist nur dumm, denn während es hier um die Pressefreiheit und eine freie Gesellschaft geht, stehen die für Intoleranz und Abschottung.[/QUOTE]
PEGIDA Demos sind auch ein Ausdruck von Meinungsfreiheit, denn Meinungsfreiheit heisst auch, dass man Bullshit labern darf. 90% der “JeSuisCharlie” Fraktion kennen diese Zeitung nicht und zeigen blind eine falsche Solidaritaet. Keiner wusste zu dem Zeitpunkt ob Je Suis Charlie nicht nur ein Hetzblatt ist.

[QUOTE=Icetwo;392667]Pegida ist aber nicht Verfechter dieser Freiheit, sondern eine Gruppe, die selbst die Freiheit angreifen. Sie sind aus meiner Sicht eher eine friedlichere Variante der Terroristen, als eine Variante der Autoren. Deswegen würde ich da gar nichts machen.[/QUOTE]
Also ist “JeSuisCharlie” jetzt doch eine Solidaritaetsbekundung gegenueber Charlie Hebdo?

Das ist eine ebenso arrogante Haltung wie die von Rob, ihr habt doch keinen Schimmer, was 90% denken oder nicht.
Zudem wusste jeder, dass es eine Satirezeitschrift ist und es um Mohammedkarikaturen geht, diese wurden auch sofort verbreitet. Zumindest in groben Zügen wusste also schnell jeder worum es geht, natürlich nur wenn man die verhassten Systemmedien konsumiert.
Jetzt behaupte ich mal was zur Abwechslung: Rob Vegas ist von Telepolis, das von VTlern verseucht ist, infiziert und sieht deswegen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Seine Haltung ist antisystemisch und die Mehrheit der Menschen sind für ihn konformistische Lemminge, ganz im Duktus der Jebsens und sonstiger Wahnmacher. Na, wie plausibel ist das?

Beantworte aber lieber dies: wieso pisst Du Co-Foristen ans Bein, unterstellst ja auch mir indirekt blinde Solidarität? Oder bin ich gnädigerweise bei den 10% oder wie? Wie auch immer und wie schon gesagt: Danke für gar nichts.

[QUOTE=Corbeau;392671]Das ist eine ebenso arrogante Haltung wie die von Rob, ihr habt doch keinen Schimmer, was 90% denken oder nicht.
Zudem wusste jeder, dass es eine Satirezeitschrift ist und es um Mohammedkarikaturen geht, diese wurden auch sofort verbreitet.[/QUOTE]
Nicht jede Mohammed Karrikatur ist automatisch eine gute Karrikatur. Wenn ich sage “Je Suis Charlie”, dann heisst das fuer mich, dass ich mich mit Charlie Hebdo identifiziere und ich diese Zeitschrift fuer gut befinde und das kann ich persoenlich nicht sagen, wenn ich diese Zeitschrift nicht kenne. Und wenn es nur als Ausdruck der Meinungs- und Pressefreiheit dient finde ich den Hashtag schlecht gewaehlt.

[QUOTE=Corbeau;392671]Beantworte aber lieber dies: wieso pisst Du Co-Foristen ans Bein, unterstellst ja auch mir indirekt blinde Solidarität? Oder bin ich gnädigerweise bei den 10% oder wie? Wie auch immer und wie schon gesagt: Danke für gar nichts.[/QUOTE]
Ich will niemandem ans Bein pissen. Ich kann nur nicht nachvollziehen wie man “Je Suis Charlie” sagen kann, wenn man die Zeitung nicht kennt. Ich habe auch keine Nutzernamen genannt, weil ich (wie du es ja auch sagst) die Beweggruende der Personen nicht kenne. Mir ist einfach nur die inflationaere Verwendung dieses Ausspruchs aufgefallen, auch hier im Forum. Und in Anbetracht der Tatsache, dass diese Zeitung auserhalb von Frankreich keine Beachtung gefunden hat, ist es einfach absolut offensichtlich, dass die ueberwaeltigende Mehrheit der Hashtagger noch nie vorher in ihrem Leben von Charlie Hebdo gehoert haben.

Im Forum habe ich ganze 4 Leute gezählt, da kann von inflationär keine Rede sein. Die Namen hab ich auch genannt, und jedem davon kann man unterstellen, dass die Person sich Gedanken gemacht hat, also war die Bemerkung überflüssig.
Wie Du siehst, kam sie bei 50% schon mal nicht so gut an, den Rest muss man abwarten.

Was die ominösen 90% angeht, so siehst Du das viel zu eng, und unterstellst einfach was sehr abwertendes (und ich dachte bisher, ich wäre ein echter Misanthrop…) dabei ist die Botschaft doch ganz einfach, die SZ hat es schon vor 4 Tagen ganz gut auf den Punkt gebracht:

Der Dreiwortsatz, ans Revers geheftet oder als Schild auf einer Demonstration getragen, meint: “Ich protestiere gegen die Gewalt als Antwort auf Karikaturen.”

Darum geht es, und es spielt überhaupt keine Rolle, wie gut die waren, ob sie unter der Gürtellinie waren etc, und wer das nicht versteht, kann dann auch die Aktion nicht verstehen. Selbst die weniger reflektierten Menschen haben emotional verstanden, dass hier eine Grenze überschritten wurde, die unsere Gesellschaft von der Barbarei trennt.
Und es war ein kleines Satire-Magazin , dass eine weltweite Solidarität ausgelöst hat, ich finde das grossartig.
Was daraus gemacht wird, liegt nun bei uns - offenbar geht es aber in die Richtung, dass man diesmal nicht den Schwanz einzieht wie vor Jahren bei den dänischen Karikaturen, und das unterstütze ich ebenfalls ganz bewusst.

Ich empfehle den SZ Artikel auch als Lektüre zu den Ablegern des Slogans und auch den Kritikern, das ist imo viel besser geeignet als der Beitrag von RV.

[QUOTE=Corbeau;392683]Darum geht es, und es spielt überhaupt keine Rolle, wie gut die waren, ob sie unter der Gürtellinie waren etc, und wer das nicht versteht, kann dann auch die Aktion nicht verstehen.[/QUOTE]
Doch, das spielt eine Rolle. Wenn Charlie Hebdo ein islamophobes Hetzblatt waere, das unter dem Vorwand der Satire Mohammed Karrikaturen veroeffentlicht und das hinreichend bekannt waere wuerde niemand “Je Suis Charlie” sagen obwohl das nichts an der Tatsache aendert, dass Leute erschossen wurden, weil sie ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahrgenommen haben.

[QUOTE=Corbeau;392683]Selbst die weniger reflektierten Menschen haben emotional verstanden, dass hier eine Grenze überschritten wurde, die unsere Gesellschaft von der Barbarei trennt.
Und es war ein kleines Satire-Magazin , dass eine weltweite Solidarität ausgelöst hat, ich finde das grossartig.
Was daraus gemacht wird, liegt nun bei uns - offenbar geht es aber in die Richtung, dass man diesmal nicht den Schwanz einzieht wie vor Jahren bei den dänischen Karikaturen, und das unterstütze ich ebenfalls ganz bewusst.[/QUOTE]

Mach ich eigentlich den Eindruck als ob ich das anders sehen wuerde nur weil ich nicht sage, dass ich Charlie bin? Ich finde den Hashtag einfach dumm. In diesem Sinne “Je Suis la Liberté”.

“Je Suis Charlie” sehe ich in erster Linie als Trotzreaktion nach dem Motto “Jetzt erst recht!”, die Terroristen wollten die Zeitung auslöschen => Sie erscheint trotzdem und wird auch deutlich öfter gekauft.
Ist blöd für andere Muslime, aber es ist ganz klar dass die Reaktion auf die Anschläge nicht das Unterlassen betreffender Karikaturen oder gar die Berücksichtigung der Gefühle der Terroristen (die sich nunmal auf den Islam berufen) sein darf, das wäre ein fatales Signal!

Daher: Auch wenn viele (leider) nur Mitläufer sind denen es nur um das “Wir”- bzw. “Ich war dabei”-Gefühl geht, so ist die Sache dennoch richtig.

Ich weiß nicht, wie es andere halten, aber ich muss kein Franzose und Charlie-Hebdo-Leser sein um zu erkennen, dass der Anschlag gegen meine Prinzipien verstößt. Das ist auch unabhängig von der Qualität der Zeitung und ihrer Karikaturen, denn wenn man mit einem willkürlichen Qualitätsargument Zeitungen mundtot machen könnte, hätten wir keine Pressefreiheit. Von daher glaube ich, dass ich auch irgendwie Charlie bin (auch ohne Avatar), weil die Terroristen auch meine Gegner wären.

Müsste man nicht auch “Mein Beileid!” bei Todesfällen hinterfragen, denn wer kann schon den Verlust eines Anderen wirklich nachempfinden? Und was nützt es einem, wenn ein anderer auch leidet? Und inwiefern hilft so ein Ansteckschleifchen am Welt-AIDS-Tag wirklich gegen die Krankheit? Und werden wir alle im Petersdom beerdigt, weil wir ja auch alle mal Papst waren?