Folge 25: Gegenderte Streitlust

OMG. Machen die die Drehunterlagen auch in Kartoffeldruck?

Intro aus Mitte der 80ern (so eine Animationskatastrophe kennen wir seit Netzprediger 1 nicht mehr [*gnihihi, der Moderator reitet durch den Greenscreen] Netzprediger - Folge 1 ) und dann die Aussage: „Auch 2022 geht es mit der Reihe weiter“.

MEHR Kontrast geht für diesen Monat nicht.
Au weia.

Das Kay das Programm „Darf er das?“ von Unlustig-Bolzen Chris Tall geschrieben hat, hat mich jetzt überrascht und auch enttäuscht. Mag sein, dass der Kerl privat ganz angenehm sein kann, aber den Hype trotz seines Unvermögens verstehe ich bis heute nicht. Naja…
Interessant, dass Tall ein Bewunderer von Kay ist, der „auch sowas wie er machen wollte“. Bilder in meinem Kopf…

@BrainFister
Danke für das Kay-Ray Video. War eine tolle Sendung und dort wurden viele Fragen beantwortet, welche ich zu Kay-Ray hatte. War irgendwie sehr tiefgründig, aber auch sehr unterhaltsam.

1 „Gefällt mir“

Naja im Regelfall sehe ich so einen Satz auch kritisch. Aber Kay Rays Performance ist doch nun wirklich keine seriöse Nachrichtensendung oder ein faktenbasiertes Wissenschaftsmagazin, sondern ein satirisches Format.

Muss da wirklich alles was man sagt der Tatsache entsprechen? Ich bin mir auch absolut nicht sicher, ob die geschilderten Erlebnisse mit seiner Familie überhaupt einen winzigen wahren Kern haben oder ob alle zu 100% ausgedacht sind.

Ist das wirklich schlimm? Ich denke in diesem Kontext nicht. In jedem anderen Kontext natürlich schon. Da bin ich ganz bei dir.

Und btw.: Nur weil ich mich als „Linker“ betrachte, muss ich daher noch lange nicht diese ganzen woken Ansichten gutheißen :wink:

1 „Gefällt mir“

Ich merk schon, ich brauch auch ein „Satire“-Format namens „Mitchbove darf alles“

1 „Gefällt mir“

Warum nicht? Wenns unterhaltsam ist? :smiley:

Aber es vermischt sich an der Stelle doch auf völlig unersichtliche Weise. Ihr sagt ja selbst, dass man nicht weiß, ob das nun stimmt, oder erfunden ist. Was ist an Satire, die man nicht erkennt, denn überhaupt noch satirisch?

Das hat auch nichts mit „wokeness“ zu tun. Sprachliche Änderungen in Büchern sind eine Sache, aber die Unterstellung, Muslime würden in Deutschland ständig irgendwas fordern, ist ein gängiger rechter Narrativ; e.g. Muslime wollen, dass es kein Schweinefleisch mehr in Kitas/Schulen gibt, oder eben Muslime möchten, dass Weihnachtsfeste umbenannt werden, etc. Bitte nach oben treten und nicht nach unten.

Also ja, ist schlimm. Comedy hatte früher generell oft so Anekdoten über all die dummen Ausländers, von der man Gott sei Dank über die Jahre weggekommen ist. Ich war als Kind auch absolut rassistisch sozialisiert, das ist mir heutzutage klar. Also Humor hat natürlich auch einen Effekt auf Menschen, also bitte.

@Bossmang Da du noch gar nicht angemerkt hast, was ich wieder für absurde Sachen schreibe, geh ich davon aus, dass du mir zustimmst!

ich frage mich gerade warum ein Thread zu einem Video, was gut drei Monate alt ist und zu dem es 6 Antworten gab, hier mit einmal zu einem Schlachtfeld wird und 20 neue Beiträge innerhalb eines Tage kommen, wobei es gar nicht so wirklich um die Satire im Video geht…

Wenn es Satire sein will, dann ja - muss es - zumindest im Kern. wenn man Übertreibung, Zuspitzung und Humor abzieht.

1 „Gefällt mir“

Nee, das fragst du dich nicht. Kannst wieder gehen

Ja… und sonst so?

Ach @BrainFister, da du mich ja mal gefragt hast welches Bartöl ich benutze, gehe ich davon aus, dass du eine Mann bist, der eine gute Rasur oder ein gutes Barttrimmen zu schätzen weiß. Ich war jedenfalls neulich bei einem neuen Barbier. Der ist mehr als doppelt so teuer wie mein alter Barbier (der alte 12€, der neue 30€), aber ich muss sagen: Da liegen Welten zwischen. Erst einmal war die Beratung rund darum was man mit dem Urwald im Gesicht so anfangen kann echt gut. Aber die Nassrasur war der Traum. Zuerst gab eine eine Behandlung mit irgendeinem Minz-Gel. Anschließen kam das heiße Handtuch aufs Gesicht. Als dann die Nassrasur fertig war, noch mal ein kaltes Handtuch. Finalisiert wurde das ganze dann noch mit gutem Bartbalsam.

Ich sag dir, 30€ ist das echt wert. Musst du in jedem Fall mal ausprobieren!

EDIT: Ja ich weiß, das ist off Topic. Aber hier kommt doch gerade eh eine um sich schlagende Mitbove und Haarspalterei was nun Satire ist und was nicht. Da ist mein Text über einen Besuch beim Barbier auch nicht mehr Off-Topic als alles andere hier. Wenn ich zu Bärten alles auserzählt habe, kann ich auch gerne Bilder meiner selbstgebackenen Sauerteigbrote posten.

1 „Gefällt mir“

Nö, dass Satire das muss, ist nirgends fest definiert. In deinem Satz fehlt das Wörtchen „gute“. Denn ja, wenn es gute Satire sein soll, ist der wahre Kern durchaus relevant. Je weiter politische oder gesellschaftliche Satire von der Realität entfernt ist, desto weniger Schlagkraft besitzt sie. Wobei es auch da sicherlich Ausnahmen aus dem Bereich der absurden Satire gibt, bspw. von Monty Python.

Der wahre Kern ist in Kay Rays Geschichte gegeben. Ich habe bereits ein vergleichbares Beispiel eines anderen Autors gepostet. Auch die Umbenennung von Eskimo Callboy geht in eine ähnliche Richtung. Zudem folgt das Auftrittsverbot wegen Dreadlocks demselben Prinzip: „Wenn du dich nicht unseren woken Geboten beugst, darfst du deine Kunst bei uns nicht ausüben.“ Durchaus vergleichbar mit: „Wenn du dein Buch nicht an unsere woken Standards anpasst, werden wir es bei uns nicht publizieren.“ Zudem gilt nach wie vor: Wenn tatsächlich ernsthaftes Interesse an einer klaren Antwort besteht, kann man Kay Ray auf Facebook jederzeit fragen. Kostet nur ein paar Klicks und ist in wenigen Minuten erledigt.

1 „Gefällt mir“

Seufz! Gehst Du jetzt unter die Lexika-Verweigerer?
Wikipedia:


Brockhaus:
grafik
Duden:

Satire macht ohne wahren Kern keinen Sinn.
Es wäre dann keine Satire sondern im besten Fall Comedy.
Es ist Blödsinn es ohne wahren Kern zu machen.

Es ist vielmehr für einge eine hohe Herausforderung den wahren Kern zu erkennen.
Es kann auch etwas einen wahren Kern haben, wenn man eine Geschichte mit erfundenen Personen erzählt.

Wie gesagt, schlechte Satire verfehlt dieses Ziel, wird aber trotzdem oft als Satire präsentiert. Inwiefern diese Haarspaltereien irgendwas mit Kay Rays Video zu tun haben, erschließt sich mir allerdings immer noch nicht. Der wahre Kern muss laut Brockhaus und Duden lediglich sein, dass solche Anschauungen existieren. Und ja, die Anschauung, dass Literatur woke Sensibilitäten erfüllen muss, existiert heute stärker denn je. Nicht nur innerhalb der Leserschaft, auch bei Verlagen und Buchhändlern. Autoren, die diesen Anschauungen nicht (mehr) entsprechen, werden in einigen Fällen nicht mehr publiziert oder verschwinden aus den Regalen von bestimmten Händlern. Musiker oder Entertainer, die sich diesen Regeln nicht anpassen möchten, haben wiederum Schwierigkeiten, Auftritte zu bekommen.

Das ist eigentlich genau das, was ich auch meine. Also sind wir uns diesbezüglich ja soweit einig.

1 „Gefällt mir“

Wat? Sind wir mal wieder irrational empfindlich?

Versteh ich nicht. Diese „Robinson Crusoe“-Geschichte IST doch Überspitzung und funktioniert doch als Analogie?

Das man sich wegen dem ursprünglichen Wort von „Südseekönig“ in „Pippi Langstrumpf“ aufgeregt hat, IST ja eine Tatsache. Anhand dieser Problematik eine überspitzte Analogie auf „Robinson Crusoe“ zu ziehen, ist nicht nur legitim sondern auch absolut nachvollziehbar. Zumindest dann, wenn man es als überspitze Satire auf den Zeitgeist versteht.

Ich denke, das die allermeisten Menschen Probleme damit haben Analogien, Metaphern zu erkennen und daher dann eine falsche Tatsachenbehauptung sehen, wo gar keine stattgefunden hat.

Natürlich ist es mies, wenn man etwa „Claudia Roth“ auf Social Media, im vollen Ernst, Zitate in den Mund legt mit der Ausrede „Hätte sie ja aber gesagt haben können“. Hingegen einen satirischen Beitrag über Roth zu machen und ihr satirisch Sachen in den Mund zu legen, weil eine Analogie bei ihrer verschrobenen Weltsicht naheliegt ist hingegen etwas völlig anderes und mMn auch angemessen.

Maximal könnte man Kay Ray den mMn minimalen Formfehler ankreiden, nicht explizit darauf hingewiesen zu haben, dass das was er schildert erfunden ist. Aber da es sich bei seinem Format um Erzählungen und keine Tatsachenschilderungen handelt, finde ich das immernoch übertrieben.

Der wahre Kern ist, dass sich dieser „Südseekönig“-Unsinn beliebig auf andere Bücher, Filme, Videospiele, etc. übertragen lässt :man_shrugging:

Wenn dir das zu wenig ist, okay. Aber das kein wahrer Kern existiert ist ja faktisch falsch.

Jup. Genau das. :+1:
Was es daran nicht zu verstehen gibt, weis ich ooch net. :man_shrugging:

Heißt: Du hast keine substantiellen Argumente, weswegen du jetzt diese „Ich hab sowas von offensichtlich Recht,das ich mich maximal zu einem veralbernden Kommentar herablasse“-Schiene fährst?

@anon12014276 btw. ich hab deinen Beitrag gelesen, kann aber der Herleitung von „Kay Ray macht einen Witz über das Buch ‚Robinson Crusoe‘“ hin zu: „Das ist Hetze gegen Muslime“ nicht ganz folgen. Wo siehst du das nochmal und warum genau?

Heißt: Er sieht das auch so, wollte vorher nur mal wieder Erbsen zählen

Nein. Das heißt nur, dass Du meinen Text „out of context“ wertest und genau das Gegenteil von dem vermutest, was ich geschrieben und auf wen ich geantwortet hatte. :man_shrugging: