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Folge 193: Götz George

Unbedingt mal anschauen. Es lohnt sich. :wink:

Hauptrollen waren es nicht, aber es gehört schon irgendwie zu George dazu und statt mit B-Ware aufzufüllen , hätte man ja auch etwas genauer auf seine Tatort/Schimanski - Zeiten eingehen können.

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Kleiner Tipp: Es gibt im Community Wiki eine Liste mit allen Pantoffelkino-Besprechungen, in der man per Volltext-Suche sehr schnell herausfinden kann, ob und in welcher Folge ein Film schon besprochen wurde :slight_smile:

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Eine schöne Folge!

Den Film „Mein Vater“ will ich mir nicht angucken, da mein Vater ebenfalls sehr früh an Demenz erkrankte und mich schon nur der kurze Ausschnitt sehr berührt hat. Von diesem und von dem was Ihr erzählt habt, habe ich den Eindruck, der Film kommt tatsächlich sehr nahe an die Realität.
Dabei ist es für die betroffene Person sicher sehr schlimm, aber auch die Angehörigen kommen schnell in eine Zwickmühle: pflegt man den Betroffenen zu Hause, und hat damit einen Fulltime Job, der ja auch emotional höchst belastend ist, oder gibt man denjenigen in ein Heim, und hat damit ebenfalls ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, die Person „im Stich zu lassen“.
Dann will man denjenigen eigentlich regelmäßig besuchen, andererseits ist es jedes Mal wie ein Schlag in die Magengrube, wenn man einen geliebten Menschen in diesem Zustand, der sich stetig verschlechtert, zu Gesicht bekommt.
@eldorado Wie @marioperez007 schon anhand seines Freundes erläuterte, muss sich der Charakter der Person nicht zwingend auf die Verhaltensweisen in einer Demenz auswirken. In dem Heim, in dem mein Vater lebte, nachdem wir ihn noch enige Jahre zu Hause betreuten, waren viele Demenzkranke und einige verhielten sich sehr stilll und nach innen gekehrt, andere waren teilweise aggressiv, und wirkten völlig „verrückt“. Dabei bestand meistens kaum ein Zusammenhang zu der Persönlichkeit, wie sie die Person wohl in gesundem Zustand hatte (nach den Beschreibungen der Angehörigen).
Ich hatte insofern Glück, dass mein Papa nie aggresiv wurde (er war auch in „gesunden Zeiten“ ein sehr warmherziger Mensch). So schloss er sich ebenfalls im Badezimmer ein und kam nicht mehr heraus, blieb dann aber ganz ruhig und tat gar nix.
In solchen Situationen hatten es wir als Angehöriger oft schwer, die Geduld und Gelassenheit zu bewahren, weil man die kranke Person ja lieb hat und nur ihr Bestes will, aber oft völlig hilflos und überfordert ist.

Es ist schon insgesamt eine große Herausforderung und ich wüsnche es niemandem.
Umso ärgerlicher, dass viele Filme (wie Honig im Kopf) das Thema vollkommen verklären und falsch darstellen.

Danke auch an @Ruuthi46 für Ihre Schilderung und großen Respekt an sie und andere, die diesen Beruf ausüben.

Zu guter Letzt kann ich jedem, dessen nahe Angehörige an Demenz erkranken nur ans Herz legen, sich schnellstmöglich Unterstützung zu suchen. Es gibt Selbsthilfegruppen und auch therapeutische Unterstützung kann sinnvoll sein, damit man diese emotionale Belastung entsprechend vearbeiten und damit umgehen - und damit auch dem Betroffenen ggf. besser helfen kann.

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Das beste was er je gemacht hat ist seine Villa als Drehort für „Das Erbe der Guldenburgs“ herzugeben.

Hatte Bohlen die Villa nicht erst nach dem Dreh gekauft?

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Das ist definitiv so. Auch ich hatte und habe beruflich sehr oft mit demenzkranken Personen zu tun. Habe den Film sogar im Rahmen meiner Ausbildung geschaut, eben gerade weil viele Fachleute der Meinung sind, dass die Darstellung so realistisch ist. Kann aber auch den von @Ruuthi46 schon erwähnten „Stiller Abschied“ mit Christiane Hörbiger diesbezüglich jedem nur empfehlen. Insgesamt runde Sendung wieder mal. Vielleicht sollte man drüber nachdenken, die Liste besprochener Filme auf der MG-Hauptseite, also nicht nur hier im Forum versteckt, zu verlinken (hätte möglicherweise sogar einen kleinen Werbeeffekt;). Dann hat auch Ruuthi keinen Stress mehr mit der Recherche nach der richtigen Folgen-Nummer. Voraussetzung dafür wäre natürlich, dass diese Liste ordentlich gepflegt wird.

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