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Folge 157: Synchron-Legenden

verstehe die Frage nicht… Herr Wagner?

Das musst Du auch nicht, vergiss es :wink: Der alte Mann, der bei Aktenzeichen XY im Wald von Tobias Meister niedergestochen wurde :wink:

Herrn Wagner geht es wieder gut.
Er ist ins Tiefkühlpizzengeschäft eingestiegen.

Noch eine Frage an die echten Kenner: Wie heißt die Synchronsprecherin, die in der genialen MTV-Serie „Daria“ die beste Freundin Jane Lane gesprochen hat? Ich habe mich damals in diese Stimme verschossen… und im Prinzip bin ich immer noch unglücklich in diese Unbekannte verliebt. Ich habe niemals wieder eine Frauenstimme gehört, die mich so geflasht hat. Konnte leider nie ergooglen, wem diese Stimme gehört. Habe sie auch nie in anderen Produktionen wiedererkannt.

Laut IMDB/Wikipedia ist es diese Dame:

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Danke, aber ne ne. Das ist die englische Stimme (es handelt sich um eine Zeichentrick-Serie). Ich suche die deutsche Synchronstimme. Von der Serie wurde auch leider nur knapp die Hälfte der Folgen ins Deutsche sychronisiert.

Ach so. Ich dachte, du meintest die englische. Habe von der Serie nie was auf Deutsch gesehen.

Ach so, zum Glück ist er nicht gestorben. Aber der Verrückte im Wald wurde nie gefasst… :confused:
https://www.wikixy.de/Sendung_vom_14.05.1993 (Fall 1)

Ohne Sabine Bohlmann? Ach kommt schon, das könnt ihr nicht tun.

Es fehlen so viele. Männlich, wie weiblich. Aber irgendwie mussten wir es eingrenzen.

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Norbert Gastell, Edgar Ott, Barbara Ratthey, Heinz Giese, Otto Sander, Joachim Nottke…
Da hätte man noch ganz viele Synchronlegenden nehmen können

Tolle Sendung! Macht gerne mehr solcher Spezialfolgen :slight_smile:

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Hey geile Folge!!! Bekommen wir Nachschlag ? Da gibt es doch noch so viele Kanditaten

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Ich bin definitiv für: “Synchronlegenden 2”. Zumal mein Lieblingssprecher noch vor G. G. Hoffmann, der sich in den letzten Jahren immer mehr für mich herausschält, hier garnicht als Einzelsprecher vorgekommen ist: Rolf Schult! Eine unglaublich warme und angenehme Stimme, die eine ungeheuer große Bandbreite zwischen sanft und brutal, edel-vornehm und verwegen besaß. Hat natürlich Robert Redford, Anthony Hopkins, Patrick Stewart und Donald Sutherland gesprochen, aber als tolle Leistungen u. a. auch William Sylvester als Dr. Heywood Floyd in: “2001”, Ian Bannen in: “Sein Leben in meiner Gewalt” und ein paarmal Jean Rochefort. Hatte für mich sein absolutes Stimmhoch in den 70ern (inkl. zweite Hälfte der 60er) und ist dann ab den 80ern leider immer heiserer geworden (man vergleiche ihn nur mal in: “2001” mit den: “Star Trek”-Filmen aus den 90ern!). Von Schult könnte ich stundenlang Hörbücher hören, die er vor allem in den 70ern eingesprochen hat!

Auch noch wichtig wäre für mich dieses sehr merkwürdige Dreigespann Manfred Schott-Joachim Kerzel-Randolf Kronberg. Schott hatte ja in den 70ern Jack Nicholson, Dustin Hoffman und DeForest Kelley und hatte dann 1982 seinen tödlichen Unfall. Was dann folgte, war der für mich bis heute so ziemlich einzig dastehende Fall in der deutschen Synchrongeschichte, wo die Ersetzung eines Sprechers wegen Tod wirklich zu 100% so gut funktioniert hat wie die alte Stimme: Kerzel hat Nicholson und Hoffman übernommen, und Kronberg Kelley. (Okay, vielleicht gab’s noch einen einzigen solchen Fall, als Edgar Ott durch Jürgen Kluckert ersetzt wurde.)

Was mich gewundert hat: Warum Tobias Meister, aber nicht Detlef Bierstedt? Sprechen beide auf der Leinwand totale Hollywoodschönlinge, sehen in echt aber beide eher wie der Metzgermeister an der Ecke und fast schon wie totale Zwillinge aus. Detlef Bierstedt ist ein großartiger Dialogsprecher, hat aber meiner Meinung nach ein sehr tragisches Manko: Er kann einfach keine ruhig-meditative, episch-hypnotische Erzählerstimme. Das bringt einen vor allem bei langen Erzählpassagen bei Hörbüchern total raus, weil er diese genauso beiläufig-schnodderig wie die Dialogstellen spricht. Größer ist die Tragik eigentlich nur beim Sohn von Rolf Schult (der inzwischen auch schon so klingt wie sein Vater in den 90ern), wo es unglaublich ist, wieviel er vom anatomischen Teil der Stimme vom Vater geerbt hat, aber leider einfach nicht das schauspielerische Talent bzw. er wohl einfach nie den Schwerpunkt in der Ausbildung auf wirklich schauspielerisches Sprechen gehabt hat. Kaspar Eichel hat als heutiger Ersatz für Vater Schult zwar das schauspielerische Talent, aber er klingt bei weitem nicht so warm wie Vater und Sohn Schult.

Zur Streitfrage zum Ende des Videos hin, ob die Sprecher heute schlechter als früher sind: Ich denke, man muß hier zweierlei unterscheiden. Das eine ist das Handwerklich-Technische, ob Leute halbwegs natürlich und halbwegs passend zu den Lippenbewegungen sprechen können. Da hat sich die Sprecherqualität (jenseits modischer Veränderungen, sich stimmlich immer mehr ans Englische anzupassen) wohl nicht so geändert. Was sich aber in vielen Fällen deutlich verschlechtert hat, ist zum einen die Qualität in puncto des anatomisch zustandekommenden Teils der Stimmen, wer heutzutage nicht nur Synchronsprecher werden darf, sondern sogar auf große und wichtige Rollen besetzt wird, und zum anderen scheint mir allgemein die Besetzung heute ein schlechteres Händchen als früher zu haben, wenn es um die Besetzung neuer Stars geht, wo auch gute Stimmen eher als früher unpassend besetzt werden.

Definitiv! Das ist neben der technischen Tonqualität (dynamische kontra Kondensatormikros!) mit einer der wichtigsten Gründe überhaupt, Synchros zu kucken! Manfred Lehmann für Bruce Willis, Arne Elsholtz für Tom Hanks, Danneberg für Arnie, Simon Jäger für Matt Damon. Die klingen alle mit den deutschen Stimmen deutlich besser als im Original!

Hanks wirkt mit Tennstedt plötzlich haargenau so unsympathisch wie im Original, und es wird wirklich ungeuer schwer werden, einen passenden Ersatz für Arnie zu finden. Ich wäre entweder für Engelbert v. Nordhausen (spricht u. a. Samuel L. Jackson und klang für mich in einer kleinen Ein-Satz-Rolle in Spielbergs: “Die Verlegerin” für mich plötzlich ungeheuer wie der sehr junge Danneberg um 1970) oder für Christian Tramitz (natürlich nicht so übertrieben bajuwarisch-austrisch, wie er Arnie in der BULLYPARADE verarscht hat, sondern eher so, wie er Jefferson ab der 6. Staffel von EINE SCHRECKLICH NETTE FAMILIE gesprochen hat, natürlich altersmäßig an Arnie angepaßt).

Aber nochmal apropos Tennstedt: Für Keaton ist er ansonsten nachwievor unersetzbar, aber wenn irgendwann doch nochmal irgendwann: “Beetlejuice 2” kommt und man da noch nicht die metallisch-coole Stimme von Ulrich Gressieker wieder digital zum Leben erwecken kann (oder will), könnte ich mir in der einen Rolle, wenn überhaupt, eher Tobias Meister vorstellen, der eher wie Gressieker klingt.

Über Brückner gibt’s mittlerweile Beiträge, Specials und Interviews ohne Ende. Von daher ist es bei ihm nicht mehr SO nötig, ihn noch bekannter zu machen. Hinzukommt die tragische Tatsache, daß er meiner Meinung nach stimmlich leider seit dem Jahrzehnt 2000-2010 immer mehr nachläßt. Er, der jahrzehntelang als die coole Sau vom Dienst bekannt war, klingt irgendwie immer müder, depressiver und angeekelter, so daß man sich gerade als Synchronfan, der sich mit diesen Phänomenen einigermaßen auskennt, langsam Sorgen macht, ob er vielleicht morgen schon in die Kiste kippt. Auch, wenn bis heute niemand anders DeNiro und Martin Sheen sprechen kann.

Das ist Anke Kortemeier. Erste Adresse für JEDEN Synchronfan ist immer die Deutsche Synchronkartei: https://www.synchronkartei.de/sprecher/1190/2

Stimmt, Tobias Meister ist ja nachwievor auf freiem Fuß! :exploding_head:

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Leider nicht. Ich suche die Stimme der Figur “Jane Lane”, der besten Freundin der Protagonistin Daria. In der deutschen Synchrondatei sind leider nur zwei Rollennamen vermerkt. Kortemeier hat die Schwester von Daria (“Quinn”) gesprochen (im Original hat die Sprecherin Wendy Hoopes gleich drei Rollen gesprochen, auch Jane und die Schwester Quinn, in Deutschland hat man sich mehr Mühe gegeben und jeder Figur eine andere Sprecherin spendiert :wink: ). Wenn ich irgendwo eine synchronisierte Folge auftreibe und hier ein Sample veröffentliche, wird das bestimmt zum Ziel führen. Trotzdem danke, auch für die anderen Ausführungen!

Interessante Folge - gerne wieder auch mit aktuellen / jüngeren Sprechern, da gibt es auch eine unendliche Liste toller Sprecher.

Zu Tobias Meister kann ich - die leider unvollendete aber sehr hörenswerte - Hörspielserie “Drizzt, die Saga vom Dunkelelf” empfehlen. Dort habe ich den Sprecher erst richtig lieben gelernt.

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Bei jüngeren Sprechern wär ich sofort dabei. Aber Holger wollte in dieser Folge halt Legenden, was jüngere Sprecher ausschließt.

Ich möchte noch Udo Schenk in die Wunschliste schmeißen. Meine erste Assoziation wenn ich an verhasste Antagonisten denke. :slight_smile:

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Fand es auch eine interessante Folge.
Ein paar mehr Beispiele hätte ich noch gut gefunden. Ruhig viele kürzere…
Das Robert Deniro’s Sprecher nicht dabei war hatte mich schon gewundert. Ist halt der erste an den ich bei Synchro denke. Aber warum nicht.

Was mir zum Schlusstthema einfällt (Sprecher früher/heute) ist folgendes Gespräch was ich in Berlin vor Jahren mit einem damals jüngeren aber wohl sehr fleissigen Synchro-Sprecher hatte. Erinnere mich nur noch das er meinte einen der Beaves und Buttheads gesprochen zu haben. Kann sein nur im Kinofilm? Boah ist bald 10 Jahre her…

Jedenfalls meinte er das es auch deutlich schwieriger geworden ist für die Synchrosprecher, weil die Studios mit Absicht versuchen nachkommenden Schauspielern keine festen Sprecher mehr zu geben um das Problem der dadurch drastisch steigenden Gagen entgegenzuwirken. Wenn man sich erst gar nicht an einen Sprecher gewöhnt kann der Sprecher auch gar nicht erst anfangen hohe Gagen zu fordern. Irgendwie perfide und blöd für uns Zuschauer aber aus Studiosicht wohl nachvollziehbar.

Was für eine wundervolle Folge, Danke!
Ich kannte jetzt vielleicht nicht alle Stimmen, aber es war super.

Rainer Brandt ist eh völlig konkurrenzlos, dazu muss man nichts mehr sagen.

Thomas Danneberg ist sicherlich auch einer meiner Lieblingsynchronsprecher. Und ich liebe ihn als Arnold Schwarzenegger. Und auch in seinen anderen Stammrollen, als Dan Aykroyd und natürlich als Howie in „Ein Colt für alle Fälle“.

Als Sylvester Stallone mochte ich ihn aber noch nie, da waren mir die Synchros aus den ersten beiden Rocky-Teilen immer wesentlich lieber. Und ich habe erst durch eure Sendung erfahren, dass Jürgen Prochnow ihn nach Rocky I und II wieder im neuen Teil „Creed 2“ synchronisiert. Das wusste ich noch gar nicht. Mega – ich hab den Film noch nicht gesehen, aber bin schon sehr gespannt. Ich kannte bisher nur den Trailer, da wird er offensichtlich noch von Thomas Danneberg synchronisiert, das sagt ihr ja auch in der Sendung. Ich bin schon sehr gespannt, ob Jürgen Prochnow nach über 30 Jahren noch als Rocky funktioniert. Boah, ich freu mich schon total auf den Film, ich fand den ersten Teil von Creed auch richtig super.

Der Rest war eher so Mainstream.
Arne Elsholtz: Sehr schönes Interview. R.I.P. Schön, dass ihr seine Wandelbarkeit noch mal hervor gehoben habt und dass er auch in ernsthaften Rollen brillierte.

Traudel Haas: Äähm, mal wieder nur ein eher nichtssagender Beitrag von euch. Ist halt eine Frau.

Wolfgang Hess: Danke an Christian für die Geschichte von Arnold Marquis. So wird es wohl gewesen sein. Aber Wolfgang Hess spricht auch viel besser die Rolle von Bud Spencer!

Gert-Günther Hoffmann: Jetzt hättet ihr aber auch wirklich mal Rock Hudson und Bettgeflüster erwähnen können!

Insgesamt trotzdem eine wirklich schöne Sendung. Das habt ihr sehr nett gemacht.

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In “Misery” war Tilly Lauenstein übrigens auch mit dabei. Als die Stimme der Frau vom Sheriff :wink:

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