Folge 15: "Lost in Translation / Sprecher-Ausbildung"

Hier kann darüber diskutiert werden!

//youtu.be/92vWq0N8czc

Wieder eine sehr gute und informative Folge!

Hi,

Wirklich eine klasse Folge. Top! Danke!

Allerdings wünsche ich mir das die Kritiken deutlicher werden. Bei 11:50 wird davon gesprochen das in der deutschen Fassung es immer wieder “Gesprächsfetzen” gibt, welche “Lost in Translation” wären (“Inhalte nicht vollständig übertragen wurden”). Dann folgen 2 Beispiele, die das leider so gut wir gar nicht erklären. Ich musste mir das 3 mal anschauen/hören bis ich verstanden habe was da angeblich verloren gegangen sein soll.

Vielleicht bin ich ja einfach beschränkt, möglich. Aber wäre es nicht einfacher wenn man nach einer Szene (in beiden Sprachen) den angeblichen Fehler nochmal erklärt? Speziell bei den beiden Szenen verstehe ich zwar (nach 3 mal anschauen) worrauf er hinaus will, aber ich sehe da ehrlich gesagt nicht das “Inhalte nicht vollständig übertragen wurden”.

Ansonsten wie gesagt eine tolle Folge (beide “Teile”).

Gruss

Atti

[QUOTE=TVAtti;384034]
Allerdings wünsche ich mir das die Kritiken deutlicher werden.
[/QUOTE]

Lieber Atti,

danke für deine ausführliche Kritik, ich nehme sie sehr ernst. Da ich mir den Film ja mehrfach ansehe und nur auf diese Kleinigkeiten achte, kommt es mir vielleicht zu selbstverständlich vor, was gemeint ist. Ich werde versuchen, das besser zu machen.

Die Episode hat mir gut gefallen und ich finde euer Format sehr informativ.

Eine Frage habe ich jedoch, neuerdings zeigt ihr ja deutsche Untertitel.
Könnte man nicht eher bei den englischen Szenen die englischen Untertitel zeigen?

Ich kann mich garnicht auf das Englische konzentrieren, wenn der deutsche Text angezeigt wird. Das sind für mich zwei Stiefel, da komme ich irgendwie durcheinander. Der Text wird sowieso im deutschen Teil wiederholt.

Würde man die Untertitel auf Englisch für Filme mit englischen Original-Ton anzeigen, so wären die Grenzen von Original und Übersetzung deutlicher. Man könnte so auch besser selber beurteilen, wie treffend die Übersetzung ist.

Ich hoffe, ihr könnt meinen Punkt nachvollziehen. Würde gerne wissen, was ihr darüber denkt.

Hi Tom,

[QUOTE=TomK.;384040]Lieber Atti,
danke für deine ausführliche Kritik, ich nehme sie sehr ernst. Da ich mir den Film ja mehrfach ansehe und nur auf diese Kleinigkeiten achte, kommt es mir vielleicht zu selbstverständlich vor, was gemeint ist. Ich werde versuchen, das besser zu machen.[/QUOTE]

Danke für die prompte Antwort. Es reicht imo oft den „Unterschied“ der beiden Fassungen als Tafel einzublenden. Lustigerweise hast du es ja später bei der Primetime / „relaxing time“ den Kritikpunkt erläutert (was ja viel offensichtlicher ist, und daher eher weniger eine Erläuterung benötigt).

Btw: Ich finde übrigens das „prime time“ eine durchaus gute Übersetzung, da es sich ja um einen Slogan handeln soll und der ist imo sogar griffiger als das Original. (ich weiss jetzt nicht wie verbreitet „relaxing time“ im englischen Sprachgebrauch ist - ich denke mal genauso wie „erholsame Zeit“ oder „entspannte Zeit“ im Deutschen). - Und das es in der 2ten Szene nicht so gut passt, stimmt imo nicht, denn er Zitiert ja nur „seinen“ Slogan.

Btww: Hast du Eureka auf der „to do“-Liste? - Da würde mich mal interessieren, wie dein „Urteil“ ausfällt, denn ich sehe hier die (deutsch) Syncro aufgrund des „Stimmausdrucks“ vor dem Original. :slight_smile:

Atti

Ganz ganz starke Folge, besonders der Report. Handwerklich top und das Interview mit Fabian Harloff hat mir sehr gefallen. Mir persönlich ist er einfach irre sympathisch und hier wirkte er auch sehr ehrlich, was die Branche angeht. Toller Einblick, den man erhalten hat :slight_smile:

Wieder eine sehr gute Folge, Teil 2 war ein interessanter Einlick - allerdings frage ich mich, wie manche sich das vorstellen, wenn man noch nicht mal flüssig lesen kann, von Betonung usw. will ich gar nicht anfangen… aber umso ehrlicher waren dann die Aussagen. Diese Reportagen sind imo eine gute Ergänzung bzw. Auflockerung.

„Lost in Translation“ gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Bill Murray ist immer ein Highlight, und die ebenso begabte Scarlett Johansson hatte mit dieser Rolle Ihren internationalen Durchbruch - völlig zu Recht. Mir sprach es aus der Seele, als der Kommentar kam „offenbar wollte man hier stimmlich die Klischee-Blondine besetzen“, und natürlich ist es gerade bei diesem Film anzuraten, das Original zu schauen, damit eben nicht noch mehr „lost in translation“ ist. ^^

Wie z.B. hier

Nein, da haben die Jungs von Asynchron völlig Recht: das passt überhaupt nicht. Der Slogan setzt „Erholungszeit“ bzw. „Entspannungszeit“ mit der Whisky-Marke gleich. Wenn schon synchronisieren, dann auch bitte die deutsche Sprache nutzen, und nicht einen anderen, falschen Anglizismus einsetzen - „prime time“ bedeutet eben immer noch die Hauptsendezeit im Fernsehen, und die ist natürlich nicht spät nachts. Klar kann man sich auch zur prime time entspannen, aber eben nicht ausschließlich.

Aber das sind nur Details, richtig ärgerlich ist imo die deutsche Stimme von Scarlett, „lost in translation“ (or better: „lost in synchronization“) ist hier vor allem ihre erotische Ausstrahlung, die in hohem Maße durch ihre herb-rauchige Stimme, die immer ein wenig heiser klingt, erzeugt wird. Sie ist sozusagen ihr Markenzeichen, so wie bei JLo… was anderes:voegsm:

tl;dr Scarlett Johansson zu synchronisieren, ist beinahe schon ein Sakrileg. :cool:

Mir gefällt Asynchron immer dann besonders gut, wenn wir Einblicke in den Beruf des Synchronsprechers bekommen.
In der Hinsicht habe ich Teil2 der Folge wirklich genossen.
Als ich Asynchron angefangen habe zu gucken, konnte ich mir unter dem Beruf an sich nicht viel vorstellen, jetzt habe ich enormen Respekt vor diesem.

Hi,

Also „Erholungszeit“ wäre ja wohl mehr als holprig. Eine Syncro ist nunmal mehr als nur eine wortgetreue Übersetzung. (Die dann wohlmöglich nicht mal Lippensyncron ist).

Mir gefällt die Stimme von Scarlett im übrigen überhaupt nicht, weswegen quasi jede Synchronstimme besser ist! :slight_smile:

Aber das kann kaum das Kriterium für eine „gute“ oder „schlechte“ Syncro sein!

Atti

Selbstverständlich ist das ein Kriterium, was sonst? Deswegen wurde es zu Recht in dieser Folge, und auch in anderen Folgen, angesprochen.
Geschmäcker sind ja verschieden, aber […]

Nachtrag: Zudem hätte man auch “relaxing time” einfach stehen lassen können, anstatt was schlicht Falsches an die Stelle zu setzen - jeder weiß, was “relaxen” bedeutet (was “prime time” bedeutet, weiß hingegen offensichtlich nicht jeder^^).

[QUOTE=Corbeau;384108]

Nein, da haben die Jungs von Asynchron völlig Recht: das passt überhaupt nicht. Der Slogan setzt “Erholungszeit” bzw. “Entspannungszeit” mit der Whisky-Marke gleich. Wenn schon synchronisieren, dann auch bitte die deutsche Sprache nutzen, und nicht einen anderen, falschen Anglizismus einsetzen - “prime time” bedeutet eben immer noch die Hauptsendezeit im Fernsehen, und die ist natürlich nicht spät nachts. Klar kann man sich auch zur prime time entspannen, aber eben nicht ausschließlich.
[/QUOTE]

Wie gesagt, ich habe das auch nur angesprochen, weil es eben in der zweiten Szene nochmal benutzt wurde. Ansonsten wäre das schon okay gewesen, di Lippen passen eigentlich recht gut.

Würde man die Untertitel auf Englisch für Filme mit englischen Original-Ton anzeigen, so wären die Grenzen von Original und Übersetzung deutlicher. Man könnte so auch besser selber beurteilen, wie treffend die Übersetzung ist.

Ich hoffe, ihr könnt meinen Punkt nachvollziehen. Würde gerne wissen, was ihr darüber denkt.

Ungern. Eigentlich will ich überhaupt keine Untertitel haben, weil die grundsätzlich ablenken und noch eine weitere Übersetzung ins Spiel bringen, die oft genug auch nicht 100% akkurat genug ist. Die deutschen Untertitel sind ein Kompromiss, nachdem ich unzählige Emails und Kommentare zu diesem Thema bekommen habe.

Englische oder sonstwie fremdsprachige Untertitel bringe ich nur, wenn die deutschen eine Transkription der deutschen Synchrondialoge sind (wie etwa bei Ducktales oder Fantomas). Ansonsten muss ich darauf achten, dass hier nicht jeder hier hier zwangsläufig perfekt englisch (geschweige denn weitere Sprachen) spricht, denn es ist es ja auch das gute Recht von Abonnenten eines deutschsprachigen Formats auch alles verständlich präsentiert zu bekommen.

Mir gefällt Asynchron immer dann besonders gut, wenn wir Einblicke in den Beruf des Synchronsprechers bekommen.

Diese Reportagen sind imo eine gute Ergänzung bzw. Auflockerung.

Da sagt ihr was… ich drehe sehr, sehr gerne Reportagen und Dokumentationen, ich hätte sogar einige Ideen für ein neues Format, das nur aus Inhalten dieser Art bestehen könnten. Leider ist das Abo- und Sendemodell von MG zu festgelegt, um sowas möglich zu machen, denn alle zwei Wochen sowas zu liefern wird schwierig.
Na ja, es gibt ja den Netzprediger, für den ich Holger letztens auch was Neues abgegeben habe…

[QUOTE=TomK.;384174]Englische oder sonstwie fremdsprachige Untertitel bringe ich nur, wenn die deutschen eine Transkription der deutschen Synchrondialoge sind[/QUOTE]Wenn ich mich nicht täusche, waren die Untertitel von Lost in Translation doch auch nur eine Transkription der Synchro. Warum hast du dann diesmal statt der englischen die deutschen Untertitel angezeigt?

[QUOTE=PasQQal;384184]Wenn ich mich nicht täusche, waren die Untertitel von Lost in Translation doch auch nur eine Transkription der Synchro. Warum hast du dann diesmal statt der englischen die deutschen Untertitel angezeigt?[/QUOTE]

Das ist so eine Art Mischform. An einigen Stellen kopieren die Titel die Synchronisation, an anderen ist sie richtiger als der deutsche Ton. (Englische Untertitel hat meine DVD nichtmal… :()

Auf jeden Fall waren die UT diesmal sehr irritierend, sodass du sie am besten komplett hättest weglassen sollen.

[QUOTE=TomK.;384174]
Ungern. Eigentlich will ich überhaupt keine Untertitel haben, weil die grundsätzlich ablenken und noch eine weitere Übersetzung ins Spiel bringen, die oft genug auch nicht 100% akkurat genug ist. Die deutschen Untertitel sind ein Kompromiss, nachdem ich unzählige Emails und Kommentare zu diesem Thema bekommen habe.

Englische oder sonstwie fremdsprachige Untertitel bringe ich nur, wenn die deutschen eine Transkription der deutschen Synchrondialoge sind (wie etwa bei Ducktales oder Fantomas). Ansonsten muss ich darauf achten, dass hier nicht jeder hier hier zwangsläufig perfekt englisch (geschweige denn weitere Sprachen) spricht, denn es ist es ja auch das gute Recht von Abonnenten eines deutschsprachigen Formats auch alles verständlich präsentiert zu bekommen.[/QUOTE]

Nur das ich es besser verstehe: Warum werden bei der Szene in Englisch deutsche Untertitel angezeigt, wenn direkt danach der gleiche Text auf Deutsch gesprochen wird?

Selbst wenn man nicht dem Englischen mächtig wäre, könnte man trotzdem auf Stimme, Betonung und Rhythmus achten.

[QUOTE=Claspa;384201]Nur das ich es besser verstehe: Warum werden bei der Szene in Englisch deutsche Untertitel angezeigt, wenn direkt danach der gleiche Text auf Deutsch gesprochen wird?

[/QUOTE]

Damit der deutschsprachige Zuschauer nachvollziehen kann, was im Original gesagt wurde, auch wenn er die Sprache nicht oder nicht perfekt versteht.

Selbst wenn man nicht dem Englischen mächtig wäre, könnte man trotzdem auf Stimme, Betonung und Rhythmus achten.

Das dachte ich anfangs auch, aber nach 6 Folgen konstanter Kritik an den fehlenden Untertiteln habe ich mich dazu entschieden, das anders zu machen.

Man kann es nun mal nicht allen recht machen; das ist eine Binsenweisheit. :wink:
Die einen wollen es ganz ohne Untertitel, die anderen mit deutschen,
andere; so wie ich; mit englischen Untertiteln.

Warum ich mir wenn ich Filme in englischer/amerikanischer Originalfassung
ansehe, diese am Liebsten mit englischen Untertiteln ansehe?
Zunächst mal gibt es verschiedene Ausdrucksweisen. Amerikaner reden anders
als Engländer; usw. Zudem ist ein großes Problem der englischen Sprache, dass
es viele Wörter gibt die fast gleich klingen, aber eine komplett andere Schreibweise
haben. Liest man die Wörter ist es für Deutsche mit durchschnittlichem Schulenglisch
leicht diese zu unterscheiden. Bei der Aussprache; zudem noch mit unterschiedlichen
Betonungen je nach Region des Schauspielers wird das schon schwierig. Kommt dann
noch ein Slang hinzu, wird es mitunter völlig unverständlich.

Vielleicht könnte man hier im Forum eine Onlineumfrage machen.
Sollen die englischen Parts untertitelt werden, und wenn ja wie?

  1. Keine Untertitel
  2. mit deutschen Untertiteln
  3. mit englischen Untertiteln

Die Fragen dann noch für deutsche Parts; sowie für andersprachige Parts.

[QUOTE=TomK.;384174]
Da sagt ihr was… ich drehe sehr, sehr gerne Reportagen und Dokumentationen, ich hätte sogar einige Ideen für ein neues Format, das nur aus Inhalten dieser Art bestehen könnten. Leider ist das Abo- und Sendemodell von MG zu festgelegt, um sowas möglich zu machen, denn alle zwei Wochen sowas zu liefern wird schwierig.
Na ja, es gibt ja den Netzprediger, für den ich Holger letztens auch was Neues abgegeben habe…[/QUOTE]

Es gibt doch mittlerweile die Funktion, einzelne Folgen ohne Abo zu kaufen. Man könnte daraus doch ganz einfach auch eine Vertriebsform für einzelne Projekte basteln - ich fänd das wichtig. Gibt genug erzählenswertes, woraus kein typisches MG-Format gemacht werden kann.

Ich hatte das in der Richtung auch schon einmal vorgeschlagen, siehe http://forum.massengeschmack.tv/showthread.php?14189-Gesch%E4ftsmodell-nicht-optimal&p=382379#post382379
Einerseits könnte man diese Dinge zum Einzelkauf für 3 bis 5 Euro anbieten, aber gleichzeitig auch als Bonus oder Geschenk für 6 Monats-Komplettabonnenten.