Folge 144 - Ab in den Knast!

Hier kann darüber diskutiert werden!

In der Schweizer Call-In Sendung, die in Minute 7 gezeigt wird, sagt der Anrufer doch „Wasserstoffspeicherung“ oder?
Auf dem Zettel der von der Moderatorin hochgehalten wird steht aber Wasserstoffarmglühen (sehr gut bei 7:53 zu sehen).

Aber ist ja egal, Hauptsache gewonnen :wink:

So ist es, die [-]Abzockerin[/-] Moderatorin hatte ja sowieso nur “Puff” verstanden, warum auch immer :ugly
Und überhaupt grottenschlechte Schauspieler auf beiden Seiten der Leitung (“Supah!”) da sind ja die Hütchenspieler am Bahnhof talentierter.

Schade nur um das viele Geld, dass Holger damals bezahlen musste, weil die doitsche Justiz sich mal wieder auf die Seite des wirtschaftlich Stärkeren gestellt hat. Die Österreicher machen nun “unseren” Behörden vor, wie man mit so was umgehen muss. Immerhin eine späte Genugtuung.

Ich finde es grausam, dass es dafür keine nachträgliche Rückerstattung gibt.
Ich wünschte mir ein Justizsystem, dass auch auf Moral und Ethik setzt…

Eigentlich ist es ein Armutszeugnis für die Justiz, daß das so lange gedauert hat.

Heute abend kommt im Schweizer Fernsehen ein Bericht im Kassensturz zum Thema.
http://m.srf.ch/sendungen/kassensturz/auto-ersatzteile-loeschen-von-betreibungen-chicken-nuggets-test
Und eben hat Marc Döhler gemeldet, dass er wegen eines Interviews morgen bei RTL Punkt12 sein wird.
Hier noch ein Artikel, es wird wohl auch gegen Dvoracek ermittelt:

Für den Zeitraum vor der Übernahme der Produktion durch die MRS habe man die Einschaltung von Scheingewinnern bereits nachweisen können, heißt es in dem Dokument. Allerdings: "Bei der Auswertung der bei der MRS sichergestellten Gewinnerdaten (…) wurden weiters grobe Auffälligkeiten ab September 2009 bis zur Einstellung dieses Sendeformats festgestellt, die ebenfalls auf die Einschaltung von Scheingewinnern schließen lassen

[QUOTE=Corbeau;382187]weil die doitsche Justiz sich mal wieder auf die Seite des wirtschaftlich Stärkeren gestellt hat.[/QUOTE]

Mach dir keine Sorgen, hier in der Schweiz hat auch lange alles gepennt, bis zu einem greifenden Bundesgerichtsurteil hat es eine gefühlte Ewigkeit gebraucht.

Allerdings wurde dann die Sendung wegen eben diesen bundesrichterlichen strengen Auflagen eingestellt und nicht weil man sich mit den Vorgängen dort näher beschäftigt hätte, was mich dann in der Annahme ernüchtert zurückliess die wären mit der Spezi Reloaded Nummer (Wir erinnern uns an Money Express…) jetzt tatsächlich durchgekommen und würden ihre Millionen in der Karibik geniessen.

Ich hatte damals auch alle möglichen Behörden mit Anfragen und Hinweisen zu den immer gleichen Stimmen und den immer gleichen Mustern und Abläufen bombardiert, ausser einem höflichen “wir werden uns das genau ansehen” kam eigentlich nie etwas konkretes.

[QUOTE=Windar;382193]Ich finde es grausam, dass es dafür keine nachträgliche Rückerstattung gibt. [/QUOTE]

Also was die Schweiz betrifft und das “Swissquiz” sind die Fälle nicht verjährt und ein bisschen Obligationerechtkenntnis sowie die entsprechenden Verbindungsnachweise der Telefongesellschaft könnte bei selbiger durchaus auf Nachfragen zu einer Kulanzhandlung führen, man müsste es probieren.

HaHa-Ha rechnet wohl in etwa so:[SPOILER][I]Am 26. Januar 2009 wurde Klaus Zumwinkel von der 12. großen Strafkammer des Landgerichts Bochum wegen Steuerhinterziehung zu einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Zugleich erteilte das Gericht eine Bewährungsauflage, nach der ein Geldbetrag in Höhe von einer Million Euro zu zahlen ist. […] Zumwinkel hatte gestanden, über eine Stiftung in Liechtenstein Steuern in Höhe von knapp 970.000 Euro hinterzogen zu haben.[/I] (Wikipedia)

[I]Der »Fall Emmely« machte bundesweit Schlagzeilen: Barbara E. – genannt »Emmely« – wurde wegen der Einlösung von zwei Flaschenpfandbons im Wert von 130 Cent und damit der »rechtswidrigen« Schädigung des Vermögens der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann GmbH fristlos gekündigt. Gemeinsam mit ver.di und ihrem Anwalt Benedikt Hopmann konnte sie vor Gericht die Rüclnahme der Kündigung erstreiten. Der juristische Erfolg zeigt: Das Arbeitsrecht als in weiten Teilen erkämpftes Recht der Arbeiter und Angestellten kann als »Klassenjustiz« im umgekehrten Sinne, also gegen die Unternehmen und Kapitalistenklasse gerichtetes Recht wirksam sein. Der Fall »Emmely« lehrt zweierlei: wie Unternehmen ihr Eigentums- und Vermögensrecht bis zum äußersten verteidigen, aber auch: Rechtspositionen des Kapitals sind nicht unumstößlich und öffentliche Empörung kann Rechtsprechung im Sinne der ArbeitnehmerInnen verändern. [/I](Barbara E./Benedikt H.: Emmely und die Erfolge - Flaschenpfandbons und die Folgen)

[I]Ja. Und Ecclestone behauptet, er habe nicht gewusst, dass der Gribowski eine Amtsperson ist. Wenn das gilt, dann werde ich bei einem Autodiebstahl demnächst sagen, ich hätte nicht gewusst, dass das Auto nicht mir gehört. Das ist eine Beleidigung meines Gerechtigkeitsempfindens. Die Kassiererin, die einen Flaschenbon einsteckt, die fliegt und ein Mann, der einen Joghurtbecher ins Regal stellt, dessen Verfallsdatum überschritten ist, dem wird fristlos gekündigt. Und Herr Ecclestone kann sich freikaufen. Das ist Klassenjustiz.[/I] (Norbert Blüm)

[I]‘Klassenjustiz’ ist die Summe derjenigen Merkmale richterlichen Entscheidens, die den Interessen einer bestimmten sozialen Schicht eine größere Durchsetzungschance verleihen.“ (Lautmann). K. kann man auch verstehen als eine Rechtsanwendung, die durch ein im objektiven Interesse einer oder mehrerer Klassen verzerrtes Vorverständnis geleitet ist (Rottleuthner).[/I][/SPOILER]Da kann man wenigstens nachvollziehen, wie er auf den Unsinn von der gekauften Justiz kommt bzw. wie sich die allgemeine Empörung herleitet.

Ich reagiere leider manchmal ein bisschen gereizt, wenn jemand mit Einzelfällen argumentiert, die er nur aus der Presse kennt (die die entscheindenden Feinheiten zu häufig nicht kommuniziert, nicht selten, weil sie gar nicht als solche erfasst werden - und glaube mir, gefühlt die Hälfte aller Verfahren, an denen ich auf die eine oder andere Weise beteiligt war, habe ich nicht wiedererkannt, als ich am Tag danach in der Zeitung über sie gelesen habe) und dann auch noch mit absoluter Gewissheit allgemeine Schlüsse über “die Justiz” zieht und in die Gegend tönt. Ich übe zwar, dass es mich nur noch erheitert (jedenfalls wenn es reflexartig von einer bestimmten Gruppe im Internet kommt, die ohnehin über ihre Vorurteile nicht nachdenken will), befürchte aber, dass mir das dann als Überheblichkeit ausgelegt wird. Was man macht, ist falsch.

(Im Übrigen: Wie der Fall “Emmely” - den ich hier nicht näher kommentieren will, weil das zu weit vom Thema wegführt - zeigen soll, dass sich vor deutschen Gerichten nur durchsetzt, wer Geld hat, ist mir schleierhaft. Immerhin hat “Emmely” vor Gericht gewonnen und ihren Arbeitsplatz zurückerhalten.)

Nunja, ich finde diese Aussage nicht ganz abwegig.
Angenommen Partei A hat 5 Mio Euro in der Portokasse und Partei B hat 200 Euro auf dem Konto.
Sagen wir Partei A verliert in erster Instanz. Sie geht in Berufung und das ganze wird vor der nächsthöheren Instanz verhandelt.
Jetzt ist man der Meinung, Partei B wäre im Unrecht. Nun kann Partei B aber nicht in Berufung gehen, weil man durch diese Niederlage schon pleite ist.
Mit anderen Worten: Es gewinnt, wer mehr Geld hat.

Es gibt Prozesskostenhilfe, und damit ist die Rechtsprechung durchaus großzügig. Es stimmt also nicht, dass man noch nicht einmal eine Möglichkeit hat, in Berufung zu gehen. Es bleibt natürlich das Prozessrisiko (sprich: die Kostentragungspflicht, falls man den Prozess verliert), aber daran ist nichts zu ändern (es sei denn, wir wollen eine Möglichkeit einführen, dass künftig jedermann jeden, den er will, verklagen kann, ohne im Fall des Verlierens die Kosten tragen zu müssen - wie das ausgeht, können wir uns alle denken).

Und dass man es mit viel Geld leichter im Leben hat als mit wenig Geld, ist im Übrigen eine allgemeine Tatsache, die in allen Lebensbereichen gilt und noch nicht die Justiz als solche “korrupt” macht.

Um mal zum eigentlichen Thema zu kommen: Es gibt noch mehr Berichterstattung.

  1. Punkt 12 hatte gestern einen Beitrag, in dem ein Zeuge, eine Frau von der Staatsanwaltschaft Wien und Marc Döhler zu Wort kamen:

[video=vimeo;109710385]https://vimeo.com/109710385[/video]

  1. Stefan Niggemeier hat mal zusammengestellt, wo der Beschuldigte überall verschwunden ist seit seiner Verhaftung:
    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/19469/call-tv-ermittlungen-formel-1-firma-entfernt-chef-aus-impressum/

  2. Heute hat die Bild einen neuen Artikel. Sie kennen jetzt die Namen der Verhafteten, erwähnen sie jedoch nicht. Daraus machen sie dann eine Meldung. :shock:
    http://www.bild.de/unterhaltung/tv/■■■■■■/haben-diese-beiden-tv-macher-gewinn-shows-manipuliert-38258404.bild.html
    Na, immerhin der Satz hier ist neu:

Herr M. gibt seinem Umfeld schnell zu verstehen, dass man sich mit ihm nicht anlegen sollte. Die Menschen hatten wohl Angst.

[QUOTE=Twipsy;382453]Um mal zum eigentlichen Thema zu kommen[/QUOTE]

[B]Dabei solltet ihr dann auch bleiben, es geht hier nicht um das sogenannte Rechtssystem der DDR, sondern um den Call-In-Beitrag aus Folge 144.[/B]

Schon witzig zu sehen, wie RTL über diese Abzockmethode Call-In berichtet, lange nach dem sie vorbei ist, wo RTL doch selbst eine Zeit lang Call-In im Programm hatte. [SPOILER]
//youtu.be/0hmbt5_mbE0
[/SPOILER]

Herr M. gibt seinem Umfeld schnell zu verstehen, dass man sich mit ihm nicht anlegen sollte. Die Menschen hatten wohl Angst.

Mal schauen wie Zellengangkamerad Bruno auf solche Einschüchterungsversuche reagiert, unter 20 zugesteckten Zigaretten am Tag gibts ein paar aufs Maul. Ach ist das alles herrlich, man kann und will sich die Schadenfreude einfach nicht verkneifen…

[QUOTE=Roy Snyder;382332]Es gibt Prozesskostenhilfe, und damit ist die Rechtsprechung durchaus großzügig.[/QUOTE]

Ich glaube es ging diesbezüglich hier eher um die damalig inflationär zugestellten “Abmahnungen” an diverse Beobachter die an verschiedener Stelle sich ob der dargebotenen Dreistigkeit an Abzockerei nicht mehr beherrschen konnten und direkt oder indirekt mittels anfechtbarer Wortwahl oder schlau geschnittener Videos etwas unterstellt haben was zu jener Zeit leider nicht rechtssicher beweisbar war.

ich wüsste nicht wie und wo du für eine dir zugestellte Abmahnung Prozesskostenhilfe beantragen könntest.

[QUOTE=Nebelspalter;382504]Ich glaube es ging diesbezüglich hier eher um die damalig inflationär zugestellten “Abmahnungen”[/QUOTE]

Nein ging es nicht. Punkrocker (und auf den habe ich geantwortet) hat ausdrücklich von Berufungen gegen Urteile gesprochen.

(Und gegen unberechtigte Abmahnungen braucht man keine PKH. Die kann man einfach ignorieren.)

[QUOTE=Roy Snyder;382508]Und gegen unberechtigte Abmahnungen braucht man keine PKH. Die kann man einfach ignorieren.[/QUOTE]

Ja klar, bis du dann wegen selbiger mangels abgegebener Unterlassungserklärung verklagt wirst weil du eine nicht beweisbare Unterstellung öffentlich, -hier Internet-, verbreitet hast. Und wie wir ja alle wissen und gelernt haben ist bereits die Abmahnung ja kostenbehaftet.

Das Stichwort lautete: [U]Unberechtigt[/U]. Die kann man getrost ignorieren.

(Oder verwechselst Du gerade Abmahnungen und einstweilige Verfügungen?)

Sehr interessanter Beitrag, vor allem auch die Anmerkung über das, was die damaligen Moderatoren so heute machen. Hoffentlich schmoren die Knastvögel bzw. Call In-Obergauner dort ordentlich lange in ihren 4x3 Meter-Appartments! :lol:

Also 100% Fake Anrufe können es nicht sein. Ich war damals (glaub 9live) einmal durchgekommen “Zählen Sie alle Kreuze” (war natürlich falsch) aber ich war 100% in der Sendung zu hören.