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Folge 14: Wolfgang Borchert - Lesebuchgeschichten

Wort(e) zum Montag Folge 14. Hier kann darüber diskutiert werden!

Gerd J. Pohl erinnert heute an den Schriftsteller Wolfgang Borchert, der nur 26 Jahre alt wurde und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg starb. Ende der 60er Jahre wurden seine Texte wiederentdeckt von der 68er Generation. In diesem Jahr wäre Wolfgang Borchert 100 Jahre alt geworden. Grund genug, etwas aus seinem Werk vorzulesen.

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Wenn der Krieg und die Gier den Menschen so tief sinken lässt, dass selbst Tiere als zivilisierter angesehen werden können. Und schlussendlich ist es ihnen auch egal was Menschen so tun und wie sie zueinander standen.
Eine Geschichte die es lohnt mehrfach gehört zu werden.

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Sehr gut vorgetragen. Besonders die letzte Geschichte hat, meiner Meinung nach, durch die perfekt gesetzten Pausen einiges dazugewonnen.

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hat mir sehr gefallen.

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Es war in der siebten Klasse, als wir im Deutschunterricht erstmals mit Borchert konfrontiert wurden. Wir sollten lernen, was eine Interpretation ist, und da haben es uns die Borchert-Texte natürlich erst einmal leicht gemacht. Eigentlich mussten wir nur erkennen, „Der Autor will uns auf die Schrecken des Krieges hinweisen“, um eine halbwegs gute Note zu bekommen. Mit diesem Fazit liegt man bei Borchert niemals falsch. Jeder Schüler meiner Generation kennt wahrscheinlich „Die Küchenuhr“ oder „Das Brot“ oder „Nachts schlafen die Ratten doch“.

Die hier vorgestellten Kurztexte waren mir unbekannt, zumindest kann ich mich nicht erinnern. Sie erinnern mich an Brecht und seine Keuner-Geschhichten , von denen sie womöglich sogar inspiriert sind.

Was ich mich frage: Wie hätte Borchert selbst wohl darüber gedacht, wie sein Werk posthum rezipiert wurde …? Generationen von Schülern haben in ihren Aufsätzen geschrieben, dass er sich gegen den Krieg ausspricht, und sich damit eine gute Zensur geholt. Aber manch einer von denen ist anschließend mit seinem guten Abschluss in die Rüstungsindustrie gegangen, um sich ein gutes Gehalt zu holen.

Hätte er ein entsprechendes Alter erreicht, und das noch mitzubekommen … ich hoffe, Wolfgang Borchert hätte auch das zum Thema gemacht. Vielleicht hätte er ein kritisches Gedicht geschrieben. Titelvorschlag: " Mumie wider Willen".

Jeder kennt mittlerweile den Oscar-prämierten Film „Das Leben der Anderen“ und entsprechend kennt auch jeder den Soundtrack.

Was vielleicht noch nicht jeder weiß:
Der Text stammt von Wolfgang Borchert.
Titel des Gedichtes: „Versuch es“

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