Folge 127: Hansjörg Stützle kämpft für das Bargeld

Veto Folge 127. Hier kann darüber diskutiert werden!

Der digitale Euro soll kommen, die EU arbeitet an einer Bargeldverordnung - es tut sich gerade viel rund um das Bargeld. Der Finanzberater Hansjörg Stützle befürchtet, dass dadurch Münzen und Scheine immer weiter aus dem Alltag verdrängt werden könnten. Woran liegen die Gefahren des rein digitalen Geldes? Und ist es wirklich nötig, das gute alte Bargeld unbedingt weiterhin zu erhalten?

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Ich persönlich brauche so gut wie gar kein Bargeld mehr. Alle paar Monate hab ich mal was in der Tasche. Ich mache alles über EC oder Paypal und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich keine nervigen Extra-Schritte machen muss, um alles erledigen zu können. Wenn ein Laden keine EC-Kartenzahlung anbietet, dann kommt mir das eher dubios vor.

Ich bekomme jedes Jahr zu Weihnachten Bargeld von meinen Eltern geschenkt. Ich bin also im Januar mit einem 100-Euro-Schein zu einem Discounter gegangen. Mein Einkauf lag bei 35 Euro ungefähr. Als ich mit dem Schein bezahlen wollte, meinte der Kassierer, er könne den nicht wechseln. Also musste ich doch wieder mit Karte zahlen. Das hat mich sehr geärgert und noch mehr zum Bargeld-Hasser gemacht. Weg damit.

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Oder du nimmst beim nächsten Mal den 100-Euro-Schein zum (halbvoll-) Tanken mit.. da musst du dann auch keine Sorge haben, dass du nerviges Wechselgeld bekommst :wink:

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Ich bin 100 Prozent pro Bargeld. Klar beim tanken zahle ich au mit Karte aber Bargeld muss unbedingt erhalten bleiben.. Schweden hats ja abgeschaft und wieder eingeführt. Bargeld = Freiheit. Die Schweizer Bahnautomaten nehmen z.T. auch nur noch digitales Geld.. das geht gar nicht!!!

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Danke für das Nachfragen, Holger, da er es nicht beantworten konnte, habe ich fix eine KI gefragt.

Wir haben alle ein Wallet auf dem Handy, bspw. mit der EC Karte, Bludspendeausweis, Flugticket, etc.

Dort setzt der digitale Euro an. Ich buche, während ich Internet habe, Geld von meinem Konto. Dieses ist dann über das Wallet auch offline verfügbar und der Händler soll es wohl auch offline annehmen können.

Damit sind dann die Vorteile von digitalem bezahlen und Bargeld kombiniert. Funktioniert von der Logik her für mich.

Blinde können sich vom Screenreader vorlesen lassen was sie überweisen bzw. per Spachbefehl die Summe eingeben (kann ja jedes Handy heutzutage schon).

Sehe wirklich nur Probleme für Menschen welche Geld waschen wollen.

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Also ich gehöre noch zur Generation „Nur Bares ist Wahres“.

Wenn ein Tante-Emma Laden nicht 'rausgeben kann, geschenkt.

Aber mich macht es eher suspekt, wenn ein Discounter nicht rausgeben kann.

Und menschen sind verschieden, ich kann schlecht mit Geld umgehen (ist mein alleiniges Problem, ich weiß). Aber ich zahle bar, ist nichts mehr in der Geldbörse, gibt es nichts mehr.

Die digitalen Zahlungsmethoden benutze ich auch, aber nur selten.

Du kaufst hier was, da was. Das Handy wird gezückt.

Und dann hast du Klarna ect. Jetzt kaufen in drei Monaten bezahlen, und dann kommt die fette Rechnung.

Den Kaffee, Kuchen, Leberkäs, Döner und schwups bist auf einmal 'nen Fuffi los.

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Frag mich immer wie die Oma in Zukunft ihrem Enkel ein paar Euro in die Hand drücken will. „du kleiner, haste mal Paypal, kannste dir ne Kugel Eis kaufen“

Zahle auch fast nur mit Karte, aber möchte dennoch nicht ohne Bargeld.

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Hier übrigens die von Hansjörg Stützle geschriebene kleine Geschichte von einem Tag im Leben von Frau Bargeldlos.

stuetzle.pdf (511,2 KB)

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@fernsehkritiker: Mich würde mal deine persönliche Sichtweise interessieren.

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Ich bin überzeugt davon, dass das Bargeld in Deutschland niemals ernsthaft zur Disposition steht. Dafür lieben die Deutschen ihr Bargeld viel zu sehr. Wer sich als Politiker auf das Glatteis wagt, bekommt aofort den Volkszorn zu spüren.
Ich finde es richtig, dass der Gesetzgeber vorschreiben will, dass ein Händler beide Bezahloptionen anbieten und akzeptieren muss.

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Bargeld nehme ich einfach mit wenn ich weiß ich werde wahrscheinlich welches benötigen, wie auf einer Messe, in sehr kleinen Läden oder Münzen für die Garderobe. Meisten Dinge zahle ich inzwischen auch mit Karte.

Von Abschaffen halte ich nichts und kommt auch bestimmt nicht. Verwandte verschenken Geld, für Obdachlose wäre es sonst viel schwieriger und gerade kleine Betriebe müssen darauf schauen, dass Transaktionsgebühren nicht zu hoch sind.

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Finde toll wie er auf alle Fragen wirklich ganz gute Antworten liefert und bin auch grundsätzlich einer ähnlichen Meinung wie er, bezüglich Bargeld und Datenschutz.

Nicht gut fand ich seine Reaktion auf die kritischen Nachfragen, die von Holger sachlich und ganz normal vorgetragen wurden. Es sind genau die Fragen und Argumente, die man immer wieder hört und sie mussten gestellt werden, warum hat er so darauf reagiert als hört er das zum ersten Mal? Tritt er sonst nur in einer bestimmten Blase auf? Daran muss er noch arbeiten, ansonsten beeindruckend seine Expertise zum Thema.

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Kann dich super verstehen, habe auch Kreditkarten. Und frag mal den Remo-Clan, die zahlen gern Bar, da fast nicht zurückverfolgbar.

(Ich glaube an den Lieben Gott und auch an Guevara, ich glaube an die Deutsche Bank den die zahlt aus in Bar :rofl: )

Man sollte modern bleiben, aber das Alte würdigen. Wem muss ich jetzt, per Einschreiben, den Klischee Zwickel im Briefumschlag schicken.:rofl:

(Weiß nicht, wie alt du bist) aber die Omas freut es noch immer, wenn man dem Kleinen Bargeld in die Hände drücken kann.

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Auch wenn du als Hanseat, ich zitiere Gunnery Sergeant Hartman, „Ein Gott verdammter Kommunistischer Heide bist“.

Dein Wort Holger in „Gottes Ohr“.

(Und wir Bayern werden dir mit der Hilfe Gottes zeigen, das Hamburg die neue Hauptstadt werden muss, mit Markus Söder als Bürgermeister)

Das ist das Problem, wenn die Kassierer „frisch“ an die Kasse gesetzt werden - da ist die Kasse meistens relativ leer. Das Problem tritt auch häufiger im Supermarkt auf, wenn man Bargeld abheben möchte.

Ansonsten bin ich definitiv dafür, Bargeld an Automaten abzuschaffen. Unsere Wurstautomaten wurden mittlerweile auf reine Kartenzahlung umgestellt, nachdem mehrere geknackt wurden. Es dauert Jahre, den Schaden wieder reinzubekommen.
Dasselbe gilt auch für Fahrkartenautomaten, wobei man da noch unterscheiden muss, ob die Täter das Bargeld haben wollten oder Fahrkartenrolle, um Tickets zu fälschen. Letzteres ist meistens lukrativer.

Das Katastrophenszenario hab ich hier auch schon live erlebt: Fällt der Strom aus, ist eh alles scheiß egal, weil man dann weder mit Karte noch mit Bargeld bezahlen kann. Schließlich funktionieren die Kassen nur über Strom.
Aber es gab auch schon einen mehrtägigen Ausfall zu den Servern der entsprechenden Partner, sodass im Supermarkt nur in Bar bezahlt werden konnte. Und sowas kann immer wieder passieren.

Hier hat sich die Sparkasse übrigens bei Payback angeschlossen, um mit Kartenzahlung zu werben.

Kann verstehen, dass die Situation an der Kasse ärgerlich für dich war. Allerdings entsteht sie ja auch deswegen, weil vermehrt von Kartenzahlung ausgegangen wird und dadurch die Läden schlechter auf Bargeld vorbereitet sind. Das ist kein Problem von Bargeld selbst.

Bei Kartenzahlung auf der anderen Seite hat man manchmal das Problem, dass das Kartenlesegerät nicht funktioniert oder der WLAN-Empfang draußen im Bierzelt zu schlecht ist.

Es ist uns auch schon vorgekommen, dass wir mit der Karte im Restaurant gezahlt haben und es unklar war, ob die Bezahlung nun geklappt hat. Am Ende haben wir zusätzlich auch noch in Bar bezahlt. Die Kartentransaktion war über eine Woche vorgemerkt, bis sie endlich verschwand. Das wäre uns mit Bargeld von Anfang an erspart geblieben.

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Wir bieten im Geschäft bei uns Bargeldzahlung, Kartenzahlung und Onlinezahlung an. Seit Corona haben wir deutlich mehr unbare Transaktionen zu verzeichnen (z.B. im September: nicht mal 13% des Umsatzes wurden mit Bargeld bezahlt, im August etwa 15%). Vor dem Hintergrund ist etwas schade, dass Holger nicht diesen Hygieneaspekt mit eingebracht hat in die Diskussion.

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Könnte man mit einem Handschuh lösen das Problem.

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Könnte. In der Praxis beobachte ich, dass man zu faul ist, den Handschuh auszuziehen und mit demselben Handschuh, der das dreckige Geld vom Kunden vorher angepackt hat, dann die Brötchen in die Tüte steckt… :laughing:

Aus Verkäufersicht sehe ich in Bargeld ausschließlich Nachteile. Unhygienisch, fehleranfällig (Manko in der Kasse), überfallgefährdet, hohe Kosten für das Bargeldhandling (Transport zur Bank, Einzahlung, zusätzliche Gebühren für Münzrollen usw.). Vor allem wegen letzterem halte ich die Jammerei über hohe Transaktionsgebühren für vorgeschoben. Wer keine Kartenzahlung akzeptiert, will Steuern hinterziehen. Das ist für mich ein Fakt!

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Moderne Bäckereien haben das Problem gelöst, da hantiert der Verkäufer nicht mehr mit Bargeld, sondern der Kunde hat vor dem Tresen einen Bargeldautomaten, wo man das Geld einzahlt und gewechselt bekommt.

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