Folge 125 - Intransparente Transparenz

Hier kann darüber diskutiert werden!

Toller Beitrag, nur hätte ich gerne, wenn die Gelegenheit schon da war, die Anwort auf die Frage nach der Pensionsrückstellung gehört.

Das geht noch bis Mittwoch

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr_check/videowdrcheck102_tag-30102013.html

Sehr interessanter Beitrag. Ich habe nicht mitbekommen, dass andere Medien die Zahlen und deren Darstellung mal etwas genauer auseinandergenommen hätten…

Danke - leider ist mir zu spät aufgefallen, dass die gezeigten Seiten teilweise etwas unscharf und damit schwer zu lesen sind. ich hab das nochmal überarbeitet, wird morgen dann ausgetauscht!

Hallo Holger,

erst mal sehr guter Beitrag. Mal wieder etwas halbherzig, was die öffentlichen versucht haben.

Ist Dir eigentlich aufgefallen, dass die Hintergrundmusik dieselbe ist, die auch Robert Hofmann von DVD Kritik immmer am Ende seiner Clips abspielt?
War das Absicht oder Zufall? :slight_smile:

Gut zu wissen, dass von den Gebühren über ein Euro abgeht für Sport, also etwas, das ich gar nicht gucke.

Die Hintergrundmusik hat aber sowas von genervt, bitte nie wieder verwenden. Hat irgendwie abgelenkt;)

Nervig vielleicht nicht, aber äußerst irritirend, da man bei der Musik gleich DVD Kritik suggeriert.

Wirklich schlimm fand ich bisdato nur die Hintergrundmusik bei der ersten Folge von Pasch TV.

Ich schaue kein TV seit, jetzt bald 14 Jahren. Höre kein Radio. Soll das trotzdem mitbezahlen. Wofür? Egal.
Denn Wesentlicher ist, das sie mit derartigem Programm, keinen wie mich, zurück gewinnen könnten. Niemals.

Und da ich offensichtlich nicht der Einzige bin, spüren sie das schon lange und verordnen im letzten Moment solch eine Zwangs-Gebühr. In meinen Augen eh zu spät, und das ist gut so. Mir ist völlig egal, welcher Posten da was kostet. Das Format „TV“ schafft sich grade selbst ab. Sehe ich zumindest so :slight_smile:
Ich schaue hier von dir interpretiertes Fernsehen und bin selbst da oft geneigt nach Vorne zu skippen, weil das gezeigte schlciht unerträglich ist. g

Also, ich verstehe die Transparenz, als den allerletzten Hilferuf des ÖRF. Mal sehen.

[QUOTE=Dandare;331743]Ich schaue kein TV seit, jetzt bald 14 Jahren. […] Denn Wesentlicher ist, das sie mit derartigem Programm, keinen wie mich, zurück gewinnen könnten. Niemals.[/QUOTE]
Was will denn “einer wie du” schon groß über “das” TV-Programm wissen?

[QUOTE=alderschwede;331744]Was will denn “einer wie du” schon groß über “das” TV-Programm wissen?[/QUOTE]
Genug. Das ist quasi das Problem und die Antwort in einem.
Was Holger hier reflektiert ist ein Querschnitt durch den Zeitgeist aktueller deutscher Fernsehkultur. Das Fazit dessen reicht mir, um auf den Rest zu schließen, und zu verzichten.
Fernsehen in der Form hat bei mir eben verloren, ohne deren Programm weiter zu beachten…ausser hier.

also ich bin auch kein Fussball-fan. wäre ja ein Grund für sowas.

[QUOTE=Dandare;331747]
Was Holger hier reflektiert ist ein Querschnitt durch den Zeitgeist aktueller deutscher Fernsehkultur. [/QUOTE]

Es ist kein Querschnitt, Sondern der aller tiefste Abgrund. Es wird hier ja immer wieder an FKTV kritisiert, nicht genug auf die Perlen im Programm hinzuweisen.

[QUOTE=Icetwo;331749]Es ist kein Querschnitt, Sondern der aller tiefste Abgrund. Es wird hier ja immer wieder an FKTV kritisiert, nicht genug auf die Perlen im Programm hinzuweisen.[/QUOTE]

Wäre ja auch nicht so sinnvoll das restliche Gute; was es ja gibt, durch den Dreck zu ziehen. Klar ist das nicht alles. Aber so lange es solchen Sumpf gibt, stimmt insgesamt etwas nicht, an dem TV “Programm”.
Anyway, Respekt an Holger, das ganze aufzubereiten und es sich geben zu müssen.

[QUOTE=Dandare;331846]Wäre ja auch nicht so sinnvoll das restliche Gute; was es ja gibt, durch den Dreck zu ziehen. Klar ist das nicht alles. Aber so lange es solchen Sumpf gibt, stimmt insgesamt etwas nicht, an dem TV “Programm”.
Anyway, Respekt an Holger, das ganze aufzubereiten und es sich geben zu müssen.[/QUOTE]

Wie schön, dass wir alle mündige Menschen sind und uns unser Unterhaltungsprogramm selbst aussuchen können.

Die Grafik, indem die durchschnittlichen Kosten eines Tatorts aufgedröselt werden, ist doch relativ aufschlussreich.
Diese ARD-in-Zahlen-Seite ist vielleicht nicht transparent genug, aber zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.
Auch darin krampfhaft Inkorrektheit und Unaufrichtigkeit zu suchen, zeugt schon von einem gewissen übersteigerten Kritikwahn.
Der nächste Schritt des FK werden dann wahrscheinlich gefakete Interviews nach Sonneborner Art sein, um die verbrecherische ARDAP aufzumischen.

Ich meine, auch noch wissen zu wollen, was die einzelnen Macher und Akteure [I]im Detail[/I] verdienen, ist unnötig und geht die [I]breite[/I] Öffentlichkeit - meiner Meinung nach - auch nichts an.
Wenn genannt wird, dass Gagen und Honorare 50% der Gesamtkosten (Schauspieler 20%/ Stab 30%) ausmachen, man also ausrechnen kann, wie viel Euros die Mitarbeiter und Künstler pro Folge bekommen, dann reicht das vollkommen, um eine eigene Meinung hinsichtlich der Unwirtschaftlichkeit zu entwickeln, die natürlich, je nachdem wie viel Ahnung man von der Materie hat, fundierter oder weniger fundierter sein wird.
Entweder sind die 300.000€ für die Darsteller günstig, normal, großzügig oder geht in Richtung Verschwendung der Gebührengelder. (Außer natürlich man lehnt die Krimireihe als Ganzes schon als Überflüssigkeit ab, egal wie teuer)

Der Fernsehkritiker traut sich nicht, die durchschnittlichen Gesamtkosten der Tatort-Gagen und Honorare ökonomisch zu beurteilen. Ich nehme an aus relativer Unkenntnis der Sachlage.
Stattdessen moniert er, dass man dem Gebührenpöbel die Einzelheiten vorenthält, die er natürlich auch gerne zur Verfügung hätte, um sich die besonderen Fälle rauszupicken wie z.B. Til Schweiger.

[QUOTE=Mannbärschwein;331862]… was die einzelnen Macher und Akteure [I]im Detail[/I] verdienen, ist unnötig… [/QUOTE]

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

Tja, die Seite SRG Insider der Geschäftsstelle SRG Zürich, deren Server lustigerweise in Deutschland steht, hat das Thema mal aufgegriffen und mit dem Schweizer Fernsehen verglichen deren Aufwand pro Jahr bei 1,75 Milliarden Franken liegt.

Tom Buhrow’s Fragerunde mit geladenen Gästen führte vor einigen Jahren an ganz anderer Stelle - und wenn ich mich recht erinnere, sogar von Buhrow selbst - zu heftigster Kritik: Nämlich als es um Putin ging. Der lässt sich ja auch nur Fragen von Zuschauern stellen, die eingeladen sind, also kein willkürliches, zufälig zusammen gekommenes Puplikum oder gar ein äußerst interessiertes Puplikum mit Expertise.

Das ist die ganz hohe Schule der PR. Sicher, Putin ist keinesweg der Einzige, der das anwendet und damit den unbedarften Zuschauer an der Nase herum führt. Merkel tat dies ganz genauso. Schon da verspürten auch die ÖR keine besondere Lust, dies zu kritisieren, aber es dann selbst so zu machen, ist ein absoluter Tiefpunkt seitens dieser Anstalt. Die Medien, lassen sich heute nicht mehr nur in Puplic Relation einspannen, sie übernehmen in eigener Sache exakt diese Formen der Irreführung. Bei Putin wussten sie noch, wie man sowas zu bewerten hat, bei Merkel wollten sie das nicht bemerken und nun wenden sie es auch noch selber an.

Tranzparenz wird hier nur vorgegaukelt. Dessen sollte man sich stets bewusst sein. Schon das Format ist inakzeptabel, weil kritisches Fragen nicht einem Laienpuplikum überlassen werden kann. Zumal Buhrow als Gegenpart eben gerade das nicht ist: Ein Laie! Diese Befragerei und damit die Vortäuschung, jeder hätte was zu sagen und weil alle was daherplappern können, sind wir ja ach so demokratisch, hat mittlerweile riesige Ausmaße angenommen. Meistens wird sowas nur als billiger Lückenfüller benutzt. Das Problem dabei: Das Puplikum gewöhnt sich an sowas und merkt es dann nicht mehr, wenn es von cleveren PR-Experten verwendet wird, um wirkliche Kritik und Auseinandersetzung mit dem Thema zu vermeiden. Niemand kann zu allem eine Meinung haben und schon gar keine fundierte. Wer dennoch zu allem seinen Senf geben will, macht sich dabei in der Regel nur sehr schnell lächerlich. Im Expertenstreit jedoch kann man sich durchaus informieren und sich eine Meinung bilden, wenn es nicht wie in diesen Talkshow-Formaten zu belangloser Unterhaltung (und Selbstdarstellung der geladenen Gäste) und auch nur als Vortäuschung politischer Berichterstattung angewendet wird.

Nein, diese Art der Tranzparenz ist nicht begrüßenswert, weil dies nur Beruhigungspillen sind, die da verteilt werden, eben um einer ernsthaften und wirklichen Auseinandersetzung auszuweichen. Wer meint, dies wäre schon Kritik, denkt wohl auch, dass Fielmann’s Werbespots zufällige Passantenbefragungen sind. Die Werbestrategen, die hinter solchen Spots stecken, sind übrigens vom selben Fach. Den wenigsten dürfte auch nur annähernd bewusst sein, wieviel Professionalität hinter sowas steckt. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat sich die ARD von PR-Agenturen beraten lassen (auch bezahlt von unseren Gebühren!), wie sie ihr Image bzgl. GEZ aufbessern kann.