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Folge 122: Humor in diesen Zeiten, Künstliche Intelligenz analysiert Menschen

Leider für mich eine schwache Folge:

  1. Humor: Beitrag war für mich nicht wirklich interessant und zu generell gehalten das Thema
  2. Queer-Kneipe: interessantes Thema, auch wenns mir immer hochkommt, wenn ich diese Leute reden höre.
  3. Interview: habe ich nicht geschaut, weil für mich nicht interessant - und die Länge hat mich doch abgeschreckt.
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Ich hoffe, dass Martin und Max im gleichen Haushalt leben. Ansonsten hätte Massengeschmack gegen die Coronamaßnahmen verstossen (die beiden sitzen zu eng nebeneinander).

@STaRDoGG: Auf meinem 8 Zoll Tablet ist mir das garnicht aufgefallen. :smile:

@All: Den habe ich nicht verstanden: Johnny Burchardt: „Ich habe einen Friseur. Wenn Sie zu dem gehen, dass müssen Sie sich 175-mal überlegen. Is war, hat eine fantastische Villa, ohne Heizung. Er geht selbst durch die Räume.“ Der Witz hat wahrscheinlich irgendwas mit warmer Bruder (Bezeichnung für schwul) zu tun. Ich kapier aber trotzdem nicht was daran witzig ist.

Die Kritik an der Parteigründung fand ich nicht so nachvollziehbar. Schließlich nutzen die nur die gleichen Privilegien wie Gewerbebetriebe. Der einzige Unterschied bleibt dann, dass die einen sich an die Regeln halten, die anderen nicht und nicht alle ihre Verstöße filmen.

„Die Polizei macht nur ihren Job.“ Das gilt auch für den Beitragsservice. Warum steht Holger dann mit denen nochmal auf Kriegsfuß?

Die Frage beantworten die beiden zu Beginn teilweise. Die Äußerungen anderer zu analysieren dürfte von der Meinungsfreiheit gedeckt sein. Und da die Äußerungen für die Öffentlichkeit bestimmt sind, ist es kein Verstoß gegen Datenschutz. Dann wäre da noch das Fernmeldegeheimnis. Deshalb analysieren Sie nur die Worte und nicht wie die Worte gesagt werden.

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Der Witz hat wohl eher was mit dem Paragraf 175 StGB zu tun

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Allgemein ist es stark zu kritisieren, wenn Menschen mit KI analysiert werden, auch wenn alles angeblich datenschutzechnisch abgesichert ist.
Neue Technologien bringen leider auch immer neue Qualen, siehe Atomenergie usw…

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Guter Punkt. Bin auch immer wieder erstaunt, dass Prominente ständig darüber jammern, dass die kaum Privatleben haben, trotzdem haben die zig Kanäle und neuerdings auch noch Podcasts. Sind wohl darauf angewieden oder sind zu eitel

Als Prominenter kannst du es dir heutzutage doch gar nicht leisten, nicht auf allen Social-Media-Kanälen präsent zu sein. Es sei denn, du warst schon prominent bevor es Social Media gab. Und gerade für Humoristen und Satiriker ist es natürlich ein idealer Ort, um topaktuell seinen Senf abzugeben und auch gehört zu werden. Eine alte Weisheit im Showgeschäft lautet doch, dass man dahin gehen muss, wo das Publikum ist (keine Ahnung, ob das stimmt, habe ich mir ausgedacht :wink:).

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Oder man macht es so, dass man Social Media nutzt, aber nicht die Reaktionen beachtet. Sieht man ja bei einigen Youtubern, die teilweise sogar offen zugeben, dass sie in den letzten Jahren kaum in die Kommentarsektion geschaut haben.

Kaum ist die Polizei da, schon halten sich die Teilnehmer brav irgendwas vors Gesicht.
Âber vielleicht tun die das auch nur, um anonym zu bleiben. Weil die Kamera ja auch vor dem Einsatz gar nicht lief. ^^
Am coolsten ist die Alte, die sich wegduckt, während sie vorn den Raum durchquert, weil sie denkt, sie ist dann nicht im Bild. :smiley:

Zu Asiatenwitzen welfe ich mal diesen Lassisten in den Laum :wink: https://youtu.be/R-FZ5p1Eh38

Aber Spaß beiseite, habe immer häufiger das Gefühl, dass man mal einen Witz über diese und jene Minderheit macht, selbst einen Freund etc. aus dieser Gruppe hat und die darüber lachen und sich aber andere, die gar nicht aus dieser Gruppe sind, sich offended fühlen, klassischer Fall von „White Knights“.
Herr Onuegbu hat es ja auch wunderbar auf den Punkt gebracht, Mohr ist für ihn nicht beleidigend und er lässt sich auch von anderen nicht sagen, dass es aber so sei.
Interessant ja auch die Sache mit der Sauce ohne festen Wohnsitz von Knorr, wo selbst der Zentralrat der Sinti & Roma sagt, dass „Zigeunersoße“ in Ordnung sei und die sind ja eigentlich immer recht empfindlich (zumindest von denen der Juden (bspw. bei „Deutschland“ von Rammstein, während es ein Henryk M Broder, selbst jüdisch, als Meisterwerk bezeichnet) und Muslime weiß ich es).

Bei dieser „Parteigründung“ habe ich mich auch gefragt, welches Jahrzehnt, fehlt nur noch Dittsche und eine weitere Person im Ballonseidenanzug :smiley:

Humor ist eine Frage der Intuition und Spontaneität und somit auch der individuellen Persönlichkeit. Insofern ist er nur begrenzt tauglich für eine öffentliche Debatte. Einem Menschen vorschreiben zu wollen, worüber er zu lachen hat, ist in etwa dasselbe, als würdest du ihm verbieten, aufs Klo zu gehen, wenn er austreten muss.

Zum Glück gibt es weniges, was mein Humorzentrum überhaupt erreicht.
Dennoch hat mich mal ein Witz amüsiert, der war extrem finster und rassistisch. Nach der banalen Logik der Humorpolizei macht mich das wahrscheinlich zu einem Rassisten, ohne dass mir das selbst bewusst ist. Tatsächlich denke ich, dass es in diesem Fall eher der Wortwitz war, der mich angesprochen hat. Dass die Verpackung einiges ausmacht, ist sicherlich die Binsenweisheit des Witzeerzählens.

Super Beitrag über Humor und Witze-Kultur ! Jedoch muss ich langsam sagen , dass mir die Richtung welche die Politik einschlägt immer unheimlicher wird. Also wer mir erzählen will dass wir in einer Demokratie leben … der sollte vielleicht mal seine Definition von Demokratie überdenken. Unzählige Verfassungsbrüche seitens der Politik … die Gerichte haben da Anfangs ja stark eingegriffen und Beschlüsse und Verordnungen gekippt. Daraufhin hat die Politik Gesetze erlassen und verändert um nach Ihren Worten mehr „Rechtssicherheit“ zu haben. Schönes framing … im Klartext Sie haben Gesetze erlassen oder so umgeschrieben dass ihnen die Gerichte nicht mehr in den Weg kommen. Abbau von Demokratie. Für mich ist die Grenze längst überschritten was Politik sich hier erlaubt. Und wenn Menschen wie in der Kneipe unter sich ausmachen dass sie es OK finden sich zu berühren , nahe zu kommen und keine Maske zu tragen … dann hat das den Staat nichts anzugehen. Die 190 - Seitige Verfassungsbeschwerde von Pieter Schleiter fand ich sehr aufschlussreich bis schockierend. Wäre auch mal n schöner Gast für eine Veto-Folge. Grüße an Alle und bleibt gesund.

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Das ist die Methode, die der kürzlich verstorbene Wolfgang Back betrieben hat.
Einerseits verständlich, denn je nach Community bekommt man mehr „Störfeuer“ als konstruktive Diskussion. Dennoch wurde es gerade in der ComputerClub²-Community dieses Verhalten kritisiert. Was auch wieder verständlich ist, denn diese Community ist recht gediegen und alles andere als auf Krawall gebürstet.

Genau mein Humor! :joy:

Pikant ist da höchstens, dass Sinti und Roma nicht die Gesamtmenge der „Zigeuer-Völker“ sind - und in sofern der Zentralrat nicht für die Gesamtheit sprechen kann.
(Im Gegensatz zum „Zentralrat der Juden“ - aber ich kenne jüdischstämmige Menschen, die auch mit dessen Aussagen nicht d’accord gehen. Anderes Thema…)

Danke dir für deine Antwort!
Allerdings geht es mir bei meiner Anmerkung weniger darum, ob diese Maßnahme durch Normen und Gesetze geregelt ist bzw. diese nicht verletzt, sondern viel mehr darum, ob man diese Technik auf Personen anwenden sollte, deren Einverständnis für die Einspeisung ihrer Stimmaufnahme nicht vorliegt, weil - die korrekte Funktion dieser App vorausgesetzt - niemand das Recht haben sollte, derlei intime Informationen über seine Mitmenschen zu besitzen.

Auf Facebook, Alphabet, Amazon und Apple gehe ich hier aus guten Gründen nicht ein.

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Ich finde den Parteigründungsbeitrag etwas undifferenziert. Dass die ganz dolle Doof sind und der Wirt ein Schwerstverbrecher ist, der zu recht seine Existenz verliert, das habe ich verstanden. Aber um journalistisch für eine Ausgewogenheit zu sorgen, hätte man auch die andere Seite besprechen können, dass dort Einschränkungen von Grundrechten mit Hilfe von Verordnungen erwirkt werden. Ist das verhältnismäßig? Nicht grundlos laufen Klagen zur Verfassungwidrigkeit der Lockdown-Beschlüsse bzw. gibt es das Weimarer-Urteil. Hätte dem Beitrag mehr Inhalt gegeben als stumpfes lustig machen.

Natürlich sollte man diese Parteigründungs-Mischpoke auch kritisch beleuchten, aber die Gründung einer Partei ist ein hoher demokratischer Vorgang. Den einfach durch Ordnungswidrigkeiten zu verhindern sehe ich kritisch. Egal wie man nun zu deren Haltung steht, denn Meinungspluralismus ist ein weiterer demokratische Pfeiler. Tun wir mal so als seien das Leute, deren politische Ansichten man mag und die würden die Abstände einhalten, dann wäre der Vorgang der Polizei auch in Ordnung? Interessant auch, dass die Polizei nur gute Arbeit macht, wenn sie auf die Mischpoke drauf haut, aber eine Woche später gibt die Polizei den Leuten im Prinzip recht, aber das ist dann nicht in Ordung, weil die sollen da gefälligst alle verhaften, denn es gibt ja immer nur eine richtige Ansicht.

Humor: Tja, das mit dem Humor ist so eine Sache. Gerade durch das Internet passieren ja zwei Sachen:

  • Wir werden mit Humor von Gruppen konfrontiert, zu denen wir normalerweise keinen Kontakt haben
  • Auswirkung von Humor auf Leute wird für uns sichtbarer

Wir Menschen umgeben uns ja mit anderen Menschen die auf der gleichen Wellenlänge sind und mit denen man auch den Humor einigermaßen teilt. Twitter und Co. machen aber auch Dinge für uns sichtbar, die wir vorher nicht gesehen haben. Ich erinnere mich z. B. noch an dieses Bild hier, was ja damals nachdem die Ruhrbarone es auf Twitter gepostet haben einige Diskussion ausgelöst hat:

Geschmacklos und Grund zur Empörung? Oder doch witzig, weil es einen Sachverhalt auf unerwartete Weise aufarbeitet? Oder wenn wir schon die drei Leute gehen in die Bar Witze haben…

Dazu kommt noch ein weiterer Faktor: Empören ist einfach! Jeder der sonst nicht inhaltliches beizutragen hat, kann sich empören. Dinge mit Inhalt zu schreiben ist anstrengend, sich empören nicht. Hier mal ein schöner Artikel zu dem Phänomen als Einstieg: „Das Plattformgeschäft ernährt sich von Opfern wie ein blutrünstiger Gott“ | Telepolis (heise.de)

Parteigründung: Die Sache muss man auf zwei Ebenen betrachten.

  1. Die Nutzung von Regelungslücken
  2. Die dort verbreiteten Inhalte

Auf der ersten Ebene ist das wichtiges und richtiges Gaming the System. Und folgt man dem Urteil von Weimar sind solche Aktionen mehr auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung, als die ganzen Leute, die die Maßnahmen verteidigen ( AG Weimar, Urteil vom 11.01.2021 - 6 OWi - 523 Js 202518/20 - openJur)

Auf der inhaltlichen Ebene ist es erschreckend was die Leute da von sich geben. Nicht nur, dass die typischen Verschwörungstheorien verbreitet werden (Bill Gates und Rockefeller Plan) auch antisemitische Narrative werden dort mit Theorien rund um Georg Soros geäußert.

KI: Hab ich nur auszugsweise gehört. Ich persönlich finde, dass es spannendere Anwendungsfelder gibt.

Ah ja, dann zähl doch gerne mal ein paar dieser „unzähligen Verfassungsbrüche“ seitens „der Politik“ (?) auf!

Überraschung! Heute wurde sogar die 15km-Regel von einem Gericht gekippt. Demokratie heißt nicht, dass Exekutive und Judikative alles so entscheiden wie du und deine Minderheit es gerne hätten. Die Menschen tun ihre Arbeit und die meisten Verordnungen haben ihre situative Berechtigung, alle anderen werden nach wie vor überprüft, so wie es sein sollte.

Den Staat geht das nichts an? Der Staat hat eine Verantwortung, seine Bürger vor Katastrophen zu schützen. Diesen Katastrophenfall haben wir innerhalb weniger Tage, wenn sich alle so verhalten wie die 30 Leute in der Kneipe. Damit handelt der Staat übrigens im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung, die auch findet, dass das nicht in Ordnung ist - so viel nochmal zur Demokratie. Dass man das im Januar 2021 immer noch erklären muss, ist das wirklich traurige an der aktuellen Lage.

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Die Freiheit, eine Partei zu gründen, wird in KEINSTER Weise eingeschränkt. Wie im Beitrag zu sehen und hören war, WURDE ein Weg in Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden gefunden, die Versammlung unter entsprechenden Auflagen durchführen zu können. Die andere Seite WAR zu hören. Der demokratische Vorgang wird NICHT verhindert! Der Meinungspluralismus wird NICHT angegriffen! Die politischen Haltung der betroffenen Personen wird NICHT in die Abwägung von Ordnungsmaßnahmen einbezogen! Auf dem Boden der Tatsachen bleiben und denselben ins Auge sehen, bitte.

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Ich finde ja, dass den Corona Spinnern einfach zu viel mediale Aufmerksamkeit zukommt. Hier leider auch. Dabei gibt es aus meiner Sicht viel mehr Menschen, die weder Corona leugnen, noch verharmlosen. Aber eben abwägen, ob die Erkrankung jede Maßnahme rechtfertigt.

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Schon allein diese Abwägung macht dich inzwischen zum „Leugner“, „Schwurbler“, „Spinner“ etc. :shrugdog: Mittlerweile verhalten sich beide Seiten so extrem und fundamentalistisch, dass man sich wie in einem Glaubenskrieg fühlt. Ich verzichte lieber ganz auf deren Heiligsprechung, unabhängig von den Predigtinhalten.