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Folge 108: Ärger beim Goldenen Aluhut, Neues vom Wendler, Deep und deutlich

@Fernsehkritiker Wieso sollte es unverantwortlich sein, jemanden mit Defi zu überreden, mit ins Stadion zu kommen? Das Gerät selbst kann nicht überanstrengt werden. Ich vermute eher, dass hier die bei Defi-Trägern oft irrationale Angst präsent ist, dass das Ding halt auslöst, obwohl es nicht nötig ist.

Der Off-Text zu „Dämlich und divers“ hat mir richtig gut gefallen. Das Dilemma der Show wird perfekt auf den Punkt gebracht, dazu noch der eigene Standpunkt ins Verhältnis gesetzt und alles, ohne der Versuchung zu erliegen, in bloßes Bashing zu verfallen.
Großes Lob an Holger dafür!

Allgemein gilt hier das, was auch für viele funk-Formate gilt: Gut gemeint, in der Umsetzung aber krachend gescheitert!
An sich ist der Plan, eine junge Talkshow zu etablieren nicht verkehrt. Die junge Zielgruppe erreicht man mit der bräsigen NDR-Talkshow nämlich so oder so nicht mehr und wenn man es in letzter Zeit versucht hat, wurde es peinlich: Als z. B. Felix Jaehn zu Gast war, musste er der ebenfalls anwesenden Elke Heidenreich erstmal lang und breit erklären, was er denn überhaupt macht; am Ende hatte sie es immer noch nicht verstanden und selbst Babsi Schöneberger wirkte peinlich berührt davon.
Man versucht hier aber wieder mal so krampfhaft hip zu sein, bloß nicht anzuecken und das Publikum auf keinen Fall zu überfordern, dass man sich die Sendung auch gleich sparen könnte. Ein großer Erkenntnisgewinn dürfte sich nicht einstellen, aber gilt generell leider für die meisten ÖR-Talkshows.

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Noch besorgniserregender finde ich gerade das:


Schiffmann: „Und ich vertraue auf die Polizei, dass auch bei denen sich intern etwas tut und dass es auch dort Wahrheitssuchende gibt, damit wir eine Chance haben, das zu beenden. Mittlerweile würde ich mir wünschen, irgendjemand würde mal zwischendurch die Regierungsgeschäfte übernehmen. Und da wäre es mir egal, ob er Sterne auf der Schulter hat oder nicht, aber es wird hoffentlich auch bei der Bundeswehr Menschen geben, die klug genug sind, über solche Sachen nachzudenken.
Bodo Schiffmann würde also einen Polizei- oder Militärputsch begrüßen?

(Übrigens fordert Attila Hildmann mit seinen Anhängern gerade sogar aktiv zu einem Militärputsch auf: https://twitter.com/elmsfeuer1/status/1317093936473739266)


Zur Rechtsform von Querdenken gab es gestern ein interessantes Update.

Meiner Ansicht nach nutzen Ballweg, Schiffmann und Eckert den Goldenen Aluhut auch als Feindbild, um ihre Anhängerschaft zusammenzuschweißen, und nicht nur, weil sie Verschwörungs„theorien“ als etwas Gutes darstellen wollen. Finanziell dürfte es sich für die Querdenker & Co. ebenfalls lohnen. Der Anwalt Ralf Ludwig war übrigens einer der Gründer der gescheiterten Partei Widerstand2020, deren Vorsitzender Schiffmann war.

Guilia Silberbergers Argumentation für den Ausschluss dieser Leute kann ich mich nicht anschließen. Ich hätte mir gewünscht, dass notfalls einfach der Zwischenstand vor Beginn der DDoS-Attacken als Ergebnis genutzt worden wäre. Den Querdenkern & Co. hätte ich den Preis gegönnt und auch für sie abgestimmt, wenn ich die Abstimmung nicht verpasst hätte. Ich halte es zwar auch für wahrscheinlich, dass die Attacken von einem ihrer Anhänger ausgeführt wurden, aber nachweisen lässt sich das nicht. Zudem kann man den Führungspersonen das nun wirklich nicht anlasten.

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Also ganz ehrlich was ist dann die Alternative? Ich finde es noch viel schlimmer wenn man sich auf Augenhöhe begibt; Wo kämen wir denn da hin? Diskussionsrunden darüber ob die Erde flach ist? Oder wie in Amerika, wo in der Schule Schöpfunglehre und Evolution sozusagen als zwei gleichwertige Ansichten diskutiert werden? Einige dieser Theorien existieren nur weil einige Leute sich gegen jegliche Argumentation komplett immunisiert haben, schau dir doch mal an wie die diskutieren, glaubst du du könntest da irgendwie mit ner Studie hervorkommen und die wären plötzlich überzeugt? Utopisch.

PS: Ich finde es auch nicht gut wie die Dame vom goldenen Aluhut das gemanaged hat, aber das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

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Ich muss jetzt hier Mal meinen Senf zu dem „Mutmacher“-Beitrag abgeben. :roll_eyes:
Ich arbeite selbst als Life Coach & Mediator und wurde vor einigen Wochen dazu vom HR Fernsehen angefragt. Sie wollten einen Beitrag a la „7 Tage mit… einem Coach“ machen. Sowas gibt es wohl schon für andere Berufe, und da Coaching seit einigen Jahren boomt war die Redakteurin sehr interssiert an dem Thema, wir haben uns länger unterhalten.
Ich habe ihr dann erläutert, dass meine Arbeit hauptsächlich aus Gesprächen mit meinen Klienten besteht - da geht es nämlich viel um die richtigen Fragetechniken, Gesprächsführung, aktives Zuhören - das ganze ist auch ein langwieriger Prozess. Völlig falsch ist es, wie im Beitrag des Mutmachers anderen Tipps und Ratschläge zu geben. Stattdessen ist es die Aufgabe eines (Life) Coaches, die Klienten in ihrer eigenen Lösungsfindung zu unterstützen.
Ich als Coach hätte z.B. mal bei der Frau, die sich einsam fühlt, damit angefangen zu fragen, was genau ihr fehlt, ggf. auch wie es ihrer Meinung nach dazu kam, usw. Vielleicht wäre es ja auch ein sinnvoller Ansatz z.B. daran zu arbeiten, dass sie auch mit sich bzw. alleine zufriedener wird? Auf jeden Fall alles besser, als ihr als Aufgabe zu geben fremde Leute auf der Straße anzusprechen. Aber das passt natürlich auch besser in ein TV Format als die langwierige Coaching Arbeit, bei der man hauptsächlich erstmal redet.
Der Redakteurin vom HR sagte ich dann auch, dass so ein Format bei meinem Beruf keinen Sinn macht - weil es eben einfach zu wenig spannende Bilder an 7 Wochentagen zu filmen gäbe, zumal meine Klienten ja auch meist sehr intime Dinge besprechen und dabei wohl ungern gefilmt würden.
Leider ist der Coach als Berufsbezeichnung nicht geschützt und mit Kalendersprüchen und Motivationsbüchern lässt sich viel Kohle schäffeln. Langfristige Veränderungen lassen sich dadurch aber natürlich meist nicht erreichen.
Ich habe einen Blog-Artikel dazu verfasst (4 Minuten Lesezeit), was seriöses Life Coaching eigentlich ist und was meine Arbeit z.B. von der sogenannter Motivations Coaches unterscheidet:

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Thema NENA: ich bin überzeugt davon, dass ihr posting ein cleverer promotion-Schachzug war!
Wie es der „Zufall“ will, ist gerade ihr neues Album draußen :wink: In diesem Licht ist ihr posting sogar ganz clever zweideutig formuliert.

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Meine Güte! Hat der Staatsschutz wirklich nichts wichtigeres zu tun, als sich darum zu kümmern, wer den Server von dieser Veranstaltung attackiert hat? Man kann die Veranstaltung interessant oder unterhaltsam finden, aber ob deren Server überfordert wird, ist doch gesellschaftlich und für den Staat völlig humpe.

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Bisschen langweilig klingt die Auswahl für diese Aluhut-Auszeichnung für mich. Wirklich kritisch wäre es, wenn die sich beispielsweise trauten, Herrn Steinmeier auszuzeichnen anstatt ihre szenetypischen, in ihrer Pairgroup gängigen Urteile über Menschen mit ihnen fremden Ansichten zu bestätigen.

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Wir kommen dahin, dass wir mit einander reden. Ein Bekannter von mir hängt seit neustem auf dem Stammtisch der „Verfassungsgebenden Versammlung“ rum, das ist das, was man gemeinhin als „Reichsbürger“ bezeichnet. Von ihm kam dann erst einmal ein großer Block an Paragrafen und Interpretationen.

Natürlich kann ich in so einem Moment mit Cancel Cultur reagieren, natürlich kann ich mich über ihn lustig machen. Aber das wird an dem Weg den er da eingeschlagen hat nichts ändern sondern diesem eher noch beschleunigen.

Nein, ich reagiere da mit Empathie und Fakten. Ich schaue mir mit ihm Zusammen die entsprechenden Paragrafen bei Gesetze im Internet an, ich diskutiere mit ihm die deutsche Geschichte und die Transformation der Bundesrepublik Deutschland die 1949 ja tatsächlich zunächst also provisorisches Selbstverwaltungskonstrukt gegründet wurde hin zum souveränen deutschen Staat. Ist diskutiere mit ihn die Sonderrolle von Berlin (West) bis 1990.

Und Empathie ist halt notwendig. Denn die Einstellung „Die BRD gibt es gar nicht“ entsteht ja auch nicht einfach so aus sich selbst heraus. Sie entsteht nach meiner Beobachtung, wenn sich Leute entweder vom Staat im Stich gelassen fühlen oder massiv bedroht und ungerecht behandelt fühlen.

Ehrlich gesagt gehe ich davon aus, dass die Flacherdler eine ähnlich Bewegung wie die Redlichen in den frühen 2000er Jahren sind. Eine Gruppe von Trollen die sich darüber freuen, dass Leute darauf eingehen und die Sache mit ihnen diskutieren.

Da gibt es viel schlimmere Gruppen. Ich diskutiere ja auch mit Anhängern von Marx über ökonomische Themen und muss mir dann zum tausendsten mal Unsinn die die Arbeitswerttheorie anhören. Marxisten sind z. B. die Flacherdlern in der Ökonomie und die allermeisten keine Trolle sondern glauben den Unsinn tatsächlich. Trotzdem diskutiere ich mit ihnen und versuche ihnen zu zeigen warum Marx in der modernen Volkswirtschaftslehre reine Rolle spielt.

Hier könnte ich jetzt mal Paul Feyerabend zitieren, der die Trennung von Staat und Wissenschaft verlangte. Ich muss in der Wissenschaft halt durch Argumente überzeugen und nicht durch den Staat im Hintergrund der Dinge in letzter Konsequenz mit Gewalt durchsetzt.

Ich persönlich finde die Evolutionstheorie und die Erkenntnisse der Physik über die Entwicklung des Universums seit dem Urknall viel überzeugender als die Schöpfungslehre. Die Schöpfungslehre verlagert das Problem ja auch nur um eine Ebene nach oben, in dem sie einen Schöpfer annimmt, dessen Entstehung aber als Prämisse voraussetzen muss und selbst nicht erklären kann. Evolutionstheorie und Physik können sehr gut das „Wie“ beschreiben.

Was ich bei Anhängern der Schöpfungslehre sehe ist eine starke Sehnsucht nach einer Antwort nach der „Warum?“ frage. Warum entstand eigentlich überhaupt Leben und ein komplexes Ökosystem was wir bis heute in seiner Komplexität weder verstehen noch funktionstüchtig reproduzieren können? Warum entwickelte sich überhaupt höheres Leben? Warum entstanden da Primaten, die körperlich extrem schwach und eigentlich ein Witz sind aber die Intelligenz besitzen Technologie und Waffen zu bauen und so sich auf dem ganzen Planeten auszubreiten und sogar zu anderen Himmelskörpern fliegen können. Warum entstanden da Primaten die fähig sind auf einer abstrakten Meta-Ebene über sich und die Welt nachzudenken und sogar sich Dinge vorzustellen, die in der Realität nicht existieren.

Und jetzt wir wieder beim gleichen Punkt. Natürlich kann ich mich über denjenigen der so ein starkes Verlangen nach Antworten auf seine Warum-Frage hat lustig machen, ich kann mich süffisant über ihn stellen und meine angeblich Überlegenheit genießen. Oder ich bin als empathisch und Frage mich warum die Unzufriedenheit bei der Beantwortung der Warum-Frage dazu führt, dass derjenige die offensichtlich weniger leistungsfähige Theorie der Schöpfungslehre der Theorie der Evolution gegenüber bevorzugt.

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Die erzwungene Diversität wirkte im Zusammenschnitt dieser Folge befremdlich und aufgesetzt. Entgegen des ersten Eindrucks in meinen Augen aber nicht Qualitätsmindernd, Erwartungshaltung und Messlatte sind dafür nicht mehr hoch genug.

Der goldene Aluhut. Der Versuch der Preishungrigen die Bedeutung des Satirepreises umzuschreiben zeigt wie sicher sich jene in unserer offenen Gesellschaft fühlen, und wie wenig sie von einer ehrlichen Abstimmung und anderen Meinungen halten.
Traurig auch das hier im Forum einige finden das diese Straftat der DDOS-Attacken als harmlos ansehen. Erinnert an die fahrlässigen welche andernorts das SWATen von Streamern als Bagatelldelikt ansahen.

Mit allen Reden. Wer Verschwörungstheoretiker und Fachwissenschaftler (nicht Wissenschaftsjournalisten) in einen Themengebiet auf eine Stufe stellt, und das Meinungsfreiheit nennt, jene lassen auch Geparden (80-130) im Wasser gegen Schwertfische (75-110kmh) schwimmen um ‚Fakten‘ zu schaffen.

Trotz Überlänge, interessanter Themen und klasse Interviews gefühlt im Gesamtbild eine eher durchschnittliche eine Folge, mir fehlt wohl ein optimistischer Rausschmeißer.

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Naja, ich sehe in DDoS-Attacken durchaus als digitale Analogie zur Sitzblockade.

Nun haben wir aber exakt diese Situation nicht, sondern wir haben Hetzblogs wie Volksverpetzer und süffisant überheblich agierende Organisationen wie der goldene Aluhut, in der überwiegend Leute sind, die nie Teil des Wissenschaftsbetriebs waren und denen ich ehrlich gesagt jede tiefere Kenntnis über den Wissenschaftsbetrieb, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsphilosophie abspreche aber so agieren als würden sie die einzige Wahrheit kennen.

Ein besonders schönes Beispiel wo diese Überheblichkeit zur Peinlichkeit wird ist dieser Artikel (https://www.volksverpetzer.de/politik/rechte-panik-corona-virus/) wo es noch heißt: " Das Virus ist nicht gefährlicher als SARS oder die ganz normale Grippe (Quelle, Quelle). Rechtsextremisten möchten dir aber trotzdem Angst davor machen."

Man muss halt immer Aufpassen, dass wenn man die aktuelle Mehrheitsmeinung verteidigt man nicht am Ende als Witzfigur wie die Mönche in Brechts „Das Leben des Galilei“ endet. Ich halte es da lieber wie Karl Popper: „Es kann sein, dass ich mich irre, dass du recht haben kannst und dass wir zusammen vielleicht der Wahrheit auf die Spur kommen werden“.

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Das ist doch auf beiden Seiten so. Die sogenannten Aluhüte kommen auch hin und wieder mal mit Studien und die Gegenseite nimmt die nicht ernst.

Ging mir ähnlich bei dem Interview. Frau Silberberger ist eine dieser unter Berliner Hipstern massenhaft zu findenden PR-Sprechmaschinen. Jeder Satz eine Phrase. Aber auch unabhängig von ihrer Person find ich den „Goldenen Aluhut“ mittlerweile völlig belanglos. Es werden jedes Mal die üblichen Verdächtigen nominiert. Welchen Mehrwert hat es, wenn bspw. Leute wie Naidoo oder Hildmann eine solche „Auszeichnung“ erhalten? Welcher Erkenntnisgewinn (neudeutschschwurblerisch: „Awareness“) entsteht dadurch? Unter denjenigen, die nicht zur Anhängerschaft dieser Leute gehören, besteht eh schon ein breiter Konsens, dass solche Verschwörungsschwurbler nicht ernstzunehmen sind.

Dass Nominierte/Gewinner wie der Verband der Waldorfschulen überhaupt darauf reagieren, verstehe ich nicht wirklich. Dieser Award ist so unwichtig - ohne die zahlreichen öffentlichen Reaktionen der angeblichen „Aluhüte“ wäre das Thema für die Betroffenen schnell erledigt.

Warum interessiert es die Waldörfler, was ein Häufchen Mainstream-Hipster über sie denkt? :sweat_smile: Früher war den Steiner-Fans dieser ganze Medienzirkus völlig egal. Obwohl ich mit Steiners Lehren sonst eher wenig anfangen kann, fand ich gerade diesen Aspekt immer sehr sympahtisch. Dass die Waldörfler jetzt unbedingt im Medienzirkus mitspielen wollen, führt ihre eigenen Ideale ad absurdum. Da scheint mittlerweile wohl leider auch schon die Generation in der PR-Abteilung zu sitzen, die trotz Steiner-Pädagogik ebenfalls mit Handy in der Hand groß geworden ist.

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Ich gebe dir in allen Punkten recht (Ausnahme Marx :slightly_smiling_face: aber dass ist eine andere Geschichte) und ich finde es lobenswert dass du dir die Zeit nimmst auf deinem Bekannten einzugehen. Nur wie realistisch ist das, ich sag mal auf Makroebene? Müssen wir jetzt jeden Dorfdeppen langsam an ein komplexes Thema wie Klimawandel heranführen?

Ich finde Humor trägt dem Aspekt Rechnung dass es eben nicht ein Gespräch auf Augenhöhe ist. Natürlich kann das dazu führen dass sich dann das Gegenüber noch mehr „radikalisiert“ aber ganz ehrlich, wen interessierts - sind wir als Gesellschaft wirklich von solchen Personen abhängig? Ich finde es viel wichtiger wie es unbeteiligten Drittperson ergeht. Wenn wir jetzt anfangen würden Reichsbürger an Gesprächsrunden einzuladen, sie ernst nehmen und versuchen wie du sagst ihnen die Lücken in ihrer Theorie aufzuzeigen, dass würde doch suggerieren dass beide Meinungen irgendwie ihre Berechtigung haben. Dass finde ich ehrlich gesagt viel gefährlicher.

@Rebel-Without-a-Cause
Schau mal, du begreifst bspw. nicht den simplen Unterschied zwischen „dass“ und „das“, möchtest dich hier aber trotzdem als Wissender präsentieren, zu dem man erstmal auf Augenhöhe kommen muss. Andere wiederum zweifeln vielleicht den Klimawandel an (den du sicherlich nicht auf Basis deiner eigenen wissenschaftlichen Kompetenz untersucht hast), sind dir aber womöglich in vielen anderen Bereichen intellektuell haushoch überlegen.

Das beste Ergebnis käme wahrscheinlich tatsächlich zustande, wenn Menschen sich mehr gegenseitig ergänzen könnten. Deine eigenen Defizite könnten durch die Stärken der anderen ausgeglichen werden und umgekehrt. Das wäre dann wohl genau das, was Popper mit „Es kann sein, dass ich mich irre, dass du recht haben kannst und dass wir zusammen vielleicht der Wahrheit auf die Spur kommen werden“ gemeint hat. Diese Herangehensweise wäre zumindest für mich wesentlich erstrebenswerter als die infantile Arroganz und „Us vs. them“-Mentalität der Aluhut-Verteiler.

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Empfinde den goldenen Aluhut als subjektiven Preis der einen gesellschaftlichen Spiegel zum jeweiligen Medienecho bildet. „Mit allen Reden“ war von mir nicht auf „Der goldene Aluhut“ bezogen sondern davon klar getrennt.

Sitzblockaden werden mit dem Einsatz des eigenen Körpers geführt, DDOS-Attacken (Link zu einen PC-Welt Artikel) i.d.R. durch einen Verbund illegal mit Schadsoftware befallener und aus dem (gedachten) Anonymen heraus.
Man muss etwas nicht gutheißen, um die Meinungsfreiheit zu verteidigen. Das herunterspielen eines Straftatbestand, nur weil einen die Meinung des Opfers nicht passt, empfinde ich als bedenkliche Haltung zu der gegenwärtigen Gesellschaft.

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Das ist deine persönliche Interpretation und wurde hier von niemandem so behauptet.

Mit solchen konstruierten Unterstellungen zu hantieren, passt eigentlich eher zu den von dir kritisierten Schwurblern wie Schiffmann und Konsorten. Ist das nun auch dein Niveau?

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Das können wir aber wirklich gerne mal machen, wenn sich das mal thematisch ergibt.

In meinen Augen: Ja. Der Punkt beim Klimawandel ist ja folgender: Die Theorie des menschengemachten Klimawandels basiert auf sehr sehr komplexen (und teilweise lückenhaften) Daten, auf dessen Grundlage sehr komplexe Modelle benutzt werden um viel viel Rechenpower eine verlässliche Projektion in die Zukunft zu machen. Die Datenerhebung, Verarbeitung und die Modellierung ist für einen Laien kaum nachvollziehbar. Er muss darauf vertrauen, dass die Fachwissenschaft hier entsprechend sauber gearbeitet hat.

Aus der Erkenntnis, dass der Menschengemachte Klimawandel existiert, leiten sich aber Forderung nach zum Teil drastischen Veränderungen in der Lebenswirklichkeit ab. Die Frage das Laien an die Fachwissenschaft ist da in meinen Augen mehr berechtigt und gute Wissenschaftskommunikation ist der mehr als wichtig.

Mir geht es gar nicht um die Darstellung, dass die Position der Reichsbürger gleichberechtigt sei. Mir geht es darum. dass es zumindest nach meiner Beobachtung häufig einen Grund hat, warum sich Menschen zu dieser Ideologie hingezogen fühlen. Hier habe ich ja exemplarisch ein subjektive „sich im Stich gelassen fühlen“ oder tatsächliche oder wahrgenommene Bedorhung durch Mechanismen des Staates angeführt. Ich selbst bin der Überzeugung, dass man genau ansetzen muss und das auflösen muss.

So einige werden ja z. B. zum Reichsbürger, weil sie Schulden haben und der Gerichtsvollzieher kommt. Die Leugung des Staates ist dann der subjektive Ausweg. Eine früh ansetzende Schuldnerberatung würde hier vlt. helfen.

Naja, einen nicht abgesicherten Server ohne Reverse-Proxy davor mach ich Dir auch mit ein paar VMs dicht, da braucht man nicht mal ein Bot-Netz für.

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Gut, dann ist es also möglich auch ohne Missbrauch fremder Geräte einen schlecht gesicherten Server problemlos in die Kniee zu zwingen. Bin allerdings der Ansicht das es bei angemeldeten Demonstrationen auch legale Sitzblockaden geben kann. Welche Umständen jedoch einen DDoS Angriff legal erscheinen lassen sind mir nicht bekannt.

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Nein. Der Staat hat alleine schon deswegen ein interesse daran, weil es sich um eine Straftat nach §303b StGB handelt. Der Staatsschutz ermittelt deswegen, weil davon auszugehen ist, das diese Straftat nicht von normalen Verbrechern begangen wurde, sondern von Leuten, die die Staatliche Ordnung beseitigen möchten. Sollte sich das nicht bestätigen werden die Ermittlungen wieder abgegeben.

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