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Folge 103: Wish-Bestellungen, Sommerhaus der Stars, Kai Pflaume auf YouTube

Wird das zu verlosende Stinkgummibrot denn auch noch von Holger signiert? :grin: Dann hätte es sich einen Platz in meiner Obskuritätensammlung tatsächlich verdient.

Nur mal ein Tipp für Leute, die tatsächlich auf den ganzen WISH-Schrott abfahren: So gut wie jedes Produkt, das dort angeboten wird, findet man auch auf Ebay. Ebenfalls mit Lieferung direkt aus dem Herkunftsland. Vorteil dabei ist, dass die Versandkosten meist entweder deutlich günstiger sind (die fielen bei Holgers Bestellung ja doch recht deftig aus) oder sogar ganz wegfallen. Zwar muss man dafür oft Lieferzeiten von mehreren Wochen in Kauf nehmen, doch die Ersparnis ist meist so enorm, dass sich die längere Wartezeit fast immer lohnt.

Vielleicht verzichtet WISH auch aus diesem Grund auf präzisere Produktbezeichnungen und -beschreibungen: Die Suche nach einem deutlich günstigeren Angebot auf Ebay wäre sonst wohl wirklich zu bequem. Denn unterm Strich ist das in fast jedem Fall die preiswerteste Variante: Einfach alle die neuen crazy Schrottprodukte, für die man sich auf WISH anfixen lassen hat, bei den billigsten China-Anbietern auf Ebay zusammensuchen, jede Menge Versandkosten einsparen und am Ende auch nicht sehr viel länger warten als es beim „Original“ der Fall gewesen wäre. :shrugdog:

Danke für die Erklärung. Ist dann aber schon eine spezielle Versandart und nicht generell so.

Bezüglich des „white saviourism“ muss man der Autorin hier schon recht geben. In Sachen Hilfsprojekte wird Afrika in Europa immer gleich dargestellt. Die Organisation Raid-Aid beklagt die schon seit langen Jahren. Deren Spruch „stereotypes harm dignity“ ist richtig . hier mal ein Video von denen

Im Bericht ist geht diese Problem leider etwas unter und wird schlecht dargestellt, so dass meiner Meinung nach, dies vom Zuschauer nicht nachvollzogen werden kann.

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Ich zitire mal AlexiBexi - dem habe ich nichts hinzuzufügen:

Ich guck den Typen nicht wirklich gerne, aber wenn er dasselbe sagt wie ich, hat er sicherlich recht. :blush:

Übrigens, falls jetzt nach Deans nordkoreanischer Modenschau jemand auf den Geschmack gekommen ist und vom „sympathischsten“ Diktator ever einfach nicht genug kriegen kann:

Economy International Shipping für unter 90 Cent. Bei WISH wären es wahrscheinlich mindestens 3-5 Euro. Nun haben wir immerhin die Wahl zwischen teuer und günstig versendetem Schrott. :mrgreen:

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Sagen wir mal so: Er bleibt alleine verbal deutlich unter dem Niveau, dass er drauf haben könnte. :wink:

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Mal kurz ein Kommentar zum Rassismusbeitrag - ich denke auch, dass im PULS-Beitrag einige schiefe Argumente drin sind.

Ich finde den Fokus des Beitrags (auch wenn ich nicht alles schlecht finde) aber auch insgesamt etwas unglücklich. Nicht, dass ich die negativen Erfahrungen von Menschen mit schwarzer Hautfarbe in Deutschland hier in irgendeiner Form kleinreden möchte - aber viel mehr Gewicht hätte der Beitrag wohl gehabt, wenn er sich ganz allgemein auf People of Color bezogen hätte. Denn es mag ja sein, dass nur ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund „Afrika“ hat - was übrigens nicht gleichbedeutend ist mit Menschen mit schwarzer Hautfarbe, aber dazu gibt es in Deutschland aus historischen Gründen keine Statistik - People of Color aber dürften viel öfter vorkommen und da gibt es ja auch rassistische Probleme.

Der Begriff meint ja Menschen, die anhand ihrer Hautfarbe, also eines äußeren Merkmals, dass sie nicht ablegen können, klar als Mitglied einer vermeintlichen sozialen Gruppe identifiziert werden können. Und davon gibt es VIEL mehr in Deutschland, wenn man zum Beispiel an die türkischen oder türkischstämmigen Mitbürger denkt. Und hätte man die in die Argumentation mit reingenommen, wäre dass doch viel aussagekräftiger gewesen.

Mir kommt das auch ein wenig bequem vor, weil sozusagen die meisten Menschen in Deutschland, die eventuell aufgrund ihrer Hautfarbe rassistische Erfahrungen machen, größtenteils ausgeklammert werden. Stattdessen wird der sicher wichtige Black-lives-matter-Diskurs aufgenommen, aber in Bezug auf die Sitatuation in Deutschland ist das fast der bequeme Weg … Oder was meint ihr?

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Tierschutzorganisationen betteln mit niedlichen Tierbabies und herzzerreißenden Geschichten auch regelmäßig nach Spenden. Gewisse Stereotypen scheinen nun mal zu funktionieren. Was wäre die Alternative, wenn am Ende weniger Geld bei rumkommt, weil man auf Emotionalisierungen wie hungernde, schwarze Kinder verzichten würde?

Ist wchwierig, aber was sagen denn die Betroffenen? Also nicht die privilegierten Schwarzen, die in Europa aufgewachsen sind, sondern die rassistisch dargestellten Kaffeebauern?

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Man mag es kaum glauben, aber es gab Zeiten in denen RTL und SAT.1 wenigstens versucht haben tolle Unterhaltung zu bieten ohne den moralischen Zeigefinger von ARD und ZDF eben, aber davon ist nichts geblieben. Dieses Sommerhaus ist ja wahrscheinlich ein Quotenhit und der Rest geht denen doch am A… vorbei. Warum auch Geld in aufwendige Mehrteiler ( war eigentlich auch mehr SAT.1 ) investieren wo man therapiebedürtige Menschen günstig abfilmen kann.

Mir kommt das alles vor, wie die letzten Zuckungen des Privatfernsehens, bevor es (in den letzten Jahren verdient) endgültig den Bach runter geht.
RTL ist zu einer Abspielstation für Primitivität verkommen, Pro7 eine Abspielstation für Sitcoms in Dauerschleife und warum es überhaupt noch Sat 1 gibt, frage ich mich auch schon seit Jahren.

Ich gucke Privatfernsehen schon seit einigen Jahren nicht mehr und vermisse überhaupt nichts. Der Beitrag von Holger über diesen Unfall von Sendung hat hier meine Meinung nur wieder bestätigt.

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Richtig. Wenn man Menschen davon überzeugen will, für die gute Sache mehr Geld zu bezahlen, muss ein persönlicher, emotionaler Bezug hergestellt werden. Den erreicht man nicht durch die Abbildung einer Kaffeebohne, sondern durch Bilder von anderen Menschen. Das stellt nicht nur einen stärkeren Bezug her, sondern unterscheidet das Produkt auch klar von unpersönlicherer Massenware. Fair Trade muss sich im Ladenregal schon auf den ersten Blick von konventioneller Massenware unterscheiden, sonst funktioniert das Konzept nicht.

Auch hier existiert wieder das Problem des fehlenden Realitätsbezugs: Die sogenannte Expertin baut ihr Wissen lediglich auf sehr theorielastigen Konstrukten auf. Mit Menschen, die tatsächlich im Bereich Fair Trade tätig sind, hat sie wahrscheinlich noch nie gesprochen. Auch die Reporterin hielt es nicht für nötig, Menschen zu befragen, die in diesem Bereich arbeiten. Unterm Strich hat sie in dieses ihr angeblich total wichtige Thema nur sehr oberflächliche, manchmal sogar völlig stümperhafte journalistische Arbeit investiert. Powered by Rundfunkgebühr/Demokratieabgabe. :smirk:

Sogenannte „White Saviors“ sind im Bereich Fair Trade kaum anzutreffen. Im Unterschied zu den wahren White Saviors (Menschen wie die Reporterin), sind die Leute im Fair Trade sowohl mit ihrer eigenen Arbeitskraft als auch finanziell sehr ernsthaft engagiert. Und das oft über viele Jahrzehnte hinweg. Unabhängig von Trends und Zeitgeist („Oh, daran habe ich ja vorher noch nie gedacht! Schaut her, jetzt bin ich fettkrass reeducatet!“ neuenhashtaginsprofilbildknall).

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Vielleicht - vielleicht auch nicht - nur sei sicher:
Auch die sog. „neuen Medien“ sind von dieser Art von Trash nicht gefeit.

Ich hoffe ja, dass dies nur die letzten Zuckungen vor einem „Gesundschrumpfen“ des Fernsehmarktes sind. (Aber die Hoffnung stirb bekanntlich zuletzt.)

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Meh, der ist politisch aber ziemlich einseitig (bedient z.B. das Klischee des notorisch kriminellen, sich „wie eine Axt im Walde“ aufführenden Ausländers).
Da find ich die hier weit besser.

Man darf dabei allerdings nicht zu sehr aus der eigenen medienaffinen und -kritischen Bubble urteilen. Lineares Fernsehen, sowohl ÖR als auch privat, ist immer noch sehr gefragt, zumindest bei der Personengruppe Ü30,; und gerade diese trashigen Promi-Shows á la Dschungelcamp erleben quotenmäßig ja gerade einen zweiten Frühling.
Es gibt allerdings langsam einen Transformationsprozess weg von eingekaufter US-Ware hin zu mehr Eigenproduktionen, die vermehrt erstmal exklusiv bei TVNow und JOYN laufen (selbst ARD und ZDF haben sich ja inzwischen größtenteils zu „Online First“ durchgerungen). Ich denke, langfristig werden die privaten Sender so überwiegend durch Zweitverwertung zu Werbeplattformen für die eigenen Streamingdienste. Möglicherwiese wird dann der Markt auch mit noch mehr, dann monothematischen Sendern (Krimi, Soap, Comedy, Sci-Fi etc.) aufgesplittet, um zielgruppenorientierter werben zu können.
Ein Vorteil des Ganzen könnte sein, dass auch die privaten Sender wieder mit mehr Mühe in deutsche Fiction investieren. Ansätze sind da ja schon zu erkennen.

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Hättest ja wenigstens KuchenTV verlinken können, der mit den gleichen Ausschnitten und Argumenten wie Holger schon vor 1 Monat ein Video darüber machte :wink:

Nee, der ist doof.

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SUPER traurig! Zur Not muss ich es mir nochmal privat bestellen. :neutral_face:

Kenn ich schon danke dir! Pr0gramm beschdeeeee. :smiley:

Dicke fette Kinder auf der ner Wurstwerbung… Moment das war doch früher Oliver Welke… image

Ohje - war das damit schon der erste Warnhinweis?

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„Therapeut hin oder her“ war wohl auf sich bezogen. Der Typ, der ihn rauswerfen wollte, ist doch der Fernsehhynotiseur, der sich scheinbar als Therapeut schimpft. Der hat doch auch die Mundakne der Katzenfrau da im Haus weggependelt - weiß ich von einem Freund… :see_no_evil: