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Eure Fragen an Uwe Boll

Wie schon angekündigt wird Uwe Boll uns zum zweiten Mal in Pantoffelkino beehren. Der Dreh findet in der kommenden Woche statt. Boll wird seinen neuen Film „Hanau“ vorstellen. Aber es wird natürlich auch genug Zeit sein, mit ihm über andere Themen des Lebens zu sprechen.
Daher:

Welcher Fragen habt Ihr an Uwe Boll?

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Gibt es für ihn prinzipiell (ethische) Grenzen der filmischen Umsetzung aktueller Ereignisse bzw. sollte es eine Karenzzeit zwischen Ereignis und fiktionaler Aufarbeitung geben?

Wenn ja, wie lang sollte diese mindestens sein?

Oder anders gefragt: Unter welchen Umständen hätte er von einer Umsetzung von „Hanau“ Abstand genommen?

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Was verbindet ihn mit Ex-Tele-5-Chef Kai Blasberg? Wie kam es zum gemeinsamen Podcast „Boll & Blasberg”?

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-Beim letzten Besuch konnte man heraushören, dass nach seiner Ansicht die Kritiker seine Werke abwerten, weil sie es immer bei seinen Werken tun.
Hat er schon darüber nachgedacht, seine Arbeit unter Pseudonym zu machen?
Oder ist die Branche so klein, dass die Kritiker davon sowieso (vielleicht über Schauspieler, Produktionsmitarbeiter usw.) Wind bekämen?

-Bzgl. Filmförderung:
Was müsste man seiner Meinung nach tun, um die Vetternwirtschaft innerhalb der deutschen Filmindustrie trockenzulegen und trotzdem die Finanzierung von Filmen zu sichern bzw. die Vorhaben von jungen Künstlern ohne Renommee umzusetzen?

-Seine Seite „Bollflix“ scheint nicht mehr/noch nicht zu existieren. Ist diesbezüglich noch etwas zu erwarten oder wurde das Vorhaben (vorerst?) auf Eis gelegt?

-Welche Projekte stehen demnächst an oder sind in Planung?

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Welche Verbindung hat er zu Videospielen, würde er sich selbst als „Gamer“ (muss ja nicht Pro/Hardcore sein, geht auch Casual/Gelegenheitsspieler) bezeichnen?

Und was hält er von anderen Videospielverfilmungen wie Resident Evil, Doom, Assassin’s Creed, Sonic, Free Guy, Mortal Kombat, Silent Hill, Battleship (alias Schiffe Versenken der Film :wink:) etc.?

Welche davon findet er gelungen/misslungen und inwiefern werden sie der Vorlage gerecht (bspw. indem das Spielprinzip/die Spielmechaniken eingebaut werden, Doom hat bspw. eine First Person-Sequenz)?

Wie steht er zu diesem ganzen Diversitykram?
Ich finde es hier und da gar nicht mal verkehrt, allerdings ist es bisher oft an der Umsetzung gescheitert, die Charaktere sind zu gut, zu wenige Schwächen wie Captain Marvel oder Rey, schlecht geschrieben, bspw. Dr. Who mit Jodie Whitaker.
Und teilweise agieren die Beteiligten auch noch schlecht in der Öffentlichkeit, bspw. hat mW Melissa McCarthy selbst diese Genderdebatte bei Ghostbusters so richtig losgetreten, weil sie kritische Stimmen zu den Trailern ad hominem angegriffen hat.
Brie Larson hat irgendeinen Murks gelabert und anstatt danach den Ball flach und den Mund zu halten das ganze noch weiter angefacht…
Ihre waghalsigen Stunts waren auch nicht vermessen :roll_eyes::

Man sollte diese mMn auch nicht zu sehr an das ggf. vorhandene männliche Vorbild anlehnen.
Wo sieht er die Probleme?

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Fragen an Herrn Boll:

  1. Hat die deutsche Presse über sein Filmprojekt „Hanau“ gelogen oder zumindest versucht, dem Film mit gezielt negativer Berichterstattung zu schaden?
  2. Fallen Herrn Boll noch weitere Beispiele ein, in denen die Presse sowohl über ihn als Person als auch über seine Filmproduktionen Falschbehauptungen verbreitet hat?
  3. Abgesehen von der negativen Berichterstattung - auf welche Art wurde hierzulande noch versucht, die Produktion und Veröffentlichung von „Hanau“ zu verhindern?

Ich freu mich schon sehr auf das Interview! :smiley:

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Was sagt Uwe Boll zum aktuellen Zeitgeist?

Er hat ja mMn mit „Postal“ bewusst eine Menge politisch inkorrekter Witze gemacht. Wie sieht er den aktuellen Trend, Filmemacher im Zweifel zu canceln oder zumindest moralisch zu diskreditieren, die sich bewusst dieser politischen Korrektheit NICHT unterwerfen?

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Ist bzw. war das wirklich sein Letterboxd-Account?
Und: Wurde er tatsächlich gelöscht oder ist er nur gegangen? :grimacing:

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Er hatte sich zurecht vor ein paar Jahren mal köstlich darüber amüsiert, dass ausgerechnet die stocksteifen Ferch/Ferres/Berben-Öffentlich-Rechtlichen eine an Breaking Bad angelehnte Serie planen wollten. Würde er, wenn ARD oder ZDF ihn kontaktieren würden, eine auf dem US-Fernsehen basierte Idee zu entwickeln, dies umsetzen oder bestehen einfach zu viele Unterschiede in den Sehgewohnheiten, sodass so etwas nur sehr schwer zu realisieren wäre?

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  • Uwe kritisiert gerne deutsche Filme und die Filmförderung im Allgemeinen. Gab es dennoch Produktionen der letzten Jahre die er für Gut gefunden hat ?

  • Da er sich häufig zur Corona-Pandemie äußert, würde ich gerne seine Haltung zu Luftfiltern erfahren.

Wird bestimmt eine super Ausgabe !

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Sehr erfreulich, dass sich in diesem Thread auch Leute äußern, die sich sonst kaum zu Wort melden oder die sogar ganz neu ins Forum gekommen sind. Daraus kann sich selbstverständlich nur folgende Frage ergeben:

Herr Boll, wollen Sie für MGTV eine eigene Sendung machen?

Muss nichts Großes sein. Mit Boll würde sicherlich auch ein knackig kurzes 10-Minuten-Ding funktionieren. Ein- bis zweimal monatlich, ähnlich wie bei Kay Ray. Inhaltlich könnte es ein Rundumschlag zu den letzten (vier) Kino- und Fernsehwochen sein. Welche Filme und Serien hat Boll zuletzt gesehen, wie denkt er darüber? Was fand er einfach nur unfassbar scheiße, was fand er richtig genial?

Titelvorschläge:

  • Der Boll des Monats
  • Bollerama
  • Jetzt schlägt’s Boll!
  • Je Boller desto doller!
  • Die Sendung mit dem Boll
  • Bolls Kinoklatsche: Neuer Schutt aus Hollywood

Kann mir vorstellen, wenn man davon regelmäßig Snippets auf Youtube hochlädt, lockt das sicherlich auch immer wieder ein paar neue Abonnenten an.

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Die Idee mit einem Boll-Format bei MG fände ich auch klasse, z.B. könnte er die Filme kurz kommentieren, die bei den Neuerscheinungen vorgestellt werden oder sowas in der Art. Er müsste in dem Fall ja nicht mal nach Hamburg reisen, um das aufzuzeichnen, sondern könnte es von zuhause aus machen - viele seiner Interviews mit Youtubern etc. gibt er ja via Skype.

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Ob ein Uwe Boll sich für so etwas Zeit nehmen würde? Der hat sicherlich besseres zu tun. Zu Holgers ‚Pantoffelkino‘ kommt er bestimmt im Rahmen seiner PR für ‚Hanau‘. Eine der wenigen Gelegenheiten den Film aus seiner Sicht zu bewerben, in der Presse wird er sicherlich zerrissen und kritisiert. Kann mir gut vorstellen, dass Boll es auch zur Bedingung macht, dass der Ausschnitt auf YouTube veröffentlicht wird. Als Produzent muss er um jeden Zuschauer werben.

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Was mir gerade noch bezüglich des Filmhandwerks einfällt, wo würde er sich eher einordnen:

Bei Puristen wie Quentin Tarantino oder Christopher Nolan, die nach wie vor auf klassischem optischen Filmmaterial drehen (analog ist technisch falsch, analog wären Formate wie VHS[-C], Betacam, Video8/Hi8, die schon auf Bildröhren/CCDs und Magnetbänder setzen, das ganze aber noch analog kodiert und die Filmkopien für klassische Projektion können auch noch digitale Tonspuren enthalten) und weitestgehend auf CGI zugunsten von praktischen Effekten, Attrappen, Sets mit Kulissen usw. verzichten.

Bei welchen die mit der Zeit gehen wie zum Beispiel Steven Spielberg, Ridley Scott, Martin Scorsese; Hugo Cabret in 3D oder das De-Aging in The Irishman und viele andere Regisseure mit digitalen Kameras (Sony CineAlta/HDCAM (in den 2000ern), RED, Arri Alexa oder auch Consumergeräte wie DSLR/DSLM (die EOS 5D Mk II war da so ein Meilenstein oder in den letzten Jahren die Sony Alpha 7s und Panasonic Lumix GH-Serie), GoPros oder andere Actioncams), Motion Capturing, CGI usw.

Oder etwas/wo dazwischen, beispielweise eben digitale Kameras und Produktion, aber man verzichtet eben nach Möglichkeit auf CGI (sofern die practical Effects nicht deutlich teurer sind), Greenscreens etc.?

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Deswegen ja ein kleines Format, das auch nur einmal monatlich laufen kann.

Wie Bolls Zeitbudget derzeit aussieht, weiß ich nicht. Aber auf mich wirkte es bisher so, als wäre er immer sehr redefreudig, wenn ihn jemand nach seiner Meinung fragt. Dabei scheint Boll keinen Unterschied zu machen, ob ihn ein kleinerer Youtube-Kanal als Gast einlädt oder ein größerer. Wenns in seinen Terminplan passt, scheint er sich für solche Dinge gern Zeit zu nehmen. Was vermutlich auch daran liegt, dass er von Mainstream-Publikationen eher selten eingeladen wird.

Hinzu kommt, dass seine meist sehr deftigen Meinungsäußerungen auf Plattformen wie Twitter, Facebook und Youtube oft zensiert werden würden. Boll ist allerdings sicherlich nicht der Typ, der sich gerne einen Maulkorb anlegen lässt. Genau das würde eine Plattform wie MG-TV für ihn umso attraktiver machen. Hier könnte er frei Schnauze reden und muss nicht mit ständigen Strikes rechnen. Immerhin ist er nun schon zum zweiten Mal zu Gast und fühlt sich anscheinend ganz wohl hier.

Kurzum: Fragen kostet nix. Warum sollte man sich schon vorher entmutigen lassen?

Ich lebe seit meiner Geburt sehr nahe an Hanau und bin dort auf den Gymnasialzweig einer Gesamtschule gegangen. In meiner Kindheit habe ich da leider oft Gewalt von Menschen mit Migrationshintergrund erfahren und ich machte in der Stadt wie auch in der Schule einen großen Bogen um „Ausländer“, besonders mit südländischem Aussehen. Das war ganz klar rassistisch, aber in meinem kindlichen/jugendlichen Denken bwahrte es mich davor, verprügelt zu werden.
Heute würde ich mich als politisch mittig bis links einordnen, gleichzeitig sehe ich in Hanau aber immernoch ein großes Problem bei der Verständigung zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und „Bio-Deutschen“ oder jenen, die sich als solche fühlen.
Jetzt meine Frage an Uwe Boll:
Im Anschluss an den terroristischen/rassistischen Anschlag wurde es ja so hingestellt, als sei das ein Einzelfall und Rassismus spiele in der Stadt gar keine Rolle, da würden alle „zusammen stehen“. So sehe ich das aber nicht, im Gegenteil: es gibt viel Rassismus und es gibt auch viel Gewalt und Aggressionen von Menschen mit Migrationshintergrund, dieser Konflikt befeuert sich wohl gegenseitig. Inwiefern hat Uwe Boll das in seinem Film aufgegriffen?

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Das hast du Recht.

Nichtsdestotrotz wären regelmäßige Kommentare zu aktuellen Filmen schon mit Arbeit verbunden. Diese müsste er sich mindestens bezahlen lassen. Sollte Boll doch einen gesteigerten Kommunikationsbedarf zu anderen Filmen haben, dann sehe ich nicht, warum er dafür auf Plattformen wie YouTube gesperrt werden sollte. Dort werden in erster Linie Urheberrechtsverletzungen verfolgt. Äußerungen, die Verstöße gegen die Plattformregeln mittels Wortwahl oder Hassrede darstellen, brauche ich auch auf MG nicht.

Für Youtube sind mittlerweile schon die Dinge zu heiß, die Kay Ray sagt. :shrugdog: Aber ich möchte mich jetzt eigentlich mit dir nicht weiter in völlig absurde Horrorszenarien reinsteigern. Wir sind nun von „Boll hat wahrscheinlich eh keine Zeit“ schon bei „Hassrede brauche ich nicht“ angekommen. Im nächsten Kommentar erzählst du dann vielleicht, wie die Sendung mit Boll eine Verkettung von Ereignissen auslösen könnte, die zur Vernichtung unseres gesamten Planeten und Universums führt. :sweat_smile:

Ich kann mit dieser typisch deutschen Schwarzmaler-Mentalität einfach überhaupt nichts anfangen. Mit dieser Mentalität wären auch Projekte wie FKTV oder MGTV niemals möglich gewesen.

https://www.youtube.com/results?search_query=kay+ray

Beweisstück B was man so alles bei YouTube sagen darf. Staatsanwaltschaftlich abgesegnet: Antisemitische Aussagen: Wie das Unaussprechbare sagbar wird | tagesschau.de
P.S.: Ich mache mir die genannten Äußerungen nicht zu eigenen.

Ach, ich dachte, du wärst ein großer Fan hochspekulativer Argumente. Genauso wie du vorab befürchtest, Boll hätte eh keine Zeit und es könnte ja zu Hassrede führen, wenn man ihn frei Schnauze reden lässt, befürchte ich jetzt einfach mal, Kay Ray würde mit vielen der Videos, die bisher auf MG veröffentlicht wurden, bei Youtube Probleme bekommen. Mein Bauchi Bauchi sagt mir das so. :innocent:

Übrigens: Die doch sehr geringe Menge an Kay-Videos auf Youtube könnte darauf hindeuten, dass die Befürchtung nicht ganz unbegründet ist.

Zum Nachtrag von @LSD:
So kommt man von „Uwe Boll könnte doch mal ne Sendung für MG machen“ zu „Aber auf Youtube wird sogar Antisemitismus nicht zensiert“. Könnte also wieder eine dieser forentypischen Endlosdiskussionen werden, wo am Schluss keiner mehr weiß, worum es am Anfang überhaupt ging. Wie schnell man auf Youtube unangenehme Strikes bekommen kann, müssten wir als MG-Zuschauer allerdings bereits besser wissen als viele andere. Insofern erspare ich mir, mich auf diese Diskussion einzulassen. Denn der Antwort auf die Frage, ob Uwe Boll eine Sendung für MG machen will, kommen wir damit keinen Schritt näher. Ich glaube einfach mal, das kann Herr Boll besser beantworten als Herr @LSD. :icon_rolleyes: