Ein Gegenstand der Wissenschaft

Diskussion über den Blog-Artikel: Ein Gegenstand der Wissenschaft

Manchmal bin ich doch immer wieder erstaunt darüber, wie viele Menschen Fernsehkritik-TV inzwischen kennen. Interessant wird es natürlich vor allem dann, wenn Sekundärtexte über das Magazin erscheinen, also andere Leute sich inhaltlich damit auseinandergesetzt haben. Etwas ganz Neues ist für mich, dass Fernsehkritik-TV und auch meine Person nun Gegenstand einer wissenschaftlichen Arbeit geworden sind.

Daniel Hoffmann ist Student für Medienwissenschaften und Germanistik an der Universität Paderborn. Im Rahmen eines Seminars “Medien der Kritik” hat er sich deshalb mit Fernsehkritik-TV beschäftigt - und hierbei vor allem die Unterschiede zur “klassischen” Fernsehkritik herausgearbeitet.

Mit Einverständnis von Daniel und auch seinem Professor darf ich diese Arbeit hier veröffentlichen - eine interessante Lektüre, die auch mir als quasi Gegenstand der Arbeit noch neue Erkenntnisse gebracht hat. Sie können die Seminararbeit HIER downloaden.

Achtung: Eine unautorisierte Veränderung oder Verwendung der Arbeit ohne Angabe der Quelle ist natürlich - wie bei jeder anderen wissenschaftlichen Ausarbeitung auch - unzulässig.

Nachtrag: Daniel hat für seine Arbeit die Zensur 1,3 bekommen - herzlichen Glückwunsch! Aufgrund diverser Nachfragen können Sie HIER das Audio-Material mit der Beantwortung meiner Fragen downloaden.

kleiner Zwischenwurf: Es ist „Seminararbeit“, du hast eine Silbe vergessen :wink:

Interessant wäre noch zu erfahren, welche Endnote es dafür gab. Sieht auf den ersten Blick bis auf ein paar stilistische Ausrutscher („Fangemeinde“ ist eher ugs) doch sehr vernünftig und fundiert aus.
Wobei Dozenten meiner Erfahrung nach aber auch von einem Monat bis drei Jahren Korrekturzeit brauchen, je nach Arbeitsaufwand etc.

Und Holger: Die Studenten erobern FKTV, wir sind unter euch, muhaha! :smiley:

verbessert - danke!

Kann man das Interview irgendwo herunterladen?

Unterstreichen ist ja mal sowas von eine designtechnische Todsünde.

Coole Idee, aber mit der Größe des Ränderabstandes bekommt man ja schnell 20 Seiten voll… :lol:

…die auch mir als quasi Gegenstand der Arbeit noch neue Erkenntnisse gebracht hat.

Verrätst Du uns, welche das genau sind?
Ich fand die Abgrenzung zur „klassischen“ Kritik ganz interessant. :smt006

Kann man das Interview irgendwo herunterladen?

Würde mich auch interessieren…

Gibts da auch eine simple Deutsch-Fassung von? Ich verstehe die Verwissenschaftlichung der Sprache ja bei Forschungsbereichen wie Biochemie, aber doch nicht in der Soziologie. Wirkt für mich wie der plumpe Versuch, bei den Naturwissenschaften mit aufzuspringen. Schade, ein einfacher Artikel hätte mehr Eindruck hinterlassen.

Interessante Arbeit. Zuerst dachte ich Mist, der ist schneller als ich, doch sofort machte sich Freude breit.
Gibt diese Arbeit mir doch den ein oder anderen interessanten Ansatzpunkt für meine Untersuchung. Gerade das Fazit ist sehr nah an meinem Interesse.
Ich beschäftige mich in meiner Masterarbeit mit der Fragestellung: “Inwiefern findet online Kritik über öffentlich-rechtliches Fernsehen durch zivile Akteure statt?” Ich möchte analysieren wie in Onlineplattformen und Blogs das öffentlich-rechtliche Fernsehen kritisiert wird. Hierzu vergleiche ich Fernsehkritik.tv (als Dauerbeobachtung des Fernsehens) und zufällige Blogposts (als Einzelbeobachtungen).

auch sozialpädagogen und soziologen befassen sich mit wissenschaft und ein wissenschaftlicher umgangston bewegt sich nunmal auf sprachlich hohem niveau - was soll daran negativ sein? an einer uni oder fh ist man schließlich auch angehalten, seine arbeiten in professionell und wissenschaftlichem stil zu gestalten.
und etwas überzogen oder zwanghaft-wissenschaftlich kann ich in der arbeit nicht entdecken.

Die Seitenränder sind mal übles Seitenschinden :mrgreen:

Nun bist Du also ein Ggenstand wissenschaftlicher Forschung, Holger! Wie soll das nur weitergehen? :slight_smile:
Erst der Grimme-Award, dann der Auftritt von Kalki, nur das. Bald kommt sicher noch eine Reportage über Dich.´im Fernsehen. :smt006

Bald kommt sicher noch eine Reportage über Dich

Ja - und zwar bei RTL II, wo er als „Pädophiler“ (wg. der Kritik an Porno-Steffi und Tatort Internet), „Terrorist“ (wg. seiner Ablehnung von Internet-Sperren, Vorratsdatenspeicherung, etc.) und „Arschloch“ (wegen seiner Kritik an RTL) dargestellt wird :ugly

/edit …wenn überhaupt, dann kommt mal was bei einem ÖR-Spartensender, z.B. da wo „coldmirror“ läuft oder so…

Oder aber vom Dozenten vorgeschrieben, damit er Platz für seine Kritik an der Arbeit hat…

Nichtsdestotrotz ist das nach IPTV-Award, Grimme-Preis und Kalkofe eine schicke neue Trophäe für die geheime kleine Kammer (von der wir doch alle wissen, dass sie irgendwo in den kreymeierschen vier Wänden existiert… :wink: ). Meinen Glückwunsch, Holger! Und bitte weiter so. :smt023

Paderborn ist meine Heimat :smt007 Zurzeit bin ich aber in Heidelberg Biowissenschaften studieren, is auch ganz cool die Stadt :lol:

Ich finds ja interessant das man sowas im Seminar macht…wir halten in unseren Seminaren bisher nur Präsentationen und schreiben keine Texte über unsere Themen (wobei ich nicht finde das eine Präsentation da weniger Aufwand wäre :stuck_out_tongue: )

@Lee: Mit dieser soziologischen oder auch „absichtlich-unnötig-kompliziert-mach“ Sprache kann ich auch nie viel anfangen, aber ich denke für sowas gibts dann bessere Noten

Ich würde mal vom Gegenteil ausgehen: Meistens gibt es an der Uni Formvorgaben und eine Seitenzahlbegrenzung. Da ist es meistens schwieriger, sich am Ende kurz zu fassen, als irgendwie Seiten voll zu kriegen. Da versucht man am Ende eher die Ränder millimeterweise zu verkleinern oder sogar die Laufweite zu ändern, um noch innerhalb des Limits zu brauchen. Und trotzdem gibt es dann oft noch die Kritik: „Alles richtig, nichts überflüssig, trotzdem zu lang, trotzdem zu oberflächlich“. Vielen Dank auch…

Geh aus, wovon dir behagt :slight_smile: .

Ach das Seminar beim Ostermännchen? Sehr geil. Ich glaube sogar, den Herren zu kennen, der das geschrieben hat, zumindest vom sehen. Mensch, Paderborn, du Nabel der Welt :smiley:
Aber ist doch toll, dass der Holger nun auch mal Gegenstand einer Abhandlung wird ^^