Die Ludolfs...

Hallo,

eine Zeit lang habe ich sehr gerne die Ludolfs auf DMAX verfolgt. Auch wenn der grobe Handlungsverlauf der Serie ganz offensichtlich abgesprochen war, so gaben mir die vier Brüder dennoch ein gewisses Gefühl der Authentizität, das es in der Fernsehlandschaft sonst einfach nicht gibt. Diese immer gleich bleibenden Handlungsabläufe und Rituale strahlten auch immer eine Art Konstanz und damit Sicherheit aus.
Ja, die Ludolfs gibt es wirklich und sie betreiben tatsächlich eine Autoverwertung. Ja, man konnte früher auch anrufen und nach Teilen fragen. Und ja, sie sind wirklich so freundlich und offen (ein Kumpel von mir war mal dort).

Ansonsten sind die Ludolfs ungebildet, ungepflegt, aber vor allem herzensgut und scheinbar ehrlich. Umso mehr hat mich dieser stetig fortschreitende Prozess der Vermarktung der Brüder schockiert, der jetzt wohl auf seinem unbestrittenen Höhepunkt angekommen ist. Nach dem Tod von Günther hat die frühere Produktionsfirma offenbar ihre Planungen auf´s Eis gelegt, wobei ich dazu nirgends etwas näheres gefunden habe.
Die andauernden Auftritte bei den Raab-Sendungen, mit den dämlichen Kommentaren von ‘Moderatoren’ wie Sonja Kraus waren ja schon schlimm genug. Nachdem ich aber von ihrem Auftritt mit Jürgen Milski im ZDF-Fernsehgarten und Manni´s Teilnahme bei der Alm auf Pro7 erfahren habe, fragte ich mich ernsthaft, wo und was da falsch gelaufen ist und wer für diese Grausamkeiten verantwortlich zeichnet.

Aber das beste kommt ja noch: Seit Montag kann man täglich neue 5-minütige Folgen der Ludolfs auf bild.de bewundern, die die Ludolfs bei den Vorbereitungen und Dreh zu ihrem neuen ‘Schlager-Hit’ mit dem Arbeitslosen Jürgen Milski (dessen Werdegang ja hier nicht weiter erklärt werden muss) zeigen. Ich habe mich seit der letzten Stromberg-Staffel nicht mehr so fremd geschämt. Hier der Link: http://www.bild.de/unterhaltung/tv/die- … .bild.html
Tja und wer hat das ganze verbrochen? Richtig, die selbe Produktionsfirma, die auch solche televisionäre Meisterwerke wie ‘‘Mitten im Leben’’, ‘‘Die Mädchen-Gang’’ oder ‘‘Deutschlands schlauste Nageldesignerin’’ zu verantworten hat.

Ich weiß nicht… mir geht diese ganze tragische Geschichte wirklich nahe. Sicher war die Serie nie anspruchsvoll o.ä., aber in gewisser Weise genau das Gegenteil der ganzen Scheinwelt von RTL.
Wie seht ihr das?

Viele Grüße

Schade, schade!! Aber diese Vermarktung war ja leider abzusehen. Ich vermute einfach mal, dass hier die Gutherzigkeit der Brüder ausgenutzt worden ist und ihnen irgendwelche Knebelverträge aufgeschwatzt worden sind.

Am Geld kann es bei denen wohl kaum liegen. Als ich mit einem Kumpel von mir beim “Tag der offenen Tür der Ludolfs” war, haben wir mit Nachbarn gesprochen und die meinten, dass die Ludolfs wohl schon vor dem ganzen Rummel Millionäre waren.

Klar war die Sendung absolut anspruchslos. Im grunde genommen sind die Brüder auch vollig dreckige und ungepflegte Typen. Es liegt wohl einfach daran, dass die Ludolfs zu einer aussterbenden Rasse gehören. Es sind einfach Menschen, denen Oberflächlickeiten egal sind und deren Familie zusammhält.

Was war denn an der letzten Stromberg Staffel so schlimm?

Was war denn an der letzten Stromberg Staffel so schlimm?

Damit meinte ich den speziellen und beabsichtigten Humor der Serie - das unmögliche Verhalten von B. Stromberg eben, bei dem man sich fremd schämen muss :wink:
War missverständlich, sorry.

Also wenn die alte Produktionsfirma wirklich so menschlich war und gesagt hat sie brechen ab und schlachten den Todesfall nicht aus - Respekt.

Dass jetzt mit den Ludolfs so ein Schindluder getrieben wird war vorauszusehen - Denen wird doch weiß Gott was erzählt, die sind doch viel zu gutgläubig und nett um auch mal “nein” zu sagen. Das wäre zumindest mein Eindruck von ihnen.

http://www.youtube.com/watch?v=MvygHrg8-q0

Dort waren die Ludolfs noch wirklich sehenswert, weils nicht zu 100% nach Drehbuch is.

In der Stockcar- und Autobastlerszene waren die Ludolfs allerdings auch schon lange vor ihren Fernsehauftritten sehr bekannt. Im Westerwald sowieso, ist ja schließlich die einzige Sehenswürdigkeit dort.

Am Geld kann es bei denen wohl kaum liegen. Als ich mit einem Kumpel von mir beim „Tag der offenen Tür der Ludolfs“ war, haben wir mit Nachbarn gesprochen und die meinten, dass die Ludolfs wohl schon vor dem ganzen Rummel Millionäre waren.

Ja, das habe ich auch schon von verschiedenen Leuten gehört. Deshalb haben sie angeblich auch den Großteil des Geldes, welches sie durch die Fernsehauftritte verdient haben, gespendet.
Auch ist bekannt, dass größere Produktionsfirmen (die zum Beispiel für RTL und Pro7/Sat1 arbeiten) schon lange Interesse an den Ludolfs haben. Wir können uns also schon auf ein „Mitten im Leben - Ludolfs Special“ o.ä. freuen :smt011

Ich fand die Ludolfs früher auch sehr sympathisch. Einfach, weil sie das krasse Gegenteil von dem sind, was man normalerweise in der heutigen Fernsehlandschaft sieht: Sie sind hässlich, dick, ungepflegt, kindlich-naiv, legen keinerlei Wert auf Geld, Äußerlichlichkeiten oder Statussymbole, lieben ihre Familie und ihre Freunde über alles und sind unerhört ehrlich und authentisch. In der heutigen Fernsehwelt, wo man sonst entweder nur männliche und weibliche Models mit den besten Markenklamotten und penetrantem Zahnpastalächeln oder saufende, arbeitslose, vor laufenden Kameras herumkeifende Asoziale sieht, taten die Ludolfs wirklich gut.
Was allerdings in letzter Zeit geschieht, macht diesen “Ludolfs-Zauber” aber völlig kaputt. Der Song zusammen mit Jürgen Milski und die Bild-Serie, die hier schon erwähnt wurden, sind dafür perfekte Beispiele. Man versucht jetzt offenbar diese sehr ungewöhnlichen und daher schwierig zu vermarktenden Ludolfs “fersehmainstreamfähiger” zu machen, in dem man das Niveau der Sendung an das von anderen Reality-Soaps wie “Mitten im Leben” oder “Frauentausch” angleicht. Bei mir wecken die Ludolfs daher kein Interesse mehr. Wirklich schade.
Ich glaube allerdings, dass die Ludolfs bei solchem Schmutz nur mitmachen, weil sie einfach so naiv und wenig clever sind: Die lassen sich - aus ihrer an sich sympathischen Naivität heraus - alles aufschwatzen, was die “Onkel” vom Fernsehen ihnen so erzählen.

Früher war ich Fan. Heute bin ich nur noch enttäuscht. Mit dem Tod von Horst-Günter ging es los:

Regieanweisungen auf der Beerdigung des eigenen Bruders zu folgen finde ich allein für sich schon krass. Dann die Sache mit dem angeblichen „Freund“ Bert Wollersheim. Dessen Limousine parkte schön auffällig direkt vor dem Friedhof, seine deutlich jüngere Ehefrau mitten im kalten Winter in einem so kurzen Minirock, dass man ihn unter ihrer bis etwas über den Po gehenden weißen Jacke nicht einmal sehen konnte. Weiß fällt in einer Gruppe von meist schwarzgekleideten Trauernden natürlich besonders auf. :ugly Damals startete ja auch dessen Serie von derselben Produktionsfirma. Diese angebliche Freundschaft wurde dann ja auch so gelobt, was für ein toller Kerl er doch sei, der Bert. Nun kann man von Prostitution halten, was man will, das will ich gar nicht thematisieren, aber es passt nicht mit dem zusammen, was die Ludolfs den Leuten immer erzählen von wegen nur einen einzigen Partner im Leben und man müsse die Frauen ehren. :roll: Seine Haftstrafe wegen erpresserischem Menschenraub hat er ja wohl abgesessen, die ist für die Ludolfs anscheinend kein Thema.

Als Jürgen Milski dann dazu kam, war für mich endgültig Schluss. Das war mir zuviel und seither bin ich kein Fan mehr. Die beiden für das Lied gecasteten sogenannten Tänzerinnen waren ja auch nicht der Brüller. Bei einer der Beiden handelt es sich um eine gewisse Pinar, die schon vorher in Pro7-Sendungen mit ihrer Naivität und eher geringen Bildung, so scheint es zumindest, aufgefallen ist.

Interessant ist auch, dass Manni auf der Alm ganz frei von seiner Freundin erzählt hat. Diese wurde monatelang verleugnet trotz vieler Augenzeugen. Einigen wurde sogar mit Klage gedroht. Auch das passt nicht zu der stets gepredigten Ehrlichkeit. :?

Vielleicht sind die Ludolfs wirklich ZU gutgläubig und ZU kritiklos. Mal sehen, was da noch so kommt.