Die Buskampagne

Du hast aber eingangs pauschal von Pentagrammen geredet … und diese verteufelt, was auf Unkenntnis der Materie hindeutet.

Satanistische Pentagramme sind - wie schon gesagt - umgedreht, also Spitze nach unten, wobei diese noch zusätzlich verlängert dargestellt wird (aber nicht muß), was dem Ganzen dann das schematische Aussehen eines Ziegenkopfes als Symbol für Satan verleiht.

Das kann auch bedeuten, dass beides umgedreht ist.
So wars gemeint.

Ich kenne viele Leute die mit RAF Logo und Kommunistenstern auf den Klamotten rumlaufen, einfach weils gerade in Mode ist. Oder mit einem Palituch, sind das deshalb antisemitische Kommunistenterroristen?

Diese ganze krampfhafte Anti-Religionshaltung vieler Atheisten geht mir mindestens genauso auf den Senkel, wie das Gerede fundamentalistischer Christen. :expressionless: Teilweise habe ich schon Texte lesen müssen, wo Buddhisten angeblafft wurden, weil sie ja so gemein theistisch (!!) sind … :shock:

Ich kenne viele Leute die mit RAF Logo und Kommunistenstern auf den Klamotten rumlaufen, einfach weils gerade in Mode ist. Oder mit einem Palituch, sind das deshalb antisemitische Kommunistenterroristen?

Nein, das nervt genauso.

Das ist aber noch kein Grund es nicht mitzuteilen.
Sicherlich nervt es manchmal, aber solange sie einen nicht zu penetrant nerven sind sie im Recht.

Sich darüber aufzuregen, dass jemand ein (Petrus-) Kreuz trägt, finde ich ziemlich kleinlich.
Dir ist es doch auch erlaubt dich z.B. mit deiner Musik oder deinem Fußballverein zu identifizieren.

Sich darüber aufzuregen, dass jemand ein (Petrus-) Kreuz trägt, finde ich ziemlich kleinlich.
Dir ist es doch auch erlaubt dich z.B. mit deiner Musik oder deinem Fußballverein zu identifizieren.

Sicher, aber Religion geht wohl etwas tiefer.

Wenn man gefragt wird, welcher Religion man angehört o.Ä. und dann die Wahrheit sagt, ist das völlig in Ordnung.
Das heißt aber nicht, dass man es jedem, den es nicht interessiert, mitteilt.[/quote]

Ein umgedrehtes Pentagramm ist ein Drudenfuß, Wikipedia sagt dazu folgendes: Der Drudenfuß, auch als Pentagramm oder Alpfuß bezeichnet, stellt in der Heraldik eine gemeine Figur dar. Er ist ein uraltes sternförmiges Schutzzeichen gegen nächtliche Spukgeister, die Druden.

Ich hab hier mehrfach gelesen das es den Leuten auf dein Zeiger geht wenn man die ganze zeit die meinung der anderen gesagt bekommt so funktioniert halt Werbung. Aber ich empfinde Buswerbung als angenehmer als die Werbung im Fernsehen oder Leute die auf einen zukommen. Da hat man wenigstens seine Ruhe, man kann das Zeug lesen, muss aber nicht. Und wenn mans trotzdem gelesen hast wieso noch weiter daran stören? Sowas ist mir deutlich lieber wie wenn die Christen oder Atheisten plötzlich einen Werbespot hätten oder mich ansprechen/anrufen.

Sowas ist mir deutlich lieber wie wenn die Christen oder Atheisten plötzlich einen Werbespot hätten oder mich ansprechen/anrufen.

Das kommt vermutlich auch irgendwann.

Du hast dich hier jetzt gegen Religion aber auch gegen Atheismus ausgesprochen. Kannst du mir erklären zu was du dich zählst?
Oder an was du glaubst bzw. nicht glaubst.

Du hast dich hier jetzt gegen Religion aber auch gegen Atheismus ausgesprochen. Kannst du mir erklären zu was du dich zählst?
Oder an was du glaubst bzw. nicht glaubst.

Ich bin Agnostiker.
Und ich habe mich weder gegen Religion noch gegen Atheismus ausgesprochen, sondern nur dagegen, dass man seinen Glauben jedem, den es nicht interessiert, mitteilt.
Leute, die an Gott glauben, respektiere ich genauso, wie ich die respektiere, die nicht daran glauben.

Dann schlag doch mal vor das GG zu ändern. Wer braucht schon Meinungsfreiheit und den ganzen Kram? :wink:

also erst mal zur klärung: pentragramm stellt ein uraltes zeichen für alle möglichen magischen, göttlichen und energetischen zusammenhänge dar, eine kleine mathematisch-geometrische spielerei. heute deutet man es als das zeichen für die 4 elemente und den äther/geist/die energie/das leben, die sich in der bekannten welt verbinden. also ein lebensbejahendes zeichen, energetisch sehr kraftvoll (wenn man dran glaubt).
es umzudrehen, bedeutet, sich vor etwas schützen zu wollen. (so, mich pisst es nämlich immer an, wenn ich als überzeugte pentagrammträgerin auf satanismus angesprochen werde, weil sich eh keine sau auskennt)
satanisten missbrauchen sowohl kreuz als auch pentagramm, indem sie es umdrehen und damit zeigen wollen, gott bzw. göttliche existenzen quasi zu negieren.
übrigens sind satanisten wesentlich komplexer als viele von euch wissen oder glauben. im grunde sind sie einfach nur regellos innerhalb einiger regeln, und sie sind dem atheismus näher als man denken könnte. ja ich weiß, klingt kompliziert, aber wer sich näher damit beschäftigt, wird wissen, was ich meine.

was die kampagne angeht, so finde ich die versuche von beiden seiten einfach nur lächerlich. sorry, aber ich kann keine religion respektieren, die es nötig hat, zu missionieren oder andere dazu zu bringen, über schlechtes gewissen zu ihrer erlösung zu finden. und ich finde diese millitanten atheisten ebenso lächerlich, die um jeden preis versuchen, gott zu widerlegen. die wahrheit ist doch, dass beide gruppen es nicht genau wissen.

klug wäre es von beiden seiten, sich einzugestehen, nichts zu wissen, aber den weg zum glück zu suchen, jeder auf seine art und weise und die andere seite leben zu lassen, wie sie es für richtig hält. und zwar deshalb, weil keiner gott belegen oder widerlegen kann und deshalb keiner recht hat.

allerdings gibt es für mich keine diskusion, dass religiöse zeichen (und was auch immer das atheistische pendant dazu ist) nach außen getragen werden dürfen und sollen. solange man sich damit niemandem aufzwängt.

Aber ich halte das auch für Schwachsinn, man sollte die Menschen lieber vernünftig aufklären, dann bräuchten sie keinen Glauben an übernatürliche Wesen.

Also das Wort “Aufklärung” mit dem abbringen vom Glauben zu verbinden halte ich ja für derart arogant, ich weiß darauf echt nix zu sagen.

Find ich bescheuert…
Nur weil es in London Bibelzitate auf den Busen gab muss das jetzt unbedingt nach Deutschland?
Die Kirche wird man auch in den nächsten 50 Jahren nicht aus der Gesellschaft kriegen also sollte man den Glauben akzeptieren so wie man andere Sachen akzeptiert.
Ich denke heutzutage muss man sich nun wirklich nicht mehr von Glauben belästigt fühlen (und schon garnicht in Deutschland).

Find ich bescheuert…
Nur weil es in London Bibelzitate auf den Busen gab muss das jetzt unbedingt nach Deutschland?
Die Kirche wird man auch in den nächsten 50 Jahren nicht aus der Gesellschaft kriegen also sollte man den Glauben akzeptieren so wie man andere Sachen akzeptiert.
Ich denke heutzutage muss man sich nun wirklich nicht mehr von Glauben belästigt fühlen (und schon garnicht in Deutschland).

Wenn mans nicht schnell ändern kann, sollte mans nicht versuchen?

“Sie haben Krebs, aber die Chancen stehen schlecht, dass sie noch lange leben, deswegen Operieren wir nicht”?

Ist die Kirche so schlimm wie Krebs? Ist sie ein Geschwür, dass entfernt werden muss?
Natürlich hat diese Kirche ihre Fehler (ich behaupte mal, die katholische noch mehr als die evangelische), aber wenn man allein mal schaut, was die Kirche alles tut im sozialen Bereich! Ohne die Kirchen gäbe es doch kaum Diakonien, wo Behinderte fair behandelt werden und zu ordentlichen Bedingungen arbeiten können. Die ganzen Kindergärten und Ausflüge, die von der Kirche organisiert werden, um Familien zu entlasten. Caritas, Bahnhofsmission usw.
Ohne die Kirchen in Deutschland sähe es ziemlich traurig aus im sozialen Bereich!

Man muss nicht an das Christentum und seine Mission glauben, aber man sollte zumindest dankbar sein, dass es Menschen gibt, denen die Missstände in der Gesellschaft nicht egal sind und die täglich anderen helfen.
Ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass man mich nach einem Konzertbesuch (gibt es ja auch interessante Angebote, die eben nicht unbedingt kirchlich sind) in einer Kirche umringt hat und gefragt hat, wie ich es mit der Bibel halte und ob ich nicht öfter kommen wolle.

Mit Meinungsfreiheit hat das nichts zu tun. Wie gesagt, ich habe nichts dagegen, dass man zu seinem Glauben steht - wenn man danach gefragt wird. Ich habe auch nichts dagegen, dass man irgendeiner Religion anhängt.
Es gibt nur einfach Dinge, die man meiner Meinung nach der Öffentlichkeit nicht mitteilen muss/sollte.
Beispielsweise kenne ich jemanden aus einer Parallelklasse, der von einigen Atheisten gemobbt wird, weil er oft Jesus-T-Shirts trägt. Sicher ist das größtenteils Fehlverhalten von Seiten der Atheisten, aber wenn er diese T-Shirts nicht tragen würde, könnte er sich eine Menge Ärger ersparen.
Und sowas ist bestimmt kein Einzelfall. Religion ist nun mal gut darin, Konflikte auszulösen, deshalb sollte man nicht ganz so leichtfertig damit umgehen.

Du weißt schon was unter Meinungsfreiheit steht?
Jeder hat das Recht, aber nicht die Pflicht, seine Meinung frei zu äußern.
Wenn sich jemand äußern will, dann sollte er dies auch tun.
Wenn ihn jemand daran hindern will, dann kann er sich darüber beschweren (beim Lehrer, Direktor, Polizei, usw.) oder wenn möglich auch wehren (Selbstverteidigung). Er kann auch nachgeben (anderes T-Shirt), aber würde das die Angreifer wirklich stoppen?

Wenn sich jemand äußern will, dann sollte er dies auch tun.

Ich habe gerade erklärt, warum ich das in diesem Fall problematisch finde.

Wenn ihn jemand daran hindern will, dann kann er sich darüber beschweren (beim Lehrer, Direktor, Polizei, usw.) oder wenn möglich auch wehren (Selbstverteidigung). Er kann auch nachgeben (anderes T-Shirt), aber würde das die Angreifer wirklich stoppen?

Nein, nichts davon würde sie stoppen. Dafür ist es zu spät. Er hätte diese T-Shirts gar nicht erst anziehen sollen.

Tag!

Kampagne finde ich super, so haben einige Menschen die Gelegenheit sich mal geistig zu betätigen.

Die Diskussion darüber, ob man seinen (Un)Glauben unaufgefordert mittleilen muss/soll/will, empfinde ich jetzt als Korinthenkackerei hier, wie will man Menschen, die Gott als Sinn ihres Lebens sehen, dazu leiten, das nicht öffentlich zu tun?
Und wenn einer nen umgedrehtes Kreuz auf seinem TShirt hat, meine Güte, wie schlimm. :roll:
Ich finde es völlig in Ordnung sich mit Religion auseinanderzusetzen - in jeglicher Form - immerhin hat das alle Kulturen der Welt maßgeblich geprägt.

@Jenkins

sondern nur dagegen, dass man seinen Glauben jedem, den es nicht interessiert, mitteilt.

Na ja, dann sollten auch die Kirchenglocken aufhören zu läuten, schließlich wird mir so auch immer wieder mit geteilt, dass es Menschen christlichen Glaubens gibt. ?