Der Spiegel über Hart aber Fair

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,645223,00.html

Habe die Sendung gestern auch gesehen und dachte mir gleich, dass der ganze Sendungsaufbau irgendwie zerfahren wirkte. Kaum war man mal in nem Thema drin, gabs nen Einspieler oder der nächste Punkt wurde schon angerissen. Das übliche Politiker-Geschleime über soziale Gerechtigkeit etc. gabs natürlich auch und natürlich die heuchlerische Betroffenheit bei der Tochter mit der Hartz IV-Gitarre. Da kommt einem echt die Kotze hoch,w as die Politiker da immer für gespielte Mitleidsäußerungen von sich geben.

Hab es mir gestern gar nicht erst angetan (von “Harpers Island” hatte ich mehr) - “Hart aber fair” hat sich wahrlich zu einer Geschwätz-Show entwickelt. Damals im WDR war die mal richtig gut - schade!

In solchen Talk-Shows dürfen Politiker gar nicht mehr ihre Standpunkte klar ausformulieren. Es geht von einer Aussage zur nächsten unterbrochen durch kleine Einspielfilme. Und gerade dann, wenn es spannend wird, unterbricht der Moderator, um ein anderes Thema anzusprechen.
Und dann wundert man sich, dass man in der Politik nur noch Parolen hört.

Sehr schade! Frank Plasberg hat mich früher immer sehr beeindruckt mit seiner Schlagfertigkeit und Hintergrundwissen. Der war immer sehr gut vorbereitet und hat sich nicht einlullen lassen.