Demonstrationen

Wieso merkt es eigentlich niemand, dass diese gesamten Demonstrationen alle schwachsinnig sind?

Schon alleine die Tatsache, dass man sie anmelden muss, regt mich auf. Ich wäre langsam ehrlich gesagt für einen Putsch der Regierung, um wieder eine richtige Demokratie einzuführen.

Ein gutes Beispiel… http://www.taz.de/regional/berlin/aktue … e-trinken/
Natürlich gibt es wesentlich mehr…

Außerdem werden Demos doch sowieso ignoriert, ich bin eigentlich kein Fan von Gewalt, aber ich würde mir wünschen, die Deutschen würden es wie die Franzosen machen, einfach Autos anzünden und ein paar Politiker solange gefangen nehmen, bis die Forderungen des Volkes durchgesetzt werden.

So, das war jetzt wieder mal einer meiner Hass-Threads :stuck_out_tongue:

Wie soll eine Regierung einen Putsch machen :smt017
Was glaubst du wem die angezündeten Autos gehören die angezündet wurden, den Politikern ? :smt021

So weit ich weiß kann jeder demonstrieren wann, wo und wie er will (solange keine Rechte anderer verletzt oder Gesetze gebrochen werden), ohne (!) Ankündigung.
Ich weiß z.B. das eine Hand voll Lehrer, meiner Schule, ab und zu sich einfach bei uns in die Innenstadt stellen und demonstrieren. Im Film “GG 19” (kann ich übrigens empfehlen) hat sich ebenfalls eine Frau einfach vor den Bundestag gestellt und demonstriert. Der Film bezieht sich auf das Grundgesetz (wer hätte es gedacht) und da steht nun einmal unter Artikel 8 “Versammlungsfreiheit”, dass man sich ohne Anmeldung treffen kann. Was bei der Demo gesagt wird, fällt wohl unter Meinungsfreiheit.

Das Ankündigen bezieht sich, denke ich, auf Groß-Demos und dient dem Schutz aller beteiligten (bzw. damit die Ordnungshüter die Situation einschätzen können). Wenn mehrere Tausend Leute sich auf einem Haufen versammeln kann das schon mal ausarten.

Ob Demonstrationen Wirkung zeigen, lässt sich wohl schwer klären. Ich bin da aber durchaus optimistisch.

Edit: Ich hab etwas recherchiert.
Okay, Versammlungen unter freien Himmel müssen (aber nicht immer) mindestens 48h vorher angekündigt werden. Versammlungen können untersagt werden, wenn man z.B. auf/bei Denkmälern demonstriert.

MfG
Thomas

Was soll denn bitte “richtige Demokratie” sein? Kannst du das mal näher ausführen?

Ich hoffe nur du siehst es nicht als Akt demokratischer Willensäußerung an, wenn sich Mobs von jungen Leuten am Eigentum anderer vergehen, um den ihrer Meinung nach nötigen “Systemwechsel” einzuleiten. Derartiges hat in der Vergangenheit nie zu mehr, sondern immer zu weniger an Demokratie geführt.

Ich glaube dir ist das Prinzip der Kausalität nicht ganz klar. Genau jetzt beginnen in einigen deutschen Großstädten, Mobs junger Leute damit, öffentlich das Grundgesetz laut zu lesen. Sie wollen damit auf den Abbau der Demokratie hinweisen, der kurz nach 9/11 begann und bis heute konsequent weiter geführt wird. Weniger Demokratie gibt es unabhängig von Demonstrationen und beschwört diese geradezu herauf. - Und eine Demonstration pauschal als einen gewalttätigen Akt zu bezeichnen, ist ein Hohn gegenüber allen friedlichen Teilnehmern. Die meisten Krawalle treten ohnehin erst dann auf, wenn ein Agent Provocateur auftaucht und medientauglich Unruhe stiftet um somit einen Vorwand zu liefern, friedliche aber dennoch für die herrschende Kaste unangenehme Demonstrationen aufzulösen. Die Nachrichten treten dann das Märchen vom Gewaltexzess breit und spielen dazu Marschmusik. Es ist traurig, dass darauf immer noch Leute herein fallen.

Genau jetzt beginnen in einigen deutschen Großstädten, Mobs junger Leute damit, öffentlich das Grundgesetz laut zu lesen. Sie wollen damit auf den Abbau der Demokratie hinweisen, der kurz nach 9/11 begann und bis heute konsequent weiter geführt wird.

Ich wüsste nicht, dass sich die Struktur der demokratischen Entscheidungsprozesse in Deutschland seit 2001 großartig verändert hätten.
Es gab gewiss einige Einschnitte in die Bürgerrechte, die aber umstritten sind und deshalb zurecht offen und öffentlich diskutiert werden. Ich sehe da keinen Verlust an Demokratie, da ja die Diskussion ein wesentliches Element jeder Demokratie ist. Außerdem haben wir mit dem Verfassungsgericht einen, wie ich finde, äußerst guten Wächter über die demokratischen Prinzipien in der Gesetzgebung.

Und eine Demonstration pauschal als einen gewalttätigen Akt zu bezeichnen, ist ein Hohn gegenüber allen friedlichen Teilnehmern.

Ich habe keinesfalls Demonstrationen als gewalttätig bezeichnet. Ich habe lediglich gesagt, dass sich Demonstranten, wenn sie zu Gewalt gegen Sachen und Personen greifen (darauf bezog sich norman), außerhalb der freiheitlich, demokratischen Grundordnung bewegen und ich solche Ausschreitungen nicht als Form der demokratischen Willensäußerung akzeptiere.

Die meisten Krawalle treten ohnehin erst dann auf, wenn ein Agent Provocateur auftaucht und medientauglich Unruhe stiftet um somit einen Vorwand zu liefern, friedliche aber dennoch für die herrschende Kaste unangenehme Demonstrationen aufzulösen. Die Nachrichten treten dann das Märchen vom Gewaltexzess breit und spielen dazu Marschmusik. Es ist traurig, dass darauf immer noch Leute herein fallen.

Halte ich für Blödsinn.
Die friedlichen Demonstranten müssen einfach jede Kooperation mit Unruhestiftern ablehnen, diese isolieren und eventuelle Gesetzesverstöße notfalls auch der Polizei melden. Der Wille zu solchen Maßnahmen ist aber leider in jüngerer Vergangenheit nicht wirklich erkennbar gewesen.

Ich sehe das nicht so! In meinen Augen haben wir in den letzten vier Jahren einen großteil unserer freiheitlichen Grundsätze aufgegeben - oder wir geben sie gerade auf. Angefangen bei der Internetzensur über eine Flut von Überwachungskameras bis hin zur “Terrordatenbank”. Das Ganze führt so weit, dass du als potentieller Terrorist betrachtet wirst, wenn du dir ein paar Gäste aus dem nahen Osten einlädst. Wohin soll das noch führen?

Die Verbrecher, die diese Gesetze beschlossen haben sollten mit sofortiger Wirkung ihres Amtes enthoben werden!

Genau! Immer schön kuschen, sich verstecken und den Kopf in den Sand stecken. Wegen dieser verbreiteten schwachsinnigen Meinung bei den Hippie- und Clowndemonstranten geh ich nicht mehr zu Demos. Auf Demos schlägt der Staat gerne zu, sperrt ein und missachtet jegliche Rechte der Menschen. Und du forderst, dass man sich gegenseitig verpetzt? Pfui! Du kotzt mich an!

Richtig! Deutschland hat offenbar immer noch nichts dazugelernt was passieren kann, das fängt immer mit kleinen demokratischen und privaten einschränkungen an. Aber wer weiß wie weit es dann geht?

Deutschland ist zu einem präventiven Überwachungsstaat verkommen. Jeder ist verdächtig, jeder läuft Gefahr, überwacht zu werden oder in die Fänge der Justiz zu geraten. Unter diesen Umständen ist keine wirkliche Demokratie lebensfähig. Demokratie lebt von der Freiheit des Einzelnen. Wer überwacht wird, ist nicht frei und verhält sich entsprechend anders. So aber kann keine Demokratie funktionieren. Schau mal in Richtung Internet-Zensur und die damit verbundene Beweislastumkehr beim versehentlichen Erscheinen eines Stoppschildes auf dem Bildschirm. Glaubst du, jemand der Gefahr läuft, wegen vermeintlichen KiPo-Konsums in den Knast zu wandern, obwohl er gar nichts getan hat, aber nicht in der Lage ist, seine Unschuld zu beweisen, klickt noch unbefangen auf einen Link? Demokratie lebt auch von Informationsfreiheit - die damit nicht mehr gegeben sein wird.

Das BVerfG hat zum Volkszählungsurteil in den 80’ern das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung eingeführt - und das genau damit begründet. Den Verfassungsverbrechern unserer Regierung ist das herzlich egal. Sie planen ein Gesetz und bauen dort 120% ihrer Vorhaben ein - wobei sie natürlich Grundrechte verletzen. Dann schreitet irgendwann das BVerfG ein und stutzt alles auf 100% zurück. Einsatzziel erreicht: Maximal zulässige Grundrechtseinschränkung. Schönen Dank auch!

Das ist kein Blödsinn. Die Provokateure fielen 2001 in Genua richtig auf. Der gesamte “Schwarze Block” - die obersten Kravallstifter der Demo wurden von der Polizei bewaffnet und in Ruhe gelassen. Das alles mit dem Ziel, die Demo aufzulösen. Es gab damals einen Toten … und mir wird schlecht, wenn ich daran denken muss, dass es immer noch Leute (wie dich) gibt, die das ganze als rechtstaatlich legitim betrachten.

Mach mal die Augen auf und traue dich, über deinen Tellerrand hinaus zu schauen. Dann wirst du sehen, dass die heile Welt an die du glaubst, eine pure Illusion ist. Eine rosa Brille mag hilfreich sein, wenn man ein sorgenfreies Leben führen will - für die eigene Freiheit ist sie aber eher schädlich.

Ein aktuelles Beispiel kann ich dir auch nennen: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/erst-ausfuellen-dann-kaffee-trinken/ (In diesem Deutschland lebst du übrigens. Auch du bist davon betroffen!)

Das ist kein Blödsinn. Die Provokateure fielen 2001 in Genua richtig auf. Der gesamte „Schwarze Block“ - die obersten Kravallstifter der Demo wurden von der Polizei bewaffnet und in Ruhe gelassen. Das alles mit dem Ziel, die Demo aufzulösen. Es gab damals einen Toten … und mir wird schlecht, wenn ich daran denken muss, dass es immer noch Leute (wie dich) gibt, die das ganze als rechtstaatlich legitim betrachten.

Dann muss man sich als Organisator vielleicht mal fragen, ob es sinnvoll ist Autonome in seinen Reihen mitmarschieren zu lassen, oder ob man solchen Organisationen nicht von Anfang an sagt, dass man mit ihnen nichts zu tun haben will. Das funktioniert auf der anderen Seite des politischen Spektrums doch auch.

Mach mal die Augen auf und traue dich, über deinen Tellerrand hinaus zu schauen. Dann wirst du sehen, dass die heile Welt an die du glaubst, eine pure Illusion ist. Eine rosa Brille mag hilfreich sein, wenn man ein sorgenfreies Leben führen will - für die eigene Freiheit ist sie aber eher schädlich.

Ein aktuelles Beispiel kann ich dir auch nennen: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/erst-ausfuellen-dann-kaffee-trinken/ (In diesem Deutschland lebst du übrigens. Auch du bist davon betroffen!)

Das Verhalten der Polizei ist natürlich inakzeptabel. Und ich bin auch generell der Meinung, dass die Bürgerrechte in Deutschland stark angegriffen werden. (woher weißt du überhaupt, dass ich in Deutschland lebe? Ist die Überwachung schon so weit :smiley: )
Diese Einschnitte sind aber allesamt durch demokratische Entscheidungen rückgängig zu machen. Wenn du also statt „Abbau der Demokratie“, „Abbau der Bürgerrechte/Rechtsstaatlichkeit“ gesagt hättest, hätte ich den Satz fast unterschreiben können. Ich bleibe allerdings der Meinung, dass Gewalt zu keinem Zeitpunkt als Meinungsäußerung zu akzeptieren ist.

Dann mal auf deutsch, damit du es auch verstehst: Es gibt keine andere Seite des Spektrums. Der Schwarze Block waren Bullen in zivil, die Unruhe gestiftet haben um die G8-Demo auflösen zu können. In Heiligendamm (Deutschland!) war es genauso. - Wieso sollten die friedlichen(!) Demonstranten etwas unternehmen? Ist es nicht viel mehr so, dass die Staatsmacht nicht solche Schweinereien zu machen hat? In welcher Bananenrepublik leben wir eigentlich?

Ähm. Ein Abbau von Bürgerrechten und Rechtstaatlichkeit führt zwangsläufig zu einem Abbau von Demokratie. Dazu werden Grundrechte ja beschnitten, damit der Pöbel das Maul hält und die Typen ohne lästige Widerworte alleine regieren können.

Wenigstens in dem Punkt sind wir uns einig. :slight_smile: Gewaltfreiheit funktioniert immer und gibt der Staatsmacht keine Gelegenheit, ihrerseits Gewalt zu legitimieren. Schlägt sie aber trotzdem zu, reißt sie sich selbst die Maske vom Gesicht. - Darum gibt es wahrscheinlich auch den schwarzen Block. Man stelle sich vor, die ganzen unliebsamen Demos blieben friedlich. Das wäre eine Katastrophe …

Dann mal auf deutsch, damit du es auch verstehst: Es gibt keine andere Seite des Spektrums. Der Schwarze Block waren Bullen in zivil, die Unruhe gestiftet haben um die G8-Demo auflösen zu können. In Heiligendamm (Deutschland!) war es genauso. - Wieso sollten die friedlichen(!) Demonstranten etwas unternehmen? Ist es nicht viel mehr so, dass die Staatsmacht nicht solche Schweinereien zu machen hat? In welcher Bananenrepublik leben wir eigentlich?

Mit der anderen Seite des Spektrums meinte ich, dass sich konservativ, demokratische Kräfte nicht mit den braunen Sozialisten und deren Schlägertrupps gemein machen.
Friedliche Demonstranten sollten etwas gegen Gewalt in ihren Reihen unternehmen, damit sie ihren eigenen Ansprüchen auf demokratischen Diskurs genügen. Sie können durch Ausgrenzung gewalttätiger Gruppen deutlich unterstreichen, dass sie oppositionelle Positionen demokratisch und gesittet artikulieren können und ihr Anliegen diskutiert sehen wollen.

Wenn ich dich gerade richtig verstanden habe, dann sind nur konservative, also rechte Demonstranten “gute” Demonstranten. Sozialisten (“Linke”) sind Nazis (und noch weiter rechts als die rechten Konservativen) und überdies auch noch gewalttätig. Aha. - Andererseits kann ich nicht glauben, dass du das damit zum Ausdruck bringen wolltest, denn es ergibt keinen Sinn. Erkläre mir bitte, was du damit sagen wolltest.

Ich hätte auch noch gerne deine Meinung in Bezug auf die Ausschreitungen des Schwarzen Blocks gewusst, die du so geflissentlich unter den Tisch fallen lassen hast. Wenn sich Bullen in zivil bzw. auch vermummt in eine friedliche Demonstration begeben, dort anfangen zu randalieren und anschließend von ihren Kollegen in Uniform nicht abgeführt, sondern in Sicherheit gebracht werden, während Eingreiftrupps die bis dahin friedliche Demonstration gewaltsam niederknüppeln, dann findest du das in Ordnung und hast nichts weiter dazu zu sagen, als dass sich die Demonstranten besser von Krawall-Bullen (BEAMTE! STAATSDIENER!) distanzieren sollen? Das ist nicht dein Ernst!

Wenn ich dich gerade richtig verstanden habe, dann sind nur konservative, also rechte Demonstranten “gute” Demonstranten. Sozialisten (“Linke”) sind Nazis (und noch weiter rechts als die rechten Konservativen) und überdies auch noch gewalttätig. Aha. - Andererseits kann ich nicht glauben, dass du das damit zum Ausdruck bringen wolltest, denn es ergibt keinen Sinn. Erkläre mir bitte, was du damit sagen wolltest.

Da hast du aber einiges überhaupt nicht richtig verstanden. Zum Mitschreiben; meine Punkte im von dir zitierten Beitrag waren:

  • Linke und globalisierungskritische Gruppierungen haben während vieler ihrer Demonstrationen ein Gewaltproblem, dass sich darin äußert, dass der “schwarze Block” randaliert oder gezielt Polizisten angreit.
  • Da eine hinreichende Distanzierung der, größtenteils friedlichen, Demonstranten ausbleibt, lassen diese Krawallmacher einen Bild entstehen, dass auf die friedlichen Demonstranten projeziert wird.
  • Anstatt sich aber von den Gewalttätern zu distanzieren, beschönigen die Orginisatoren das Problem und stellen sich als Opfer einer repressiven Staatsmacht dar.
  • Demokratisch-Konservative Vereinigungen haben hingegen auf etwaigen Demonstrationen kein Gewaltproblem, und lehnen ein Zuzsammenarbeit mit Radikalen durchweg ab.
    Ich habe also weder gesagt, dass Sozialisten Nazis seien (ich habe es eher andersherum dargestellt) noch behauptet, dass linke Demonstranten per se gewalttätig seien.

Ich hätte auch noch gerne deine Meinung in Bezug auf die Ausschreitungen des Schwarzen Blocks gewusst, die du so geflissentlich unter den Tisch fallen lassen hast. Wenn sich Bullen in zivil bzw. auch vermummt in eine friedliche Demonstration begeben, dort anfangen zu randalieren und anschließend von ihren Kollegen in Uniform nicht abgeführt, sondern in Sicherheit gebracht werden, während Eingreiftrupps die bis dahin friedliche Demonstration gewaltsam niederknüppeln, dann findest du das in Ordnung und hast nichts weiter dazu zu sagen, als dass sich die Demonstranten besser von Krawall-Bullen (BEAMTE! STAATSDIENER!) distanzieren sollen? Das ist nicht dein Ernst!

Wenn du mir dazu vielleicht auch nur den Hauch eines Beweises liefern könntest, wäre ich dir doch sehr dankbar. Ich halte Behauptungen solcherart für grundweg blödsinnig und habe sie deshalb auch gar nicht erst kommentiert.

Schön, dass immer Beweise gefordert werden, wenn das eigene heile Weltbild Gefahr läuft, von der Realität eingeholt zu werden. Ich kann nichts beweisen, weil ich nicht dort war. Aber ich kann dir ein Karnickel aus dem Hut zaubern, wenn du das möchtest. :wink: Probiere es mal mit selber denken und recherchieren und versuche dabei die Frage „cui bono“ zu beantworten.

Heiligendamm: http://zmag.de/artikel/Sie-kamen-durch- … ovokateure
Genua: Eine WDR-Doku namens Gipfelstürmer - Die blutigen Tage von Genua (Sehr empfehlenswert!)

im übrigen ist es egal, ob sich “echte” demonstranten im schwarzen block befinden, oder “getarnte bullen”. Absolute Nicht-Toleranz von Gewalt sollte von jedem Demonstranten vorgelebt werden, egal von wem sie kommt, ganz einfach um dem Anliegen die Möglichkeit zu geben, ernstgenommen zu werden. Wir leben immer noch in einem Rechtsstaat und im Rahmen solcher Regeln kann und darf Gewalt nicht geduldet werden, weder von Seiten der Ordnungshüter, noch von Seiten der Bürger. Und wer jetzt den Rechtsstaat verneint, der nimmt dieser Diskusion ohnehin den Boden.

Und es zeigt sich ja an zahlreichen Ereignissen früherer Geschichte (schönes Beispiel Baader Meinhof), wie gut es funktioniert, mit Gewalt und Entführung Ziele zu erreichen, die das gesamte staatliche System angehen… :roll: lernt denn hier gar niemand was aus der Geschichte? Gewalt bedeutet für diejenigen, die etwas ändern könnten nur das eindeutige Signal, genau das Gegenteil zu tun. Also toller Vorschlag, norman :lol: .

Mein Motto: es geht auch ohne!

Natürlich muss es ohne Gewalt gehen. Gandhi hat bewiesen, dass es möglich ist mit konsequenter Gewaltfreiheit seine Ziele zu erreichen. Da stimme ich dir voll und ganz zu!

Meine Zustimmung erhältst du aber nicht auf die Aussage, dass es keine Rolle spielt, ob die Gewalt von Polizisten ausgeht, oder nicht. Die Aufgabe der Polizei ist es für Ruhe und Ordnung zu sorgen, nicht Krawalle zu stiften um so unliebsame Meinungen niederknüppeln zu können. - DAS ist eines Rechtstaats, einer Demokratie in jeder Hinsicht UNWÜRDIG! Sowas gibt es nur in Polizeistaaten. Alle Verantwortlichen, gehören wegen Hochverrats zur Maximalstrafe verknackt. (Meine Meinung.)

Jetzt noch ein paar Worte zur Distanzierung von Gewalttätern auf Demonstrationen: Du solltest nicht vergessen, dass da ein Haufen Leute unterwegs sind, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, sich aber ansonsten überhaupt nicht kennen. Stell dir vor, du demonstrierst irgendwo friedlich gegen die Zensur von Fernsehkritik.tv (um es mal an einem fiktiven Beispiel fest zu machen ;)) und plötzlich tauchen neben dir bewaffnete, gewaltbereits, gröhlende Typen auf. Sagen wir 100 Stück. Was würdest du tun? (Achtung: Diese Frage ist nicht an deine moralischen Ansichten gerichtet. Zivilcourage ist eine gute Sache … aber nicht jeder hat den Mut dazu. Ich für meinen Teil, würde mich denen garantiert nicht gegenüber stellen und sie bitten, den Blödsinn sein zu lassen. Dazu bin ich viel zu feige.)

Und damit sind wir beim Knackpunkt: An dieser Stelle hat der schwarze Block gewonnen, denn die Demonstranten müssen, wollen sie nicht in Misskredit geraten, die Demo abbrechen und auflösen. Wenn der schwarze Block nun zur Polizei gehört, hat der Staat sein Ziel erreicht und Kritiker mundtot gemacht.

Mission accomplished!

Meine Zustimmung erhältst du aber nicht auf die Aussage, dass es keine Rolle spielt, ob die Gewalt von Polizisten ausgeht, oder nicht. Die Aufgabe der Polizei ist es für Ruhe und Ordnung zu sorgen, nicht Krawalle zu stiften um so unliebsame Meinungen niederknüppeln zu können. - DAS ist eines Rechtstaats, einer Demokratie in jeder Hinsicht UNWÜRDIG! Sowas gibt es nur in Polizeistaaten. Alle Verantwortlichen, gehören wegen Hochverrats zur Maximalstrafe verknackt. (Meine Meinung.)

Es ging aber nicht darum, ob das Einsetzen von Provokateuren richtig, falsch, legal oder illegal ist.
Die Frage war, warum sich die friedlichen Demonstranten nicht vom schwarzen Block distanzieren. Da es ja anscheinend verbreitete Ansicht ist, dass die Polizei die Autonomen unterwandert um der globalisierungskritischen Sache zu schaden, wundert es mich umso mehr, dass Autonome regelmäßig die gleichen Infrastruktuern nutzen könen wie die friedlichen Demonstranten.

Es ist ja auch nicht so, dass die Autonomen bei Demonstrationen plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Autonome Gruppierungen sind regelmäßig teil der Aktionsbüdnisse gegen Rechts/Globalisierung/Robbenmord etc. und wohnten z.B. während Heiligendamm und Straßburg in den gleichen Camps, wie die anständigen Demonstranten. Sie können also die Infrastruktur deer friedlichen Demonstranten nutzen und sich ohne Anfeindung in deren Mitte bewegen. Und das ist das einzige und eigentliche Problem, das immer wieder dazu führen wird, dass aus der Mitte einer friedlichen Demonstration Gewalttaten verübt werden.

Bisher hat noch keiner der Organisatoren einer Demo zur Gewalt aufgerufen. Auch sind die meisten Teilnehmer friedlich, lassen sich aber mitunter auch gern mal provozieren. Dieser Umstand wird von der Obrigkeit ausgenutzt, um eine Eskalation herbei zu führen. Gelingt das nicht, tauchen die Vermummten auf. Urplötzlich sind sie da und wenn sie enttarnt werden, finden sie Schutz bei der Polizei. Findest du das nicht merkwürdig?

An welcher Stelle friedliche Demonstranten und (bezahlte bzw. verbeamtete) Krawallstifter die selben “Infrastrukturen” benutzen, ist mir ziemlich schleierhaft. Straßen meinst du damit hoffentlich nicht?

Und noch etwas: Glaubst du ernsthaft, friedliche Demonstranten würden gewaltbereite Irre in ihren Reihen akzeptieren, wenn diese nicht aufmarschartig antreten? Wohl kaum. Jeder weiß, dass diese Typen die Vorboten roher Polizeigewalt sind. In Heiligendamm hat man sich von denen distanziert. Eskaliert ist die Sache dann trotzdem (wenn auch nicht wirklich massiv), als man einen der Vermummten als Polizisten enttarnte, der gerade dabei war, Steine zu auf seine Kollegen zu werfen. - Oh und hoppla! Die anderen Krawallstifter haben sich dann sofort hinter der Polizei versteckt, die diese dann auch freudig in Empfang nahm und schützte. Der enttarnte Bulle lief Gefahr, von wütenden Demonstranten (Infiltration ist nunmal eine Schweinerei) richtig schön verprügelt zu werden. Ich hätte es allen beteiligten - und insbesondere dem Bullen in vermummt-zivil ja gegönnt, aber die Mehrzahl der Demonstranten war besonnen genug, ihn zurück zu seinen Kollegen zu bringen und von der wütenden Meute abzuschirmen.

Ich gebe deine Aussage, die Demonstranten sollten sich von den Unruhestiftern distanzieren, hiermit an dich zurück und ergänze um die Frage: Wie weit sollen sich friedliche Demonstranten von der Polizei distanzieren?