Demokratie

Momentan zieht ein Aufschwung durch die Politik. Haufenweiße alte Menschen ohne Ahnung vom wirklichen leben reden über Themen von denen sie nichts verstehen. Herzlich willkommen in der Demokratie. Wie die Intelligenz und Lernresistente Regierung ja weiß kommt es nicht darauf an die Richtigstellung von Themen zu erwirken oder Probleme zu lösen sondern möglichst viele Bürger durch Hexenjagden auf ihre Seite zu ziehen.

Dafür haben die Politiker eine breite Palette von Möglichkeiten zur Auswahl wie sie den Klischee behafteten Bürger von heute konvertieren können.
Die einen reden von Killerspielen die sie selbst nur durch Atari Konsolen und evtl. sogar noch der Dreamcast kennen. Ohne sich jemals mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben. Die anderen reden über Pedophile und einer wirkungs- und sinnlosen Internetzensur um unliebsame Gegner auszuschalten. Die Möglichkeiten und Verbindungen der verschiedenen Themen sind nahezu unbegrentzt aber wenn man die Kreativität der gemeinen Qualle hat reicht einem auch ein einziges Thema.

Am ende bleibt dem Bürger aber selbst überlassen von wem er sich die nächsten 4 Jahre richtig bescheißen lassen will. Schließlich leben wir in einer Demokratie hier darf man noch auswählen wer einen über den Tisch zieht. Das ist doch immerhin fortschrittlicher als bei gewöhnlichen Kredithaien die einen wahllos irgendwelche Schläger auf den Hals hetzen. Aber das Endprodukt ist eben dasselbe. Viel wird versprochen und nichts wird gehalten, Hauptsache man hat sich die nächsten 4 Jahre sorglos auf den Thron deutscher Bürger gesetzt sorgen kann man sich ja bei der Nächsten Wahl machen.

Und es klappt jedes Mal. Alle 4 Jahre stürmen die deutschen zu den Wahlurnen um ihre im Endeffekt unwichtige Meinung abzugeben. Ganz klar auch mangels alternative. Geht man nicht wählen ist man nicht Patriotisch genug, aber wenigstens wird man hier nicht gekreuzigt wie es in Amerika der Fall wäre.

Die Demokratie ist ein System das die Politiker zum Gewinner macht während der Bürger nur negative Veränderungen spürt im Grunde ganz ähnlich einer Monarchie. Schließlich hat der Bürger kein richtiges recht auf Entscheidung sondern legt sein Schicksal trotz Wahl in die Hände einiger weniger. Natürlich kann man nicht bei jeder Kleinigkeit den Bürger selbst Fragen. Das würde zu lange dauern. Oder etwa doch nicht? Vielleicht hält das Internet irgendwann noch politische umfragen für Gesetze bereit in dem der Bürger tatsächlich seine Meinung zu allem Kundtun kann und diese dann sogar in Statistiken beachtet wird.

Wie unsere Zukunft aussieht weiß niemand. Denn global betrachtet ist die Änderung des Politischen Systems katastrophal wenn nicht alle anderen Länder mitziehen. Boykotierung und Krieg sind immer die Folge oder sogar der einzige weg einer Politischen Änderung.

Viele Leute sind gestorben damit es überhaupt die Demokratie gibt, aber vielleicht sind sie einfach so gestorben wie sie es für jede andere Ideologie auch getan hätten wenn sie von ihr überzeugt werden. Menschen die von der einen Regierung als Helden gefeiert werden werden in der anderen zum Tode verurteilt. Dabei ist die Bildung einer Regierung grundsätzlich sinnvoll. Sie sorgt für eine gewisse Ordnung und Sicherheit. Grundsteine auf die man sich verlassen kann. Doch die gewählten oder erwählten am Anfang evtl. noch von dem Einsatz für die Bevölkerung überzeugt verändern sich. Korruption und Machtgier machen sich in jedem Menschen breit der die Möglichkeit dazu hat. Und für das spätere sorglose Leben wird möglichst viel Geld unauffällig in die eigene Tasche geschoben.

Kann man der Demokratie und allgemein der Politik also nur böses unterstellen? Mit Sicherheit nicht. Denn es gibt immer ausnahmen und man kann nie für alle Politiker sprechen und von jedem sagen er habe nur schlechtes im Sinn. Aber auf jeden der dem Volk gutes will kommen wahrscheinlich 10 die nur auf den eigenen Vorteil aus sind. Was ist die Lösung? Ich weiß es nicht. Und eventuell werde ich die Lösung auch nicht miterleben. Aber ich bin mir sicher die Demokratie wird nicht das letzte und die endgültige Politische Regierungsform sein.

Okay, und was soll man jetzt auf dein Postulat antworten? Worüber willst du diskutieren? Mir erschließt sich das nicht gänzlich.
Falls es darum geht, dass man mit seiner Stimme ja eh nichts ändern kann, die Diskussion wurde ja schon im “Wenn heute Wahlen wären…”-Thread besprochen. Ich bin der Meinung, dass man wählen gehen sollte. Nicht zu wählen oder gar bewusst ungültig zu wählen, ist doch albern! Diesen Protest kriegen vielleicht die ehrenamtlichen Wahlhelfer mit, aber nicht die “hohen” Politiker. Wem bringt ein solches Verhalten an der Wahlurne was? Wenn man dann einwirft und sagt “Es ändert sich ja eh nichts”, dem kann ich nur entgegnen: "Ja, durch dieses Verhalten ändert sich wahrlich nichts! Danke!"
Dann kommt die Argumentation: “Die Parteien halten doch eh nicht ihre Versprechen” Wieder kann man antworten und sagen: “Dann zwingt sie dazu” “Und wie?” In dem man sie nicht mehr wählt, in dem man seinem Bundestagsabgeordneten auf den Wecker geht und ihm Emails schreibt, sich an die Zeitung wendet, aktiv wird, Petitionen einreicht. Dann kommt die Frage: “Und was ist die Alternative?” Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich werde bei den diesjährigen Wahlen der Piratenpartei meine Stimme geben. Eventuell reicht es ja für 1-2%, das wäre schon ein Achtungserfolg. Und wenn einem letztlich keine Partei zusagt, dann gründet man eben selber eine Interessensgemeinschaft. Es ist selten so, dass alle Parteipunkte einem gleichermaßen gefallen.
My two cents.

Aber auf jeden der dem Volk gutes will kommen wahrscheinlich 10 die nur auf den eigenen Vorteil aus sind.

Ich glaube du hast einen völlig falschen Eindruck. Ich würde das Verhältniss genau andersherum sehen. Fast alle die sich den Job des Politikers antuen, machen das aus Altruismus und nicht aus Egoismus. So negativ wie dieser Job im Volk angesehen ist, kann ich es mir auch nicht anders vorstellen.

Die meisten Politiker tuen nur nicht das was du für richtig für das Volk hälst. Aber viele finden das gut, nämlich die die diese Partei gewählt haben. Schäuble glaubt wirklich etwas für das Volk zu machen und die Leute die CDU wählen, wollen auch mehr Sicherheit und finden das gut fürs Volk. Mit der Wirtschaftspolitik ist das nicht anders. Wenn wir die Betriebe stärken und die Wirtschaft nutzt das auch dem Volk: „Sozial ist was Arbeit schaft“ (Schlachtruf der CDU/FDP und von Horst Köhler). Dieser Spruch könne asozialer nicht sein und ich bin auch der Meinung das sich diese Politik gegen das Volk richtet, aber aus der Sicht „der Politiker“ und der Wähler der diese Partei ihre Stimme gegeben haben ist das eben richtig und für das Volk.

Das Politiker nach Macht streben ist doch nur natürlich. Ich finde nicht, dass man ihnen das Vorwerfen kann, denn Macht bedeuten nur seine Vorstellungen von Politik für das Volk umsetzten zu können. Und ein bisschen Kariere denken, wenn man das Hauptberuflich macht gestehe ich auch jedem zu. Ich bin zwar auch für mehr direkte Demokratie, finde aber die momentane Situation vollkommen OK. Auch wenn ich der Meinung bin das die momentane Politik der Bundesregierung mehr schlecht als recht ist. Ich werde trozdem die Partei wählen die meinen Vorstellungen am nächsten kommt. Das ist zum Glück eine die im Bundestag sitzt, aber wenn sie das nicht wäre würde ich sie trozdem wählen. Ich „verschenke“ auch jedesmal meine Erststimme weil ich eben nicht bereit bin CDU oder SPD zu wählen. 100% Übereinstimmung mit einer Partei kann es nicht geben, dass geht selbst den Partei-Funktionären und erst recht den Parteimitgliedern nicht anders. Kleineres Übel würde ich es trotzdem nicht nennen. Kompromisse in der Partei und später in einer Koalition ist das Wesen einer parlamentarischen Parteien Demokratie. Wer diese Kompromisse als Lügen diffamiert hat entweder die Demokratie nicht verstandenoder oder ist ein Demagoge und/oder kein Demokrat.

Edit an den Forumsbetreiber: Wie kann ich Dauerklotzer sein? Ich hab doch noch nicht einmal einen Fernseher. :smt017

Wenn all die, die wirklich wollen, dass sich etwas ändert nicht wählen gehen, brauchen sie sich auch nicht zu wundern, dass die Parteien, die wirklich etwas ändern wollen keine Stimmen bekommen.

Bevor man gar nicht wählt sollte man lieber seine Stimme einer der kleinen Parteien geben. Immerhin waren die Grünen auch mal ne ganz ordentliche Partei, als sie frisch in den Bundestag gewählt wurden.
Das alte Parteien irgendwann betriebsblind werden, muss nicht zwangsläufig damit zu tun haben dass 10 von 11 politikern korrupt sind, aber in der Politik verliert man eben irgendwann den Draht zum wirklichen Leben.

Als Beispiel: Obwohl ich ihn für die zur Zeit größte Gefahr für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung halte, glaube ich doch, dass Schäuble eigentlich nur gutes bewirken will.

Eigene Machtposition schützen durch Einschränkung der Rechte anderer? Was Gutes bewirken ja, aber nur für sich und seine Partei.