Das Dilemma amerik. Serien im dt. TV

Ich musste entsetzt feststellen, dass die US Top-Serie “Dexter” nur im späten Abendprogramm bei RTL2 ausgestrahlt wird. Das kann ich einfach nicht verstehen. Solche genialen Serien werden anscheinend schon, weil die Sender Angst vor schlechten Quoten hat, auf einem Spartensender zur allerletzten Zeit gesendet. Warum gucken sich die deutschen Zuschauer so stumpfe Serien wie Autobahnpolizei (Explosionen, lächerliche Story, Schauspieler auf GZSZ-Niveau)an und nehmen Serien wie Dexter (sehr intelligentes Skript, Top-Schauspieler, super Unterhaltung) nicht an? Nur weil die Serie eine durchgehende Story hat und man nicht bei jeder Folge neu einsteigen kann?

Ich bin echt frustriert, zum Glück hab ich schon die ersten zwei Staffeln “Dexter” gesehen.

Das ist wieder das typische Fernsehproblem, um das es hier in jedem zweiten Thread geht :mrgreen:

Entweder gibt es zu viele Idioten in Deutschland, die die genialen oder komplexen Sendungen nicht verstehen können oder wollen, oder einfach nicht in der Lage sind sich auf so etwas einzulassen, da bei zu wenigen Explosionen, Morden und Krieg deren Konzentrationsvermögen ausgeschöpft ist, ODER die hohen Tiere des Senders glauben nur, dass ein Großteil der Bevölkerung so eingestellt ist.

Ich persönlich verstehe auch nicht wieso wichtige Sendeplätze häufig mit dem absoluten Müll belegt werden und gute Sachen zu unmöglichen Zeiten kommen. Darüber ließen sich sicherlich hunderte Verschwörungstheorien spinnen, doch am Ende steht man eigentlich wieder da wo man angefangen hat…

Hinzu kommt noch, dass die Serien bestenfalls 3 Jahre nach Erstausstrahlung im US TV im dt. TV erscheinen.
Andere europ. Länder schaffen das VIEL schneller.
Woran liegts? Überlastete Sychronisationsstudios? Träge Programmplaner? Träge Rechtehändler?

Sleeper Cell auf RTL2 - ein weiteres trauriges Beispiel: viewtopic.php?f=12&t=1255

Vielleicht sollte man in Betracht ziehen, dass Deutschland wohl weltweit eines der wenigen Länder ist das nahezu alle anderen Serien komplett synchronisiert. In Polen oder Dänemark zum Beispiel werden dann Untertitel benutzt, in Bulgarien habe ich es erlebt dass ein einziger (!) Sprecher alle Gespräche eines Films vorliest. :shock:
Das Synchronisieren hat also eine große Tradition in Deutschland, jedoch kann es doch nicht angehen, dass die Serie oft 3 Jahre später hier bei uns erscheint - so lange kann doch keine Synchronisation dauern! Ich kann 1 Jahr oder etwas mehr Verzögerung nachvollziehen, eine Synchro ist aufwendig und die Übersetzung ins Deutsche sollte nachvollziehbar und nahe am Original sein - klar! Bei anderen Serien klappt es ja auch, schaut euch die Simpsons an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_ … s-Episoden
Bei den neueren Folgen liegt ein knappes Jahr zwischen US-Premiere und D-Premiere. Und bei den Simpsons sind etliche Synchrosprecher tätig.

Ich musste entsetzt feststellen, dass die US Top-Serie „Dexter“ nur im späten Abendprogramm bei RTL2 ausgestrahlt wird. Das kann ich einfach nicht verstehen. Solche genialen Serien werden anscheinend schon, weil die Sender Angst vor schlechten Quoten hat, auf einem Spartensender zur allerletzten Zeit gesendet. Warum gucken sich die deutschen Zuschauer so stumpfe Serien wie Autobahnpolizei (Explosionen, lächerliche Story, Schauspieler auf GZSZ-Niveau)an und nehmen Serien wie Dexter (sehr intelligentes Skript, Top-Schauspieler, super Unterhaltung) nicht an? Nur weil die Serie eine durchgehende Story hat und man nicht bei jeder Folge neu einsteigen kann?

Ich bin echt frustriert, zum Glück hab ich schon die ersten zwei Staffeln „Dexter“ gesehen.

Das hat wohl schlichtweg damit zu tun, dass die Serie „Dexter“ extrem brutal ist (war sogar den Amis zu hart) - RTL 2 hat also nur die Wahl zwischen Herumschnippeln und später Ausstrahlung… und ich bin froh, dass sie sich für Letzteres entschieden haben!

Was andere Serien angeht, stimmt es natürlich: Meine Güte, als ich noch jung und knackig war (also in den 80er Jahren) liefen fast jeden Tag im Vorabendprogramm Top-US-Serien (Colt für alle Fälle etc.) - heutzutage bringt man um die Uhrzeit auf allen Kanälen nur Daily Soaps und Boulevardmist. Das ist es, was ICH nicht verstehe…

Ich musste entsetzt feststellen, dass die US Top-Serie „Dexter“ nur im späten Abendprogramm bei RTL2 ausgestrahlt wird. Das kann ich einfach nicht verstehen. Solche genialen Serien werden anscheinend schon, weil die Sender Angst vor schlechten Quoten hat, auf einem Spartensender zur allerletzten Zeit gesendet. Warum gucken sich die deutschen Zuschauer so stumpfe Serien wie Autobahnpolizei (Explosionen, lächerliche Story, Schauspieler auf GZSZ-Niveau)an und nehmen Serien wie Dexter (sehr intelligentes Skript, Top-Schauspieler, super Unterhaltung) nicht an? Nur weil die Serie eine durchgehende Story hat und man nicht bei jeder Folge neu einsteigen kann?

Ich bin echt frustriert, zum Glück hab ich schon die ersten zwei Staffeln „Dexter“ gesehen.

Was ist eine Top-Serie? Eine Serie, die viele sehen oder die geringe Einschaltquoten hat?
Erfolg für die Fernsehsender misst sich nun mal in den Quoten und wenn die gering sind, dann will die eben niemand sehen und die laufen dann irgendwann in der Nebenzeit. Und Angst vor schlechten Quoten ist doch kein Argument, denn die besteht bei allen Sendungen.
Den Aspekt mit der durchgehenden Story findet man grade bei den am besten laufenden Serien, z. B. GZSZ.

Ich verstehe nicht, warum unbedingt amerikanische Serien in Deutschland groß aufgezogen werden müssen?

Was andere Serien angeht, stimmt es natürlich: Meine Güte, als ich noch jung und knackig war (also in den 80er Jahren) liefen fast jeden Tag im Vorabendprogramm Top-US-Serien (Colt für alle Fälle etc.) - heutzutage bringt man um die Uhrzeit auf allen Kanälen nur Daily Soaps und Boulevardmist. Das ist es, was ICH nicht verstehe…

Dito. Und schau dir mal andere Länder an… Skandinavien, Österreich, Niederlande… dort laufen im Vorabendprogramm täglich Top-Serien wie Monk, Scrubs oder Desperate Housewives. Hierzulande haben wir mehr als 40 relevante Sender und ganze drei (ProSieben, RTL 2 und Comedy Central) schaffen es im Vorabendprogramm gute US-Serien auszustrahlen. Und auch das sind immer nur die gleichen. Was die Daytime betrifft sind die meisten Länder um einiges besser dran als wir.

Von Dexter hab ich btw die ersten drei Folgen gesehen. Fands nicht so toll, liegt aber wohl an meiner Abneigung gegenüber Crimeserien…

Ich verstehe nicht, warum unbedingt amerikanische Serien in Deutschland groß aufgezogen werden müssen?

Weil die Amis mehr Geld in die Produktion stecken und deren Serien damit häufig hochwertiger sind als hierzulande, wo an jeder Ecke gespart wird.

[quote]Ich verstehe nicht, warum unbedingt amerikanische Serien in Deutschland groß aufgezogen werden müssen?

Weil die Amis mehr Geld in die Produktion stecken und deren Serien damit häufig hochwertiger sind als hierzulande, wo an jeder Ecke gespart wird.[/quote]
Wieso macht die das hochwertiger? In welchem Sinn denn? Vom Niveau?
Und ist das eine Begründung, dass man die dann angucken muss?

Wenn die US-Serien wirklich so gut wären, dann würden die deutschen Sender sie auch in der Hauptzeit ausstrahlen.

Und letztendlich liegt es natürlich am Geschmack der Zuschauer, der angebliche Top-Serien zu wirklich Top-Serien macht.

Wieso macht die das hochwertiger? In welchem Sinn denn? Vom Niveau?
Und ist das eine Begründung, dass man die dann angucken muss?

[/quote]

Du sagst Geld macht eine Serie nicht hochwertiger? Dann guckst du wohl gerne K11 und Lenzen & Partner. :ugly

Das Geld alleine ist ein sehr dummes Argument.Wenn ich Geld in Lenßen & Partner stecke kann es auch heißen,dass alle in Markenklamotten rumlaufen und alle nur noch Porsche fahren,das heißt aber nicht automatisch,dass das ganze besser wird.Es ist nicht immer so einfach.Es gibt viele Serien die bestimmt gut sind (z.B.24,Lost…) die mir aber einfach mal 1000 km am Arsch vorbei gehen.Und so wird es vielen gehen.In Deutschland gibt es viele Arbeiter die sich Sachen wie GZSZ angucken weil sie es schon Jahre gucken und Cobra 11 weil es halt egal ist ob man die letzten 5 Folgen gesehen hat oder nicht.
Und nehmen wir als Bsp. jetzt mal Dexter.Was weiß ich über die Serie?Also soweit ich weiß geht es um Dexter,der der Polizei dabei hilft Morde aufzudecken dabei aber selber ein Serienmörder ist (ob ich da richtig informiert bin ist jetztt mal egal).Das ganze klingt sehr unrealistisch und ist nicht grade ein Argument sich die Serie anzugucken.Wenn jemand jetzt gar nichts über die Serie weiß liest er in der TV Zeitung Dexter und denkt sich “Aha Dexter…das klingt ja richtig nach…ja wonach eigentlich?Ach egal mal gucken ob ich bei 9Live durchkomm.”

Da muss man unterscheiden. Serien haben in Amerika einen völlig anderen Stellenwert und sind dementsprechend auch beim Publikum viel beliebter. Hierzulande guckt der Dummbatz von Zuschauer lieber Volksmusik, Kochshows, oder minderwertigen Reality- und Dokudreck wie Big Brother, DSDS, die Dschungelshow, Popstars oder Topmodels. Ein deutscher Sender hätte auch niemals das Geld eine Serie wie Lost oder 24 zu entwickeln und auf die Beine zu stellen. Zum einen fehlt es an der Risikobereitschaft neue Konzepte zu entwickeln, zum anderen an der kostspieligen Umsetzung. Eine Folge von CSI oder House kostet beispielsweise so viel wie mancher deutscher Sender für eine ganze Staffel ausgibt. Special Effects, Rückblenden, exotische Drehorte, oder gezielte Dramatisation best. Szenen durch den Einsatz von Musik, sowas findest du in deutschen Serien nur selten. Zudem arbeiten an amerikanischen Serien viel mehr Drehbuchautoren - neben Headwritern gibt es separate Schreiber, die an bestimmten Handlungssträngen oder einzelnen Charakteren arbeiten. Dadurch werden die Storys viel besser ausgearbeitet als in Deutschland.

Zu guter Letzt kommen in Amerika auch Serials (also nicht in sich abgeschlossene Serienepisoden) viel besser an. Nachteil ist eben, dass es schwieriger ist mitten in der Serie einzusteigen und man nicht mittendrin Folgen verpassen sollte. In Deutschland genießen Serien eher den Status einer Gelegenheitsbeschäftigung. Man schaltet rein, wenn man lustig ist; wenn nicht, dann nicht. Wenn man dann zwei Folgen verpasst und nicht mehr schnallt, worum es geht, bleibt die Kiste aus und die Quoten gehen runter. Genau das ist das Problem bei Lost und 24. Und gerade das finde ich auch sehr schade, weil ich Serials meistens deutlich besser finde. Dr. House und CSI haben das Problem nicht, daher auch die besseren Quoten…

Das alles zusammenbetrachtet macht einen Großteil der US-Serien imho deutlich hochwertiger als den deutschen Müll. Bis auf wenige Ausnahmen wie Stromberg, Pastewka und Dr. Psycho kommt hier nur Einheitsbrei zustande. Telenovelen, Schnulzenfilme und vor allem identische Krimiserien - oder eben Richtershows, Ermittler-Soaps, „Infotainmeint“-Magazine und Trashdokus. Recht viel mehr bedient der deutsche Markt nicht. Darauf kann ich verzichten; ich sehe mir lieber Lost, Nip/Tuck oder Dr. House an…

Mittlerweile strahlen deutsche Sender US-Serien aber auch zur Hauptsendezeit vermehrt aus. Insbesondere die Privaten, die mit deutschen Produktionen in der Vergangenheit häufig baden gegangen sind. Deine Behauptung, dass kaum US-Serien ab 20:15 Uhr gezeigt werden, ist also falsch. Beispiele? Dr. House, Monk, CSI, CSI: Miami, Greys Anatomy, Desperate Housewives, Ghost Whisperer, Medium, Scrubs, American Dad, Family Guy, Navy CIS, Criminal Minds, usw.

Dass US-Serien bis auf wenige Ausnahmen von RTL den Öffi-Produktionen quotenmäßig hinterherhinken, liegt an der Gewohnheit der Zuschauer. Die meisten Deutschen sind mit deutschen Programmen aufgewachsen, stehen dem Amiprogramm skeptisch gegenüber und schalten lieber Soko oder Tatort ein. Aber der Trend dürfte langfristig zumindest ein wenig zurückgehen, bei den jüngeren Zuschauern sind US-Serien schon heute deutlich beliebter. Sieht man auch an den Quoten von ARD und ZDF. Die fahren nur beim alten Publikum hohe Quoten ein, versagen bei den jüngeren dagegen völlig. Für die Öffis aber nicht schlimm, da bei denen nur die gesamte Zuschauerzahl zählt - und da es mehr alte als junge Zuschauer gibt, sind die gesamten Reichweiten logischerweise immer schön überm Durchschnitt. :wink:

Bei den neueren Folgen liegt ein knappes Jahr zwischen US-Premiere und D-Premiere. Und bei den Simpsons sind etliche Synchrosprecher tätig.

GERADE bei den Simpsons habe ich das Gefühl, dass man eigentlich eher gerade den sprechen lässt der zur Zeit im Studio ist. So kriegen Nebencharaktere häufig mal die Stimme von Moe, Krusty dem Clown oder Dr. Hibbert. So gibt es etwa nur (gefühlte) 20 Synchronstimmen

Bei einer Serie wie Band of Brothers hingegen gab es laut Making Of 500 Sprechrollen. Ob die nun so auch alle in der deutschen Version umgesetzt wurden ist natürlich fraglich, aber dass ein großer Unterschied zu einer Serie wie „Die Simpsons“ besteht ist glaub ich deutlich zu erkennen

Im Original von The Simpsons werden aber auch viele Charactere von einer Person gesprochen.

Bei South Park sogar im engl. Original nur von größtenteils 2 Personen (den Machern Trey Parker & Matt Stone), sowie bis Anfang Staffel 10 noch Chef Koch vom mittlerweile verstorbenen Isaac Hayes.

@Topic: Ja, in der Tat kann das nicht angehen, dass (gute) amerikanische Serien für deutsche Low-Budget Serien weichen müssen. Glücklicherweise zeigt man auch noch viele Serien von drüben zur Primetime, doch im Vorabend Programm ist da wirklich NICHTS und es werden nur irrelevante Boulevardmagazine, langweilige Soaps/Telenovelas und dümmliche Ermittlerserien gezeigt. Aber auch zur Primetime läuft manchmal die “Elite” der deutschen Geschmackverwirrung in Form von Cobra 11. Viel deutscher Mist, der leider auch noch geguckt wird. Gründe sind wohl nicht nur, dass man bei den deutschen Serien nicht das Hirn einschalten muss und sich einfach nur berieseln lassen kann, sondern eben auch diese “Gewohnheit”. Cobra 11, GZSZ, Unter Uns, alles lief es schon vor mehr als 10 Jahren. Da ist es klar, dass der Durchschnitts-Zuschauer lieber am “alten” dran bleibt, statt mal etwas neues auszuprobieren, wo man sich ja dann wiederum auf Story, Charaktere usw. erstmal einstellen muss, was natürlich - oh Gott - wieder Anstrengung fürs Hirn bedeutet.
So behalten die deutschen Billig-Einschlaf-Nerv Serien leider immer genug Publikum, um auf ihren “Stammplätzen” bleiben zu können. Neue deutsche Produktionen - in Moment nur Telenovelas - sind von der Machweise alle ähnlich bis gleich. Da verwundert es auch nicht, dass diese schnell ihre Stammzuschauer gefunden haben.

Schade, dass es derzeit kaum (oder eher keine) eine brauchbare deutsche Serie gibt und dazu die amerikanischen Serien sehr selten gut synchronisiert werden.

Zu guter Letzt kommen in Amerika auch Serials (also nicht in sich abgeschlossene Serienepisoden) viel besser an. Nachteil ist eben, dass es schwieriger ist mitten in der Serie einzusteigen und man nicht mittendrin Folgen verpassen sollte. In Deutschland genießen Serien eher den Status einer Gelegenheitsbeschäftigung. Man schaltet rein, wenn man lustig ist; wenn nicht, dann nicht. Wenn man dann zwei Folgen verpasst und nicht mehr schnallt, worum es geht, bleibt die Kiste aus und die Quoten gehen runter. Genau das ist das Problem bei Lost und 24. Und gerade das finde ich auch sehr schade, weil ich Serials meistens deutlich besser finde. Dr. House und CSI haben das Problem nicht, daher auch die besseren Quoten…

Ja, zumindest bei mir ist es so, dass ich mein Leben nicht nach den Sendezeiten der Serien ausrichten will. Und da kommt es logischerweise vor, dass ich nicht jede Episode einer Serie sehe. Deshalb habe ich auch keine Lust Serien zu sehen, bei denen man faktisch gezwungen wird jede Folge zu sehen, um die Handlung zu verstehen. Aus Sicht des Senders ist das natürlich ein netter Aspekt für die Zuschauerbindung und funktioniert optimal bei GZSZ.

Dass US-Serien bis auf wenige Ausnahmen von RTL den Öffi-Produktionen quotenmäßig hinterherhinken, liegt an der Gewohnheit der Zuschauer. Die meisten Deutschen sind mit deutschen Programmen aufgewachsen, stehen dem Amiprogramm skeptisch gegenüber und schalten lieber Soko oder Tatort ein.

Es liegt sicher nicht nur daran, dass viele mit deutschem Programm aufgewachsen sind. Manche wollen sicher auch Serien sehen, deren Probleme aufgrund des eigenen Lebens nachvollziehbar sind und nicht Serien, die spezielle us-amerikanische Inhalte widerspiegeln, die von Deutschland aus gesehen ohne genaue Kenntnisse des us-amerikanischen Alltagslebens oder des us-amerikanischen Rechts nicht nachvollziehbar sind.

Aus Sicht des Senders eigentlich nicht, da Serials in der Regel weniger erfolgreich sind als in sich abgeschlossene Episoden. Aber viele Geschichten lassen sich nunmal nur als Serial erzählen, das macht die Vielfalt der Serien aus. Ich schalte inzwischen auch kaum mehr die Glotze ein, und nehme mir besagte Serien lediglich auf um sie zu gucken, wenn ich Bock hab.

Speziell amerikanisch? Das sind wenige Serien, 24 zum Beispiel. Lost, Dr. House oder Scrubs dagegen finde ich nicht übermäßig amerikanisch. Zynismus oder Fliegerabstürze gibt’s zumindest auch hier. Und Charaktere, an denen man auch eigene Probleme/Verhaltensweisen wiedererkennt, finde ich in US-Serien deutlich mehr als in deutschen. Eben auch darum, weil dort die Figuren viel besser ausgearbeitet werden.

Diesem Problem entgeht man im Deutschen Fernsehen leider auch dann wenn man selber „Fan“ von durchgehenden Storys ist. Beipiel „House“, 3. Staffel auf RTL… fangen mit den ersten Episoden der 3. Staffel an, mittendrin schwenkt man dann wieder auf Episoden von Staffel 2 zurück und reicht die letzten Folgen von Staffel 3 dann irgendwann später nach. Das ist kompletter Wahnsinn. Ich mein, da sitzt irgendwo in Amerika ein Riesenschwarm von Produzenten, Drehbuchschreibern und Regisseuren die vor Drehbeginn sich darüber Gedanken machen wie die Staffel verlaufen wird und bei der Ausstrahlung in Deutschland scheitert es dann daran weil man es nicht gebacken bekommt die Sendung rechtzeitig zu synchronisieren und man mir nichts Dir nichts die Abfolge der Episoden über den Haufen wirft.
Ich fühle mich da als Deutscher Zuschauer manchmal als Zuschauer zweiter Klasse. Blöd genug das es die Verzögerung zwischen US Premiere und hiesiger Ausstrahlung gibt, obendrauf muten einem die Programmmacher hierzulande teilweise einem nicht mal mehr zu das man in der Lage ist eine Sendung anzuschauen und zu genießen die sich im Verlauf einer Staffel eben um mehrere Wochen hinzieht. Nach dem Motto: Die Leute schalten eh nur ein um House zu gucken, da können wir dann ja irgendeine Folge senden, stört schon keinen.
Ich will überhaupt niemanden zwingen jede Folge einer Show zu sehen. Aber solche Sendungen gibt es generell wenige die wirkliche Cliffhanger am Ende der Episode haben. Nur möchte ich als Zuschauer aber dennoch selber die Wahl haben ob ich die Serie in der Reihenfolge ansehe wie sie mal von den Machern angedacht war oder ob ich einzelne Folgen vermisse und dann eben ein paar Dinge des Staffelübergrefenden Storybogens verpasse. Ich will nicht das das die Programmmacher von RTL oder sonstwem nach Gutdünken entscheiden. Es gibt nunmal Sendungen bei denen die Drehbücher darauf ausgelegt worden sind das während der gesamten Staffel einen zusätzliche Handlung nebenher läuft. Man will damit niemanden zwingen die Sendung zu sehen, ich sehe es als ein nettes Feature für denjenigen der es tut.

Es liegt sicher nicht nur daran, dass viele mit deutschem Programm aufgewachsen sind. Manche wollen sicher auch Serien sehen, deren Probleme aufgrund des eigenen Lebens nachvollziehbar sind und nicht Serien, die spezielle us-amerikanische Inhalte widerspiegeln, die von Deutschland aus gesehen ohne genaue Kenntnisse des us-amerikanischen Alltagslebens oder des us-amerikanischen Rechts nicht nachvollziehbar sind.

Von welcher Generation reden wir denn hier? Die Generation die am ehesten noch mit Deutschen Fernsehen aufgewachsen ist (Frankenfeld, Dalli Dalli, Sendeschluß mit Testbild) nähert sich altersmäßig langsam an Florian Silbereisens Zielgruppe heran. Ich find`s etwas unpassend gerade diese Gruppe als Maßstab für die heutigen Sehgewohnheiten heranzuziehen. Und mal als Gegenfrage: welche deutsche Sendung befasst sich denn noch mit realen Problemen des Lebens, die man hierzulande nachvollziehen kann? Lindenstraße? GZSZ?

Und zum Topic: Eigenlob stinkt und so… aber man beachte meinen Nutzernamen und mehr brauch ich eigentlich nicht mehr zu diesem Dilemma sagen. :?

Von welcher Generation reden wir denn hier? Die Generation die am ehesten noch mit Deutschen Fernsehen aufgewachsen ist (Frankenfeld, Dalli Dalli, Sendeschluß mit Testbild) nähert sich altersmäßig langsam an Florian Silbereisens Zielgruppe heran. Ich find`s etwas unpassend gerade diese Gruppe als Maßstab für die heutigen Sehgewohnheiten heranzuziehen. Und mal als Gegenfrage: welche deutsche Sendung befasst sich denn noch mit realen Problemen des Lebens, die man hierzulande nachvollziehen kann? Lindenstraße? GZSZ?

Es war von mir nur eine Vermutung, dass manche Menschen eher mal was deutsches oder europäisches sehen wollen. Wo, wenn nicht in Deutschland sollten deutsche Serien und Filme gut laufen?
Und wenn du GZSZ anführst, dann zeigt gerade diese Serie, dass vor allem jüngere Menschen sowas sehen wollen.
Aber letztendlich kann man sich natürlich streiten, an welcher Fernsehgruppe man sich orientieren will. Da das Durchschnittsalter immer höher wird, ist es klar, dass sich die Sender daran orientieren.
Die Lösung ist, dass sich die Sender auf Altersgruppen spezialisieren.
Die Frage ist dann nur, welche Altersgruppe denn die amerikanischen Serien ansieht. In der Zielgruppe ab 14 Jahre kanns wohl nicht so viel sein, sonst würden wir hier nicht über das Problem reden, dass us-amerikanische Serien zu geringe Quoten haben.