Das Bildnis der Männlichkeit-wieso, warum, wie?

Die Inspiration zu diesem Thread stammt aus dem Green Day- Thread im Musikforum, in dem wir, mehr oder weniger ernsthaft, festgestellt haben, dass viele Rockstars und andere geschminkte Männer nicht wirklich “männlich” sind.
Da diese Feststellung ziemlich vage ist, wollte ich diesen Thread eröffnen und einfach mal fragen, was für euch einen “männlichen” Mann ausmacht. Dabei soll sich die Diskussion natürlich im Rahmen unserer emanzipierten Welt abspielen und keinerlei Diffamierungen gegenüber Frauen oder Hermaphroditen enthalten.
Also die Grundfrage dabei ist, wie im ursprünglichen Thread, die folgende:
Was macht den hier:
http://www.manlyweb.com/realmen/enterta … nwayne.gif
männlicher als den hier:
http://www.omgblog.com/images/billie-jo … rtrait.png

Joahn Hegg ist männlich :mrgreen:
Ich find John Wayne jetzt nicht männlicher als Billie Joe.Zumal sie aus 2 verschiedenen ich sag mal Zeiten kommen in denen das Männlichkeitsideal anders war

Mein traut einem sonnengegerbten John Wayne eher zu, dass er das Mammut erlegen kann, um damit seine Familie zu ernähren.
Billie Joe Armstrong dagegen, sieht man keinerlei Spuren körperlicher Arbeit an. Deshalb ist man geneigt ihm weniger Lebenserfahrung bzw. ihm weniger “männliche” Attribute (als Jäger oder Krieger im weitesten Sinne) zuzusprechen. Außerdem fehlen ihm wirklich kantige Gesichtszüge.
Man vergleiche z.B. auch:
ihn hier: http://www.spox.com/de/daten/pics/fussb … oss/97.jpg
mit ihm hier: http://www.medyaspor.com/Files/Images/2 … t_ozil.jpg

Die Definition von Männlichkeit sollte jedem selbst überlassen sein. Johan Hegg mag für den einen männlich sein, für den anderen aber wegen den langen Haaren eher feminim. Meine Ausbilderin, die leider ziemlich konservativ ist, würde ihn in die letztere Rubrik einstufen.

http://www.knatterseite.de/blog/wp-cont … aeuner.jpg

Mh ich würde sagen heutzutage schminken sich eher nur Frauen. Wenn ein Mann sich schminkt ist er dann wohl eher unmännlich, da es halt einfach ein Merkmal einer Frau ist.

Mh ich würde sagen heutzutage schminken sich eher nur Frauen.

Heutzutage? Haben das vor Jahrhunderten die Frauen nicht auch schon getan? Überhaupt ist sich zu schminken kein feminimes Zeichen. In der asiatischen Kultur kam es oft vor, dass sich die Krieger vorher Kriegsbemalung auf das Gesicht zauberten, um dem Gegner Angst einzujagen. Indianer, die in den tollen John Wayne Filmen vorkamen, taten dies übrigens auch :wink:.

Diese Form der Diskussion ist mal wieder mehr als schwach, da sie nur wieder auf subjektive Meinungen beruht. In der Rock, Metal und Punk Szene ist es meistens üblich, sich zu schminken, wie ich schon in einem Beispiel mit KISS erwähnte.

Überhaupt ist sich zu schminken kein feminimes Zeichen. In der asiatischen Kultur kam es oft vor, dass sich die Krieger vorher Kriegsbemalung auf das Gesicht zauberten, um dem Gegner Angst einzujagen.

Und vergessen wir nicht, die geschminkten, gepuderten und parfümierten (waschen war ja pfui) Herren in den französischen Königshäusern.

Diese Form der Diskussion ist mal wieder mehr als schwach, da sie nur wieder auf subjektive Meinungen beruht.

Genau das.

Kriegsbemalung ist, im Gegensatz zu Schminke, die man nur der ästhetischen Wirkung wegen aufträgt, ein Symbol für den Kampf und die Aggression gewesen, welches man in diesen Kulturräumen nur im Falle eines Konfliktes getragen hat. Selbstverständlich gibt es auch Urvölker, die beispielsweise ihren gesamten Körper mit Farben verzieren, allerdings hat dies beispielsweise etwas mit der Rangordnung innerhalb des Stammes zu tun etc., verfolgt also einen pragmatischen Zweck.
Der Vergleich mit den Königshäusern hinkt auch beispielsweise, da man diese Situation auch auf die heutige Zeit übertragen könnte. Als die europäische Monarchie ihren Höhepunkt erreicht hat, dominierte innerhalb der gewöhnlichen Bevölkerung immer noch das Bild eines natürlichen, starken Mannes, der nichts auf Perücken und Puder gibt. Der Adel hat diese Utensilien als Statussymbol verwendet, da nur sie und Mitglieder des Großbürgertums in der Lage waren, sich Perücken anfertigen zu lassen und sich zu pudern. Es ging also nicht darum, ein neues Bild der Männlichkeit zu erschaffen, sondern seinen Reichtum zu präsentieren.
Die Dandies waren beispielsweise Männer, die ein neues Bild von sich und von der damaligen Vorstellung von Männlichkeit erschaffen wollten.
http://www.tbray.org/ongoing/When/200x/ … Chopin.png
Schaut euch beispielsweise dieses Foto von Chopin an. Dandies legten großen Wert darauf, vorallem elegant rüberzukommen und nicht zu überspitzt zu wirken, was heute beispielsweise oftmals nicht gelingt und grotesk wird.
Und zu den “die Diskussion ist schwach”-Vorwürfen-die Diskussion ist gerade wegen der Subjektivität stark! So kann man, anstatt einer objektiven Wahrheit zuzustimmen, gut diskutieren und eben seine subjektive Meinung hineinbringen :-o

Selbstverständlich gibt es auch Urvölker, die beispielsweise ihren gesamten Körper mit Farben verzieren, allerdings hat dies beispielsweise etwas mit der Rangordnung innerhalb des Stammes zu tun etc., verfolgt also einen pragmatischen Zweck.

Das ist bei uns doch heutzutage nicht wirklich anders.
Waren es bis vor kurzem nur Frauen, die sich in unserer gesellschaftlichen Rangordnung aufwerten wollten, ist es derzeit Mode, daß die Männer sich auch aufgröseln und ihre körperlichen Eigenschaften einem überwiegend medial vorgegebenen Schönheitsideal anpassen (Siehe David Beckham). Damit „rangieren“ sie höher, als die die das nicht tun.

Es ging also nicht darum, ein neues Bild der Männlichkeit zu erschaffen, sondern seinen Reichtum zu präsentieren.

Wurde von mir auch nicht bestritten. Dennoch bezeichnet sie niemand als unmännlich, trotz Schminke.
Und ich dachte in der Diskussion geht es um „was ist ‚männlich‘“ und nicht darum, ob eine neue Vorstellung von Männlichkeit erschaffen wurde.

Die Dandies waren beispielsweise Männer, die ein neues Bild von sich und von der damaligen Vorstellung von Männlichkeit erschaffen wollten.

Die Beckhams von damals.

die Diskussion ist gerade wegen der Subjektivität stark

Was normalerweise nicht zu einer fruchtbaren Diskussion wird, sondern nur zu einer Ansammlung von Vorstellungen über Männlichkeit.

Männlich ist für mich jeder Homo Sapiens mit einem Penis.

Das ist bei uns doch heutzutage nicht wirklich anders.
Waren es bis vor kurzem nur Frauen, die sich in unserer gesellschaftlichen Rangordnung aufwerten wollten, ist es derzeit Mode, daß die Männer sich auch aufgröseln und ihre körperlichen Eigenschaften einem überwiegend medial vorgegebenen Schönheitsideal anpassen (Siehe David Beckham). Damit „rangieren“ sie höher, als die die das nicht tun.

Innerhalb der sogenannten „Höhergestellten“ existieren ebenfalls mehrere Lager bezüglich dieses Themas, damit kann es heutzutage also nicht mehr begründet werden.

Wurde von mir auch nicht bestritten. Dennoch bezeichnet sie niemand als unmännlich, trotz Schminke.

Oh doch und ob. Viele Karikaturen aus dieser Zeit tun genau das und die Meinung des Volkes war eben diese.

Und ich dachte in der Diskussion geht es um „was ist ‚männlich‘“ und nicht darum, ob eine neue Vorstellung von Männlichkeit erschaffen wurde.

Man kann die Frage nicht objektiv beantworten, weil sie nicht objektiver Natur ist. Deswegen muss man eben diese Bilder zu Hilfe ziehen und sich fragen, was die Rezeption von Männern zu dieser Zeit ausgemacht hat.

Die Beckhams von damals.

Nicht zwingend.

Was normalerweise nicht zu einer fruchtbaren Diskussion wird, sondern nur zu einer Ansammlung von Vorstellungen über Männlichkeit.

Eine Ansammlung von Meinungen und der Disput über diese erschafft eine Diskussion.

quote=„TheHidden“]Männlich ist für mich jeder Homo Sapiens mit einem Penis.[/quote]
Objektiv richtig. Es soll hier aber hauptsächlich um die Extension auf die Gesellschaft gehen.

Ich persönlich bin ja in Kreisen unterwegs, wo es total normal ist, dass Männer sich schminken (nicht nur die schwulen), sich auftakeln und besonders auf Fashion und ihre blasse Haut achten.
Ich find es also völlig legitim, wenn Männer sich schminken. Das Konzept “Nur Frauen schminken sich und machen sich hübsch” ist ja SOWAS von überholt. Vor 20 Jahren dachte man ja auch noch, Männer bräuchten keine Hautcreme oder Haargel oder weiß der Geier. Heute sieht man das ganz anders.
Und für mich ist auch das Konzept Mann und Frau in seiner archaischen Form einfach nur veraltet. Ich bin bi und wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann bin ich mit einem Menschen zusammen, ob er nun eine Schwanz oder Titten hat, ist dabei völlig unerheblich.
Mein Freund ist nicht besonders groß, nicht muskulös, hat unendlich lange Wimpern und sehr weiche und weibliche Gesichtszüge. Ich find das geil. Und er ist auch nicht weniger männlich, wenn er sich schminkt. Auch ein anderer Freund von mir sieht sehr männlich wie ich finde.
Und ich find aber auch Männer wie eben Joahn Hegg hier (was für ein schönes Beispiel gg) sexy. Also bullige, große Männer mit Bart und breiten Schultern. Männlich hat nix mit Falten, Bartwuchs, Körperpflege oder Statur zu tun. Männlichkeit ist auch irgendwo was von Ausstrahlung.

EDIT: Wat? ich darf hier nicht meinen Freund und meinen besten Freund verlinken, die mir die Fotos zur Veröffentlichung auf meiner Homepage gegeben haben???

EDIT: Wat? ich darf hier nicht meinen Freund und meinen besten Freund verlinken, die mir die Fotos zur Veröffentlichung auf meiner Homepage gegeben haben???

Genau so siehts aus. Wie sollen wir kontrollieren, wer das ist? Möchtest Du, dass Deine Bilder überall kursieren? Vorschlag: Verlinke auf Deine Seite.

http://www.knatterseite.de/blog/wp-content/uploads/2008/05/selbstbraeuner.jpg

Mh ich würde sagen heutzutage schminken sich eher nur Frauen. Wenn ein Mann sich schminkt ist er dann wohl eher unmännlich, da es halt einfach ein Merkmal einer Frau ist.

:smt005 :smt005 Meint ihr denen sagt jemand das sie die Skala der lächerlichkeit bis zum maximum erklommen haben? :mrgreen:

Also ich Stufe auch eher Kantige Gesichtszüge, ein paar Muskeln und keine zu aufgegeelten Haare zu einem „männlichen Bild“, wenn es nicht zu „gewollt“ aussieht.

Ein echter Kerl riecht nach Bifi und Warsteiner und trägt die Plauze über dem Gürtel.

[/thread]

(Fritze Flink / 659)

Na dann passt mal auf, dass ihr mit eurer ganzen geballten “Männlichkeit” nicht in eine ebenso lächerliche Position manövriert gg
Übrigens, ein guter Tip: Körperhaare außer an Kopf und Kinn sind bäh! Männlich, aber bäh.

Oh man hier bekommt anscheinend “jemand” nicht genug Aufmerksamkeit im normalen Leben, anders kann ich mir die Eröffnung eines solchen Threats nicht erklären.
Oder Zweifelst du an deiner eigenen Männlichkeit Pale?

Oh man hier bekommt anscheinend „jemand“ nicht genug Aufmerksamkeit im normalen Leben, anders kann ich mir die Eröffnung eines solchen Threats nicht erklären.
Oder Zweifelst du an deiner eigenen Männlichkeit Pale?

Oh ja und ob :-o
Ich habe den Thread hauptsächlich aufgemacht, weil die Zweifel an meiner Männlichkeit inzwischen derart enorm sind, dass ich sogar überlege, mir einen Cowboyhut zu kaufen und meinen Namen in Rex Steele umzuändern, damit jeder sofort merkt, was für ein maskuliner Draufgänger ich doch wirklich bin :-o
Deswegen benutze ich ihn natürlich als Inspirationsquelle, um mein unheimlich unmännliches Verhalten in den Griff zu kriegen.
Dass ich keinesfalls versuche, einen Thread zu betreiben, in dem man über ein interessantes Thema sprechen kann, welches sehr eng mit dem Zeitgeist und mit den eigenen Empfindungen der anderen zusammenhängt, hast du hervorragend bemerkt.

dass ich sogar überlege, mir einen Cowboyhut zu kaufen und meinen Namen in Rex Steele umzuändern, damit jeder sofort merkt, was für ein maskuliner Draufgänger ich doch wirklich bin :-o

:smt082

Ich glaub, wir brauchen hier außerdem mehr Frauen im Gespräch. Mir ist ja mittlerweile schon aufgefallen, dass der StiNo-Mann von heute ein sehr gefestigtes Bild der Männlichkeit hat. Ich kann aber nicht glauben, dass auch alle Frauen das so empfinden.

Übrigens, ein guter Tip: Körperhaare außer an Kopf und Kinn sind bäh! Männlich, aber bäh.

Ja, aber wirklich, wie diese Eiweißverbindungen einfach durch die epidermis brechen. Absolut unnatürlich! Pfui! Zum Glück sind Frauen da ganz anders, denn ihre Schambeharrung nimmt automatisch eine ästhetische Dreiecksform an. :smt023

Zum Thema: Wieso beschränkt man sich hier auf die Äußerlichkeiten? Ein Mann kann aussehen wie er will erst Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Kameradschaftlichkeit und wie er diejenigen behandelt die schwächer sind als er. DAS macht einen guten Mann aus und nichts anderes!