BAMBI-Verleihung 2009

Warum in aller Welt dürfen Katarina Witt und ein namenloser, unscheinbarer Sportmoderator so etwas wie eine Gala moderieren? Man konnte diesen beiden wahrhaftig bei ihrer eigenen Demontage zusehen. Die Moderationen hatten ein so hohes Maß an unfreiwilliger Komik gepaart mit Unbeholfenheit und Plumpheit, dass es beinahe wieder mitleiderregend war. :frowning:

Schlimm war auch: Peter Maffay sang mit nicht sehr glücklich, fast schon paralysiert wirkenden Kindern „Über sieben Brücken musst du gehen“. Diese Darbietung hatte alles, was nötig war, um einen als Zuschauer peinlichst zu berühren. Und: Der Tiefpunkt war somit schon erreicht, obwohl die Verleihung gerade erst angefangen hatte!
(Fremd-)Schämen musste man sich auch, dass Kate Winslet diese stümperhafte, provinziell anmutende Parade live und in Farbe mitansehen musste. Kein Anspruch, keine Unterhaltung, keine Überraschungen! Wenn jemand Superlativen wie die Oscar-Verleihungen gewohnt ist, dürfte dies in seinen Augen wohl einem Super-Gau gleichkommen.

Das einzig Menschliche an diesem unsäglichen Abend war wohl die Rede des Pfarrers, der in der Leipziger Nikolaikirche die Friedensgebete koordiniert hatte. Nach all den Cyborg-artigen Gestalten, dem Klischeehaften und Künstlichen, war er da – der Wirklichkeitseffekt! Halleluja!

Und was am Ende bleibt ist die grenzenlose Sinnlosigkeit des Treibens dieser Menschen, die so etwas auf die Beine stellen. Immer und immer wieder.

Prädikat: Dämlich!! :smt013

Dann war ja alles wie jedes Jahr. Gut, dass in diesen unsicheren Zeiten wenigstens auf die Bambi-Verleihung Verlass ist.

Man trifft sich dann bei der Goldenen Kamera wieder.