Auschwitz, der Film

Thihihi ich lach mich schlapp :slight_smile:

Der Boll schafft es echt, dass es immer zu solchen Diskussionen kommt, wo des nur dafür oder dagegen gibt.

Für mich ist der Film ein weiterer billiger Holocaustfilm, der Dinge idealisiert, die Nazis einfach zu Narzisten und die Opfer wenig glaubhaft macht. Wenn man einen Spielfilm über so ein Thema macht, ist eine historisch korrekte Insenzenierung das A und O. Das ganze sollte die Realität damals real zeigen, den die war noch um einiges ekliger, als sie in diesem Film dargestellt wurde. Die Warum-Frage stellt sich sowieso keiner. Ich kann das echt nicht mehr sehen.

Und Du allein bestimmst wer ein Künstler ist? Okay, in Zukunft wede ich Heiligkeit vertov fragen, ob ich jemanden als Künstler ansehen darf oder nicht…

Ist Dir schonmal der Gedanke gekommen das Uwe mit seinen Filmen auch Menschen erreicht? Menschen zum nachdenken bringt? Menschen die bei einem Film auch auf was anderes achten als der schöne Schein? Nein, oder?

Und Du allein bestimmst wer ein Künstler ist?

In letzter Konsequenz bestimmt das einfach das Klientel -> und das sagt, dass Boll kein Künstler, sondern ein Stümper ist.
Kunst ist kein Begriff, der vom Himmel fällt, sondern a) ein Deal zwischen Rezensenten und „Künstlern“, sich gegenseitig am Leben zu erhalten, oder b) ein vom entsprechenden Klientel als anregend/inspirierend/irgendwelche anderen positiven adjektive empfundenes Werk, welches positive Reputation erhält.

Auch der Begriff Kunst entzieht sich nicht einfach jeglicher Bewertung und kann sich ohne diese definieren. Praktisch nichts kann das.

MfG Forger

@anchantia: Hey, ich hab eine Meinung zu Boll und ich habe versucht sie zu begründen. Ich finde, aus genannten Gründen, dass man sich mit Bölls Filmen gar nicht erst künstlerisch auseinanderzusetzen braucht, weil ich der Meinung bin, dass diese Herangehensweise ans Filmemachen bei Boll eine ganz stark untergeordnete Rolle spielt. Wenn du das anders siehst, wie wäre es dann wenn du deine Sicht darlegst und dabei vielleicht auch auf meine Argumente eingehst. Letztlich sind das alles Meinungen, aber wenn man nicht versucht diese zu begründen braucht man sich auch gar nicht darüber auszutauschen. Und was wäre der Sinn eines Forums wenn nicht das?

Und Du allein bestimmst wer ein Künstler ist? Okay, in Zukunft wede ich Heiligkeit vertov fragen, ob ich jemanden als Künstler ansehen darf oder nicht…

Du nimmst dir also das recht heraus bestimmen zu können, wer ein Künstler ist, denn du sagst ja „Uwe Boll ist halt ein Künstler“. Sprichst aber im Gegenzug Vertov ab für sich zu bestimmen, dass er Boll eben nicht als Künstler sieht?
Du bestimmst doch damit, dass Boll ein Künstler ist, denn deine Ausage ist ja allgemein, während Vertov sich mit seiner Aussage nur auf seine Persönliche Ansicht bezieht. und wenn du das nur damit begründest, dass Boll mit seinem Film ja auch Menschen erreicht, ist jeder ein Künstler, der irgendetwas macht. Denn irgend wen erreicht man damit sowieso immer. Was haben Bolls Filme denn zu bieten. Die Grundidee hinter dem Film finde ich ja nicht schlecht. Zu zeigen, wie alltäglich den das Leben in so einer „Tötungsfabrik“ für die angestellten sein kann. Da ich den Film nicht gesehen hab, kann ich nicht beurteilen wie das denn umgesetzt wurde.

Die anderen Filme Bolls die ich gesehen habe boten jedoch auch absolut gar nichts. Etwas provokation vielleicht aber die allein macht bei weitem keinen sehenswerten Film aus. Die Präsentation war in den Filmen fast noch das stärkste. Was haben denn die Filme Bolls zu bieten, was die „Hollywoodblockbuster“ nicht bieten können?

PS: Auch wenn ich das Thema jetzt angeschnitten habe, falls jemand darüber diskutieren möchte, was denn jetzt Kunst ist, bitte ich darum einen eigenen Thread zu eröffnen da dies zu sehr Off-Topic führt.

Um eines mal festzuhalten ,
Uwe Boll Filmwerk " Auschwitz" , Vermittelt denn Anschein, von Information und Aufarbeitung zum Thema "Massenmord ".

Das ist insofern wichtig, da er Jugendliche Zeigt, die Keine Ahnung oder Desinteresse an der Deutschen Vergangenheit Hegen.

Also Sollte doch eine Aufklärung erfolgen. Jedoch ist in Sein "Mach Werk Auschwitz "
, keinerlei Aufklärung oder gar Spannung gegeben, die Jugendliche Animieren den Film Innerlich zu verarbeiten.

Damit ist der Herr Uwe Boll , nur ein Hobby Film’er , der sich Anmaßt ernst genommen zu werden.

Ist meine Persönliche Anmerkung.

Mc.

Langsam Driftet das Thema in die Richtung „Wenn Deutsche Filmen machen kommt doch nur scheisse raus“ ab. :3

Und ausserdem ist es Schwer eine Goldene Himbeere zu bekommen für sein Lebenswerk. Also ist er doch schon ein Künstler. Ausserdem wird er ja in Amerika auch als „Germany’s Answer to Ed Wood“ bezeichnet. :wink:

Aber Huibu71 hat es wirklich Kurz und perfekt beschrieben wie der Film ist ^^

Ich unterschreibe auch bei Huibu72. Der Film tut so, als ob er besonders tiefgründig wäre, dagegen hat er keinerlei Aussage und ich weiß echt nicht was Uwe Boll mir sagen will. Da wird eher das Thema Auschwitz, das ein bisschen tabutisiert ist, weil man sich daran schnell die Finger verbrennen kann, als Werbeträger missbraucht, dabei erzählt er keine Geschichte, die mich mit reißt und sehr nachdenklich macht, sondern es werden stumpf Menschen am laufenden Band umgebracht. Das irritiert fürchterlich und zeigt gar nicht, wie sich die Lageraufpasser wirklich verhalten haben, es gibt genug Augenzeugenberichte, die man Bildgewaltig in Szene hätte setzten können.

Das ist wieder so ein Antikriegsfilm, der die Dinge schwarz-weiß macht und mehr Fragen aufwirft als aufklärt. Dazu gibt es auch einige Produktionen aus Hollywood, der Soldat James Ryan z. B. oder Pearl Habor. Ich weiß echt nicht, was so eine Scheiße soll, wenn man die Gewalt so abgestumpft zeigt, ohne den Menschen, die sterben, ein Gesicht zu geben.

Ich weiß echt nicht, was so eine Scheiße soll, wenn man die Gewalt so abgestumpft zeigt, ohne den Menschen, die sterben, ein Gesicht zu geben.

Die Menschen damals hatten nunmal kein Gesicht! Die Menschen wurden depotiert, zur Zwangsarbeit gezwungen und danach ins Todeslager gebracht. Da gab es keine Helden, keine Gesichte a la Hollywood. Wie soll man die Gewalt denn sonst zeigen wenn nicht abgestumft? Untermalt mit Chören? Ich bitte Dich! Damals wurde diese Gewalt genauso iwe im Film gezeigt praktiziert. Ist hässlich, ist irritierend - doch es ist fakt. Nix anderes wollte der Uwe damit zeigen!

Die Menschen damals hatten nunmal kein Gesicht! Die Menschen wurden depotiert, zur Zwangsarbeit gezwungen und danach ins Todeslager gebracht. Da gab es keine Helden, keine Gesichte a la Hollywood.

Jeder Ermordete hatte damals ein Gesicht, hinter jeden Menschen stand eine Person, mit Träumen und mit einer Vergangenheit, das willst du doch nicht abstreiten? Waren das etwa alle 0815 Menschen, die 0815 gestorben sind?

Viele Holocaust-Museen versuchen ja den Opfern aus diesem Grund wieder ein Gesicht zu geben.

Wo habe ich nach Helden geschrien? Ein KZ-Film mit Happy-End ist sehr unglaubwürdig, da stimme ich zu.

Wenn ein Statist in einem Film stirbt, macht man sich keine Gedanken, man kannte ihn nicht, man konnte mit den Menschen, den er darstellt nichts anfangen, einen Menschen dessen Vergangenheit und dessen Unglück man genau kennt und stirbt hat auf die Gefühle des Zuschauers ganz andere Auswirkungen, anstatt Gleichgültigkeit ist es Trauer.

Wenn der Boll dann meint, er wolle das alltägliche Morden zeigen, dann sollte es bitte historisch korrekt sein, mich hätte ja interessiert, ob er den Tätern vielleicht mal ein Gesicht gegeben hätte und deren ihr Leben beleuchtet hätte und gezeigt hätte, was für ein armes Würstchen die Personen waren, die ohne Gewissen, tausende von Menschen umgebracht hatte.

Ich wüsste nicht, in wie weit es mir hilft, Menschen zu sehen, die die ganze Zeit sterben, dann kann ich auch gleich einen Horrorfilm anschauen, wo der Serienmörder möglichst brutal immer Menschen umbringt, Das ist aber so nichtssagend. Dann sind Filme wie Se7en viel interessanter, die dem Mörder einiges an mehr Komplexität geben.

Der Film wirft mehr Fragen auf als er beantwortet. Er sagt mir nicht warum so viele Menschen sterben mussten, warum Menschen fähig sind, bei so etwas mitzumachen, er zeigt nur die Menschen, die so etwas machen, ohne sie zu verurteilen und ohne ihnen ein komplexere Weltansicht zu spendieren.

Dann kann ich gleich Call of Duty spielen, da krieg ich auch so ein tolles Bild vom Zweiten Weltkrieg, wo der Krieg so abstumpft ist, so dass es nur noch Gut und Böse gibt,

Irgendwie ist mir das “Schaffen” dieses Trashfilmers entgangen. Erst durch diverse Posts und Threads in diesem Forum wurde ich auf ihn aufmerksam, kenne also weder “Auschwitz” noch irgendeinen anderen Film von ihm.
Deshalb, meine auf der Wikipedia Inhaltsangabe basierende Meinung:

Dadurch, dass Boll sich vornimmt, die ungeschminkte Wirklichkeit des KZ-Alltags zu zeigen, ohne sich in diesem Sujet „unerhörte Begebenheiten“ auszudenken, drängt er die Kritik natürlich dazu, erstens seine künstlerische Intention und zweitens die „historische Genauigkeit“ seines Films zum Streitpunkt zu machen.

Ansonsten bietet der fiktive Mittelteil wenig Gehalt und Tiefe. Boll hat lediglich einen realen Horrorstoff, die Vernichtungsmaschinerie der Nazis, quasi eins zu eins zu einer Handlung verwurstet.
Wenn man bedenkt, dass sich „Geschichtenerzähler“ primär über Plot, Figuren und Konflikt ausdrücken, ist das schon ziemlich dürftig, was da geboten wird.
Wenn Boll als Filmkünstler nicht mehr drauf hat, als eine relativ realitätsnahe Darstellung des Holocausts abzuliefern und einige Kids zu dem Thema zu interviewen, greif ich doch lieber zu einem guten Sachbuch. Ich kann mir auch ohne Bollsche KZ-Bilder vorstellen, was da abging.

Ich werd mir den mal auf kinox angucken und dann mal schauen wie er mir gefällt

Ich glaube, das du Ihn bei Movie 2k , eher Finden wirst. :wink:

Mc

bei kinox isser auch schon :wink: Heute abend nehm ich mir mal die Zeit

Bitte keine Schleichwerbung für rechtlich fragwürdige Streamingangebote. :ugly

Das eigentlich skandalöse ist nicht der Film selbst, der sich allein durch die Behauptung, er sei eine authentische Widergabe dessen, was gewesen ist, selbst entlarvt.
Uwe Boll weiß offenbar nichts über Auschwitz, das wird schon deutlich, wenn er meint, dass das Lager 1941 auf Hochtouren lief. Erst Ende 1941 testete man Zyklon B an sowjetischen Kriegsgefangenen (!). Im Frühling 1942 wurde es dann verwendet.

Aber was eigentlich erschreckend ist, ist das immer noch die Stereotype der “Todesfabrik” etc. von vermeintlich informierten Menschen benutzt werden. Ich zitierte Ulrich Herbert:

„Die Vorstellung, es habe sich hierbei um einen „industriellen“, gewissermaßen modernen Genozid gehandelt, der die Täter-Opfer-Struktur des Massakers zugunsten anonymer Relationen auflöst, ist als Versuch erkennbar, den Massenmord auf diese Weise als ein tatenloses, geradezu metaphysisches Massensterben anonymer Opfer wahrnehmen zu können.“

Auschwitz war ein Arbeits- und Vernichtungslager. Das ist wichtig, vor allem angesichts der Tatsache, dass es eine falsche Vorstellung vom Holocaust in den Köpfen der Menschen verankert hat. Und zwar eben weil es auch ein Arbeitslager war und Menschen deshalb überlebten, um davon zu berichten. Und weil das Lager der Roten armee ungeräumt in die Hände viel und man Fotos machen konnte.

Dabei wird vergessen, dass der größte Teil der Holocaust-Opfer entweder erschossen oder in einem der Lager der “Aktion Reinhard” ermordet wurde. Diese Lager waren reine Vernichtungslager, es gab keine angrenzende Fabrik wie die Buna-Werke, Häftlinge wurden nicht an Betriebe ausgeliehen.

Die Menschen damals hatten nunmal kein Gesicht! Die Menschen wurden depotiert, zur Zwangsarbeit gezwungen und danach ins Todeslager gebracht. Da gab es keine Helden, keine Gesichte a la Hollywood. Wie soll man die Gewalt denn sonst zeigen wenn nicht abgestumft? Untermalt mit Chören? Ich bitte Dich! Damals wurde diese Gewalt genauso iwe im Film gezeigt praktiziert. Ist hässlich, ist irritierend - doch es ist fakt. Nix anderes wollte der Uwe damit zeigen!

Das ist genau das, was die Nationalsozialisten erreichen wollten. Das ist genau das Problem. Natürlich hatten sie ein Gesicht. Jeder von ihnen. Einige waren gute Menschen, einige schlechte Menschen. Viele von ihnen haben sich in der Gefangenschaft gegenseitig geholfen - nämlich jene, die nicht - wie vor allem Schwache, ältere Frauen, Kinder, alte - sofort vergast, sondern ins Lager gebracht wurden.Es gab auch Widerstand. Es gab eine Hierarchie der Häftlinge und sie haben sich gegenseitig bestohlen. Es gab nicht nur Juden, sondern auch Sinti und Roma, Homosexuelle und Politische und diese standen in ganz unterschiedlichen Verhältnissen zueinander.
Die Opfer aus ihrer anonymität zu holen ist ein Versuch, die Perfidität, die das Morden durch dehumanisierung und entindividualisiierung für die Täter erleichterte, aufzuheben.

Ich fand der Film hatte unnötig viel Gewaltdarstellung. Die Sache am Anfang mit dem Kind das dann hinterrücks erschossen wird mehr als 3 Mal zu wiederholen war schlichtweg Effekthascherei.

Die Interviews mit den Schülern waren sehr langweilig gemacht, man hätte das etwas interessanter gestalten können.

Uwe Boll ein Künstler? Das ist ja so als würde man sagen, dass Steven Seagal ein Charakterschauspieler ist. Das passt irgendwie nicht…

Naja, Beuys zählt in diesen Landen als großer Künstler.
Und wenn das Kunst war, was der gemacht hat, ist Boll ein sehr großer Künstler.

Und wenn Beuys Künstler war und Boll nicht, dann sehen wir tatsächlich beim Supertalent sehr viele Künstler.