ARD: Das SuperBuuuuuuh(l)-Desaster

Servus,

ich hab mir gestern Nacht den Superbowl angesehen. War ein klasse Spiel, aber was die ARD in der Halbzeitpause gebracht hat fand ich irgendwie peinlich.

Ich hoffe ich war nicht der einzige den diese Tönstörung während der Halbzeitshow extrem genervt hat. Und es hat sich ab einem bestimmten Zeitpunkt irgendwie so angehört, als ob die ARD uns The Who vom Band präsentieren würde, anstatt zu versuchen die Tonleitung irgendwie wieder mit dem Bild zu synchronisieren.

Und was sollte dieser Beitrag über die Folgeschäden die Footballer durch ihren Sport davontragen können? Auf einmal wurde der Superbowl als großes Gewaltspektakel dargestellt. Und als die Wissenschaftlerin in diesem Beitrag auch noch mit einem echten Gehirn rumhantierte kam mir fast die Kotze hoch.

Edit: Sorry, an der Tonstörung waren wohl die Amis schuld.

Betraf es denn nur die ARD? Es hieß doch, das dieses Problem auch beim übertragenden US-Sender auftrat

Edit: Ich hab mal nachgeschaut, in einem anderen Forum haben sich auch ESPN-Zuschauer über das Problem beschwert, die ARD hats demnach nicht verbockt.

Echt? Hab ich nicht mitbekommen.

Das mit der Tonstörung war wkl ätzend, aber wie gesagt generelles Problem.

Ich muss dir Recht geben was diese Wissenschaftlerin angeht. es ist sicherlich richtig was sie da sagt, aber das gehört nicht 2 min vor den Kick-off. Ich freu mich den ganzen Tag auf das Spiel und dann setzten die da sonen Miesmacher direkt vor Spielbeginn. Das mit den Gehirnen fand ich auch mehr als geschmacklos.

Ansonsten egtl ne ganz gute Übertragung, aber leider wieder dieses ständige: wir erklären es ganz kurz für alle, die es zum ersten Mal sehen…Irgendwie haben die städnig alles erklärt.

Aber am coolsten war eh Tom Nütten mit seinem leichten Akzent. Der tut sich sehr schwer damit das Spiel auf deutsch zu erklären hatte ich den Eindruck :lol:

Trotzdem gefiel mir die Übertragung bei Puls 4 egtl besser (vor allem die Vorberichte), das hatte wesentlich mehr den amerikanischen Charakter der Übetragung wiedergespiegelt. Warum die ARD ne halbe Stunde die Flachzange von Witt zeigen musste und ihr noch nicht fertiges Studio in Vancouver war mir ein Rätsel.

Aber alles in allem ein tolles Spiel und dafür bin ich der ARD dankbar, dass sie den sb jedes Jahr überträgt.

Ich bin auch froh, dass die ARD das Spiel zeigt (auch wenn ich es sehr schade finde, dass man nurnoch den Superbowl zeigt - vor 2-3 Jahren gab es ja afaik auch mindestens ein Conference-Final), da ich Puls 4 nicht empfange und mangels Pay-TV wenig alternative habe. Die Präsentation war aber etwas enttäuschend. Während des Spiels war es ok, aber nach dem Ende ging das doch sehr ruckartig. Schnell die Experten reden lassen und dann ganz schnell zu den schönsten Bahnstrecken, dass die 500 schlaflosen Senioren blos nicht böse werden… Das man wenigstens die Siegerehrung zeigt, kann man eigentlich schon erwarten…

Vor ein paar Tagen war es, mal wieder, soweit.

Der SuperBowl stand an - das größte jährlich stattfindende Einzelsportereignis der Welt. Mehr als 1 Milliarde Zuschauer - ein rappelvolles Stadion, Geisterstädte da 95% der Amerikaner den SuperBowl sehen und auch sonst auf der Welt fiebern hunderte von Millionen Zuschauern mit - auf der ganzen Welt? Naja, es gibt da so ein kleines Land - technisch eigentlich weit entwickelt und telemedial im öffentlich-rechtlichen Bereich auch mit guten Geldern versorgt - was eigentlich mehr geflucht hat, als gejubelt: Deutschland.

Sonntag Abend, 21 Uhr, Stuttgart: Im GAZI-Stadion versammeln sich knapp 120 Footballinteressierte um sich bis 0 Uhr mit Cola, Bier und amerikanischem Essen die Zeit zu vertreiben - auch großen Leinwänden wird in schlechter Qualität von amerikanischen Sendern das ‚WarmUp‘-Spiel vom SuperBowl übertragen - na gut, das sich keiner bereit erklärt diese schon zu übertragen ist mehr als verständlich. Doch dann, gegen 23:45 wurde es heiß - der Aufbau begann, der SuperBowl ging los - also ab auf unseren Anteilssender ARD und - wir sehen Schnee …

Nicht die Form von Schnee, die wir als Bildstörung kennen - das wäre ja noch schöner gewesen - nein, schönen Pulverschnee, frisch aus Vancouver. Dazu noch 2 altbackene Moderatoren, die sich durch enge Gänge und lieblos eingerichtete Studios marschieren und uns um kurz vor 12 erzählen wollen, wie viele Stunden HD-Material sie doch in Vancouver aufnehmen können (es sind übrigens 2000 Gigabyte). Abgesehen von der Tatsache, das der SuperBowl trotzdem noch in „miesem“ SD übertragen wurde hat es 0% der Leute im Raum und sicherlich nur 5% aller nächtlichen Zuschauer interessiert - lief doch der SuperBowl schon fast an - und wer schaut nachts um 0 Uhr ARD, wenn er nicht genau weiß, was da gleich kommt.
Dumme Kommentare besagter Moderatorin („Na, dann bin ich doch mal gespannt ob wir gleich beim SuperBowl vllt. ein Elfmeterschießen zu sehen bekommen.“) wurden von den frisch zugeschalteten SuperBowl-Moderatoren zum Glück im Keim erstickt.
Pünktlich zum Einlauf des Teams und ohne jegliche Vorberichtserstattung ging also bei 120 Leuten das Herz auf, der Jubel los und das Bier floss. Man überhörte, dass der Moderator anscheinend noch schnell das Spiel erklärte, es mag ja Leute geben die nur per Zufall eingeschaltet haben, und genoss die erste Hälfte eines spannenden Spiels. Die eher lächerlichen Füllkommentare des Moderators in kurzen Spielpausen („Ja, hier sehen die Amerikaner gerade Werbung, Sie ja bei uns nicht“) nehmen wir mal als natürlich hin - immerhin zahlen wir ja auch dafür - die Amerikaner ja nicht…

Bis, ja bis zur Halbzeitpause, hier ging der Fehlerteufel los - genoss man doch als zahlender Kunde ein Kurzkonzert der bekannten Band „The Who“, mit Licht und Feuerwerksshow - begeisternd, wäre da nicht die Bild/Tonasynchronität von 10 Sekunden gewesen, die jeglichen Genuss aus dem Spektakel nahm.
Über eine Berichterstattung in der Halbzeitpause kann man nur soviel sagen, das die ARD als Hauptförderer von Boxkämpfen (Ihr wisst schon, der Sport wo sich Leute mit eh schon wenig Hirn solange mit latent gepolsterten Handschuhen direkt auffe Birne hauen bis sie weder stehen, noch Strichmännchen zeichnen können) über die Gefährlichkeit und Gewalt beim Football ausließ, wie z.B. die „bösen“ Takles, wovon pro Spiel nicht mal jeder Spieler welche abbekommt und selbst wenn jemand auf den(nicht primären Angriffspunkt) Kopf geht, ist dieser durch einen High-Tech-Helm geschützt. Aber von Brutalität natürlich nicht zu überbieten - danke ARD-Kompetenz-Team…

Mehr Inhalt versprach die 2te Hälfte und die hatte es auch in sich. Der Favorit leistete sich grobe Fehler, der NewComer nutzte alle Chancen und am Ende sah man jubelnde Spieler, nasse Trainer und riesen Geschrei von den Rängen als die Saints für ihre Stadt New Orleans den Titel holten. Wie oft wurde im Voraus gesagt, das die Spieler für diese Stadt kämpfen, um einer Stadt die durch den Hurrican Katrina soviel verloren hat, soviel Leid ertragen musste. Und es ist sicherlich noch öfter gesagt worden - sehr sicher auch bei der Siegerehrung der glücklichen SuperBowl-Pioniere. Nur das weiß der ARD-Zuschauer leider nicht. Denn während noch auf dem Feld Spieler rannten und Podeste eingeschoben wurde, sah man für noch 20 Sekunden die 3 lächelnden Moderatoren, welche sich mit einem „Wir sehen uns dann wieder in 1 Jahr“ aus dem Programm verabschiedeten.

Ruhig wurde es nicht, zumindest nicht bei uns. Denn hier machte sich ein riesen Gegröle und Geschreie laut, mit welcher Frechheit die ARD, nach keiner Vorberichterstattung, nicht nur keine Siegerehrung, sondern auch keine Nachberichterstattung ausstrahlt.
Während es im Saal heiß herging, wurde in der ARD cool gechillt - auf schönen Bahnstrecken - bzw. „Die schönsten Bahnstrecken der Welt: Neuseeland: Christchurch -Greymouth“.
Ich möchte euch die Fluchwörter und Details ersparen, aber 4 Stunden Spiel und Spannung pur, von 00:00 Uhr Nachts an, entladen sich in viel Frust wenn man so vorgeführt wird …


Es gibt bereits Mails an die ARD, die diese Thematik den Schuldigen näher bringen, wobei ich doch denke, ich belasse es erst einmal bei diesen Punkte.

Allen, die ebenfalls von der ARD geplagt wurden hoffe ich, aus der Seele zu sprechen - dem Rest wünsche ich, gut gelesen zu haben.


An den Fernsehkritiker: Ich weiß, das ist eine Menge Text und ein sehr spezielles Thema, vllt. reicht es aber für ein „Kurz kommentiert“-Einschub :slight_smile:

Vielen Dank soweit - ich seh dich wieder in der 41. Ausgabe und bis dahin heißt es: Ich schalt auch den PC mal wieder ab.

Mfg,
Jonathan

Da kann ich ja froh sein, dass ich mich - dank Time Shift - nur auf das Spiel konzentrieren konnte (denn das war absolut genial und super spannend) und von dem (zu erwartenden) Murks der ARD nix mitbekommen habe.

Die technischen Pannen bei der Show während der Halbzeitpause sind mir auch aufgefallen, hab ich dann weg gedrückt.

Sicherlich ist die Übertragung nicht so gelaufen, wie es sich Fans des Sports und SuperBowls es sich wünschen.

Die Olympia-Vorberichterstattung aus Vancouver war der gewohnte “Schaut mal, was für tolle Technik wir so weit geschickt haben”-Hinter-den-Kulissen-Bericht. Eher öde, hätte eher als eigene kleine Sendung vorher laufen können und nicht als “Super-Bowl” - Vorbericht. Kati Witt war auch zum Football-Thema mehr als unpassend aber ist nunmal die “Expertin” der ARD für Olympia.
Die ARD wollte halt schon mal Werbung für ihre Übertragung aus Vancouver machen.

Das Ding mit The Who war echt ärgerlich, aber die ARD konnte da nichts für. Soll wohl ein technisches Problem gewesen sein im Zusammenhang mit der Zeitverzögerung, die nach dem Nipplegate-Vorfall mit Justin Timberlake und Janet Jackson eingeführt wurde.

Keine Siegerehrung: Einfach unverständlich, war mir aber in dem Fall eh egal war, da ich kurz nach Abpfiff eingeschlafen bin :smt015

ABER…

Ich bin trotzdem saufroh, dass die ARD das übertragen hat.

Ich erinnere mich mit Schrecken an Übertragungen von Sat.1, die gnadenlos nach jedem Spielzug 2 von insgesamt max. 6 Werbespots geschaltet haben. Man hat über 4 Stunden lang andauernd die gleichen Werbungen gesehen. Unerträglich !!!

Da bin ich doch echt froh, dass

  1. Der SuperBowl überhaupt live übertragen wird, war auch manche Jahre nicht.
  2. Das Ganze ohne Werbung gesehen haben zu können, das können die meistens Amerikaner selbst nicht einmal.

Deshalb, ich kann verstehen, dass mancher Fehler der ARD einen ärgert, aber ich halte das in dem Fall für Meckern auf sehr hohem Niveau. Es könnte weit schlimmer sein.

Jo ich hab den Superbowl auch gesehen und war zufrieden. Gutes Spiel, und die Übertragung war auch ganz okay. Einzig die Kritik an der Gehirndoku würde ich unterstützen, die war etwas fehl am Platz. Die Halbzeitshow hat mich nicht interessiert, die 60jährigen The Who sind nicht unbedingt mein Fall, war mir daher egal.