Anzeige gegen 9live sinnvoll?

Gegen wen und warum?

Gegen 9Live wegen Betrugs.
Die Argumente dazu, wurden doch in der letzten Folge präsentiert.

Betrugsanzeige kannst du nur erstatten, wenn dir ein Schaden entstanden ist.
Der Fernsehkritiker nimmt ja nicht an den Gewinnspielen teil.
Und ich glaube auch nicht, daß ein Gericht ein Verfahren eröffnet, weil jemand sich um 50 Cent betrogen fühlt.

Das ist so nicht richtig. möglicherweise Betrug ist zunächst einmal ein Offizialdelikt. Und wird nur durch besondere Umstände (z.B. Täter ist Verwandter des Geschädigten) zum Antragsdelikt.

Es gilt auch bei Betrugsdelikten der § 248a

§ 248a
Diebstahl und Unterschlagung geringwertiger Sachen

Der Diebstahl und die Unterschlagung geringwertiger Sachen werden in den Fällen der §§ 242 und 246 nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

Und somit muß der Geschädigte selbst Anzeige erstatten, da bis jetzt keine Strafverfolgungsbehörde ein besonderes öffentliches Interesse zu erkennen scheint.

Man kann sich ja für 50 Ct zum Geschädigten machen, wenn es einem wirklich am Herzen liegt, Call-In-TV verbieten zulassen.
Ich glaube ein ■■■■■■ wäre hier nicht geringfügig, weil es eine riesige Masche ist, die daruf angelegt ist viele Leute um viel Geld zu betrügen (ist bloß ne Vermutung, ich bin selbr kein Jurist. da muss ich nohcmal Papa fragen :wink:

Und hier weicht man ein wenig von Thema ab.

Falls ihr weiter diskutieren wollt, können wir es vom Thema abtrennen.

Sorry Chef, habs erledigt.

Nehmen wir einmal an ich erstatte Anzeige. Dann kann ich mich auf ein langwieriges Verfahren einstellen, was ziemlich anstrengend werden kann. Und selbst wenn ich etwas beweisen kann, dann wird es am Ende auf eine Geldstrafe gegen den Täter hinauslaufen. Und die wird aus der Portokasse bezahlt. Ein Gericht kann schließlich keine Firma und kein Geschäftsmodell verbieten.

Will ich also wiklich etwas erreichen, dann muß ich mich nicht an die Judikative wenden, sondern an die Legislative.
Letztendlich macht es für mich dann schon am ehesten Sinn, mich direkt an den Konsumenten zu wenden, denn damit kann ich Call-in am einfachsten die Existenzgrundlage zerstören.

Letztendlich macht es für mich dann schon am ehesten Sinn, mich direkt an den Konsumenten zu wenden, denn damit kann ich Call-in am einfachsten die Existenzgrundlage zerstören.

Diese Methode ist auch immer besser als irgendwas was „von oben“ kommt! Schließlich würde es schon dem Konsensprinzip nahekommen.

Das denke ich auch. Das Problem ist natürlich, dass sich die Zielgruppen entsprechender Aufklärunsangebote und die der Call-In-Sendungen in keinster Weise überschneiden.

Wie kommst Du denn auf das schmale Brett? (Naja,… Aero hat ja schon die Bagatellregelung dazu erläutert)

@ Topic

Nur so geht es. Da es aber genug Deppen gibt … wird’s nix bringen … :mrgreen:

Will ich also wiklich etwas erreichen, dann muß ich mich nicht an die Judikative wenden, sondern an die Legislative.

So denk ich auch, wenn es ein Gesetz gäbe, dass diese Gewinnspiele verbieten würde, wäre sofort Schluss. Anzeige gegen 9Live zu erstatten wird wahrscheinlich nicht viel bringen.

Außerdem musst du schon eine Person, also hier den Geschäftsführer anzeigen. Gegen eine Firma kann man keine Anzeige machen. Ein Unternehmensstrafrecht gibt es in Deutschland nicht.

Ich halte auch eine Eingabe an die Legeslative für sinnvoller.

Nur so geht es. Da es aber genug Deppen gibt … wird’s nix bringen … :mrgreen:

Naja wir erlauben diesen Deppen schließlich auch zu wählen, Auto zu fahren und selber zu entscheiden, ob sie rauchen wollen oder nicht.
Hier sehe ich nach einem 9Live-Verbot ganz klar noch Handlungsbedarf :wink:

Außerdem musst du schon eine Person, also hier den Geschäftsführer anzeigen. Gegen eine Firma kann man keine Anzeige machen. Ein Unternehmensstrafrecht gibt es in Deutschland nicht.

Ich halte auch eine Eingabe an die Legeslative für sinnvoller.

Wäre mir neu. :shock:

Das gilt nur für Kleinunternehmen, die meist in der Hand einer Person sind. Firmen wie GmbH’s, OHG’s oder AG’s sind juristische Personen, die eine interne Vertretung haben (Vorstand, z.B.).

Ergo:
Die Klage wird gegen die Firma geführt, wer auch immer dann intern dafür den Kopf hinhält, ist dann zweitrangig.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tabelle_ei … eutschland