Anmerkung zum Gastbeitrag

Es geht doch nicht um sinnvolle Ergänzungen der deutschen Sprache mit ausländischen Begriffen. Etwas anderes ist die gedankenlose Übernahme englischer Begriffe vorallem in der Werbung. Zwei weitere Beispiele: Es gibt in vielen Städten die Zurück-Fabrik (engl. Back-Factory). Eines dieser Sprachverbrechen, bei denen weder ein Deutscher noch ein Engländer weiß, was der ganze Quatsch bedeuten soll. Ich stand neulich vor einem Plakat von KFC. Dort war alles in Englisch (z.B. “best Milk-Shake in the yard”). Einen Begriff hab ich nicht verstanden: Hot Wings Tag. Soll ich mir Geflügel um den Hals hängen? Meine Frau konnte es erklären. Die meinten, dass es heute Hähnchenflügel-Tag ist. Warum sie 99% Englisch sprechen, aber dann den Begriff “day” willkürlich durch “Tag” ersetzen, wissen sie wahrscheinlich selbst nicht. Oder “Baked Potato”. Der Begriff Folienkartoffel ist deutsch, einfach und jeder versteht ihn. Warum muss man auf Weihnachtsmärkten “Baked Potatoes” verkaufen. Das Zeug kommt doch überhaupt nicht aus England oder USA. Am “besten” ist noch “Baked potato mit sour cream”. Warum “mit” und nicht “with”? Das ist einfach Schwachsinn!!! - Das ganze rührt m.E. immer noch aus der Niederlage im 2. Weltkrieg, denn in den Jahrzehnten danach meinten ja z.B. fast alle deutschen Schlagersänger, sie müssten sich englische Namen geben (Roy Black, Peggy March, Mary Roos…). Seit der NDW hat sich das ja etwas geändert, aber viele Werbetreibende scheinen immer noch zu glauben, dass Englisch per se cool sei. So z.B. die Deutsche Bahn mit ihren Rent-a-bike etc. Aktionen (Fahrradverleih). Der Niedergang der USA hat ja gerade erst angefangen und vielleicht ist es in der nächsten Generation nicht mehr cool, jedes deutsche Wort beliebig durch ein Englisches zu ersetzen.

Das ist wohl sehr wahrscheinlich, wir haben ja auch aufgehört deutsche Wörter mit französischen zu ergänzen. Die von mir oben genannten Begriffe sind ja nur die überreste dieser Zeit, zu der es eben chic war Deutsch mit Französisch zu vermischen. Etwas ähnliches haben wir jetzt eben mit der englischen Sprache.
Und irgendwann hört das eben auch wieder auf und es bleiben ein paar eingedeutschte neue Wörter.

Das Problem ist, dass jeder die Grenze zwischen dynamischer Veränderung der Sprache und deren Verwahrlosung anders zieht.

Nein, insgesamt betrachtet ist das überhaupt kein Problem. Wäre es eins, so wäre der komplette Sprachwandel ein von Menschen intendiertes, vielleicht gar demokratisches Phänomen. Wir schlügen uns die Köpfe ein ob einiger brisanter Fragen, die die Sprache aufwirft.

Die Sprache interessiert sich einen Dreck für unsere Sorge, dass sie verwahrlost oder unterginge. So ein Humbug, dieses Problem wird schon seit tausend Jahren herauf beschworen. Nach dem Linguisten Rudi Keller liegt dies darin begründet, dass wir in unserer Alltagssprache und in unserem Alltag mit Formen des Prozesses, die sich über weite Zeitabstände ziehen, nicht vertraut sind.

Wer Interesse an diesem Thema hat, welches wesentlich komplexer ist, als hier teilweise durchschimmert, dem schicke ich gerne meine 25seitige Hausarbeit „Aspekte des Sprachwandels“. Diese schlägt einen ähnlichen Ton an, wie der absolut geniale und notwendige Gastbeitrag der letzten Sendung.

Aber das schöne in den Geisteswissenschaften ist ja, dass man sich immer streiten kann. :slight_smile:

Dann gehts langsam mit dem Eindeutschen von chinesischen Begriffen los :wink:

Ich muss gestehen, eine so ausgiebige Debatte über den Gastbeitrag hätte ich dann doch nicht erwartet, als ich ihn konzipierte… Aber es ist auf jeden Fall sehr erfreulich, dass hier über das Thema Sprache, Sprachwandel und “Sprachverwahrlosung” diskutiert wird, schließlich ist das, wie man doch immer wieder feststellt, ein überraschend empfindliches Thema, auf das teilweise sehr sensibel reagiert wird - und das durchaus auch zu Recht.

Es wurde mehrfach eine “Sprachverwahrlosung” angesprochen - wer nach dem Ansehen des Gastbeitrags glaubt, ich würde leugnen, dass es so etwas gibt, der täuscht sich; allerdings sehe ich nicht jede Veränderung der Sprache als “Sprachverwahrlosung”, selbst dann nicht, wenn Sprache bis zur Unkenntlichkeit verfremdet wird. Vielmehr macht sich diese “Verwahrlosung” für mich an mangelnder Situationsangemessenheit fest - ein Kriterium, das übrigens auch Jan Georg Schneider in einem aktuellen Aufsatz im “Sprachdienst” (4/2008) anführt. Wenn gerade Jugendliche Sprache “zurechtbiegen”, verfremden, mit Neologismen anreichern, bisweilen auch lakonisch verknappen, dann schaffen sie sich damit zuallererst einmal eine eigene Sprache als identitätsstiftendes Merkmal, mit dem sie sich untereinander ihrer Verbundenheit vergewissern und sich zugleich nach außen abgrenzen. “Verwahrlosung” wird daraus dann, wenn sie gar keine andere Sprache beherrschen, wenn sie auch im Vorstellungsgespräch keinen vollständigen Satz zustande bringen und lediglich Sprachbrocken speien. Und ich glaube, dass es dieses Horrorbild ist, das oft zu Unrecht mit dem Sprachwandel im Allgemeinen in Verbindung gebracht wird.

Aber dass es ein “Horrorbild” ist, heißt nicht, dass es so etwas nicht gibt. Man erlebt dergleichen täglich, und das hat dann nicht mehr allzu viel mit Sprachwandel zu tun - das ist handfester Bildungsmangel, auch wenn man natürlich die These aufstellen könnte, dass die Sprache der Zukunft tatsächlich so aussehen werde. Das wird sie aber nach meiner Prognose nicht. Vielmehr befürchte ich, dass es eine sprachlich zweigeteilte Welt geben wird bzw. wir schon in einer solchen leben: Die einen sprechen die gesellschaftlich sanktonierte Sprache (weitgehend) einwandfrei, die anderen allenfalls Bildzeitungsdeutsch. Das ist dann natürlich eine Situation, die auch die Linguistik nicht kalt lassen darf. Wichtig ist es aber, zwischen bisweilen subjektiv als ungut empfundenen Sprachwandeltendenzen auf der einen und Manifestationen echter “Sprachverwahrlosung” auf der anderen Seite zu unterscheiden, denn sonst besteht die Gefahr, dass die “sprachliche Oberschicht” sich einem Normierungs- und Regulierungswahn willig unterwirft, weil sie Sprache auch als Statusobjekt versteht und gebraucht, während die “sprachliche Unterschicht” auf der Strecke bleibt, weil sie gar nicht imstande ist, den gelehrten Debatten zu folgen…

Einigen scheint der Untergang und der Verlust der deutschen Sprache nicht schnell genug zu gehen, so wie in dem Gastbeitrag. Jetzt schon bei Germanistikstudenten in ihren frühen Zwanzigern. He he, da bekommt die PISA-Studie für Studenten doch einen weiteren Beigeschmack; und ohne dass sie es merken, sägen jene an ihrem eigenen Stuhl…

Klar, so ein renommierter Kerl, der einst selbst Germanistik studiert hatte und jetzt auch noch seine “eigene TV-Show” bekommt, dem kann ja jeder von seinem PC nur noch ans Bein pinkeln. Bleibt doch nichts mehr anderes übrig. Ganz besonders diejenigen, die in ihrem Leben und für Zwiebelfische, eeh, die Allgemeinheit noch nichts geleistet haben (Fernsehkritiker: ‘Der muss es ja von Berufswegen wissen!’). Da geht dem Fernsehkritiker doch das Herz auf. Ist doch einleuchtend. Nur so nebenbei: Der WDR hat mit Sick zunächst 3 (drei) Folgen abgemacht, also keine eigene Sendung in dem Sinne. Sick ist vor der Kamera nicht gut, ja. Na und? Sind 3x45 Minuten vom WDR erleuchtend oder die Sendung auf 5 Minuten gepresst mir jammernde Korinthenkackerei von denjenigen, die an ihren ersten Lektoren gescheitert sind…?

Popstars schauen ist scheisse; call-In schauen ist scheisse; und wenn dann mal etwas mit Identität, der deutschen Sprache, vergleichbar mit MTV in den frühen 1990er der WDR sich in unbekanntes Gebiet traut, ist das auch scheisse?

Ja, was denn nun? Was würde denn der Eumel mit seinem Gastbeitrag und der Fernsehkritiker anstelle dessen sehen? Wo bleiben denn die Innovationen und “Ich kanns besser”? mmh…? Viel bleibt nämlich nicht mehr übrig, was Fernsehkritiker und seine Lakaien noch scheisse finden könnten.

Sprache ist Identität. Das, was einige hier beschreiben, die Wandlung der Sprache, ging über viele Jahrzehnte, über viele Jahrhunderte einher. Allerdings ist es nicht mehr in “Mode” sich über sprachliche Defizite zu beschweren und das anzukreiden. Die bekloppten Franzosen haben zwar keine eigene Sendung ihrer sprachlichen Genies im öffentlich Rechtlichen, nein, sie haben gleich ein staatliches Institut zum Erhalt der Französischen Sprache. Diese Idioten. Wie kann man nur…

Übrigens, wir erinnern uns doch noch alle, als vor gut einem Monat (4 Wochen) die Volkswagenaktie innerhalb weniger Tage das reichste Unternehmen der Welt gewesen ist.
Kann es vielleicht damit zusammenhängen, dass vom Hausmeister(Tariflohn) bis hin zum Wiedeking (60 Mille im Jahre) bei Porsche darauf bestanden wird, Deutsch und nur ausschliesslich Deutsch geredet werden muss? Oder ist das zu heuschrecken-raubkapitalisch??

Ey, aber herzlichen Glückwunsch zum IPTV-AWARD (gesprochen: EI PI TIE WIE ÄWORT, ohne die Bedeutung zu kennen…)

Mfg
Lohmann

Ich muss sagen, dieser Beitrag strotzt nur so vor herrlichem Sarkasmus und schwarzen Humor. Ernst nehmen kann ich ihn jedoch trotzdem nicht.

Einigen scheint der Untergang und der Verlust der deutschen Sprache nicht schnell genug zu gehen, so wie in dem Gastbeitrag. Jetzt schon bei Germanistikstudenten in ihren frühen Zwanzigern. He he, da bekommt die PISA-Studie für Studenten doch einen weiteren Beigeschmack; und ohne dass sie es merken, sägen jene an ihrem eigenen Stuhl…

Germanistikstudenten bekommen in ihren Lehrfächern Wissen um ihre Sprache mitgeteilt, nicht die Aufgabe sie mit ihrem Leben zu verteidigen.

MfG
Mediin

Übrigens, wir erinnern uns doch noch alle, als vor gut einem Monat (4 Wochen) die Volkswagenaktie innerhalb weniger Tage das reichste Unternehmen der Welt gewesen ist.
Kann es vielleicht damit zusammenhängen, dass vom Hausmeister(Tariflohn) bis hin zum Wiedeking (60 Mille im Jahre) bei Porsche darauf bestanden wird, Deutsch und nur ausschliesslich Deutsch geredet werden muss? Oder ist das zu heuschrecken-raubkapitalisch??

Nö. VW war Spielball von Zockern, die auf sinkende Kurse gesetzt hatten. In der Folge stieg VW aufs Unermessliche.
Ach: Sprechen die Mitarbeiter in Tschechien und Mexiko auch nur Deutsch? Aber bei den brasilianischen Edelnutten ist dann sicher Schluss, oder? :smt016
Wo Du anscheinend so genau bist: Was bedeutet das, wenn eine Aktie das reichste Unternehmen ist? Ist nicht die Aktie teuer und VW als Unternehmen reich? Soll ich das mal an Sick weiterleiten?

Wiedeking (60 Mille im Jahre)
Mille steht doch für 1000, oder? Glaube nicht, dass er sich damit begnügt :wink:
Wenn Spreche Identität ist (was bedeutet das denn genau?), dann sollte man ihr auch zugestehen, sich zu verändern.

Stefan, der Autor des Beitrages, hat bewusst provozieren wollen mit seinem Beitrag. Und es ist schön, dass er hier so leidenschaftliche Diskussionen entfacht hat - und Lohmann zu provozieren, ist immer wieder eine besondere Freude! :smt006

Germanistikstudenten bekommen in ihren Lehrfächern Wissen um ihre Sprache mitgeteilt, nicht die Aufgabe sie mit ihrem Leben zu verteidigen.

Es gab immer Zeiten, in denen einige ihr Leben eingesetzt haben, um Wissen überhaupt zu etablieren. Man muß es ja nicht erst wieder soweit kommen lassen, sondern einfach mal das wertschätzen, was man besitzt.

Wenn Spreche Identität ist (was bedeutet das denn genau?), dann sollte man ihr auch zugestehen, sich zu verändern.

Naja, zunächst sollte man über sich im Klaren sein. Erst dann, ist man im Stande sich gegebenfalls zu verändern. Veränderung hat zwangsläufig immer mit Anpassung zu tun, und bevor man sich versieht, hat man seine eigentlichen Qualitäten und Stärken vergessen und bleibt auf der Strecke. Wie gesagt, einigen geht das auch bei der Sprache gar nicht schnell genug, aber hauptsache angepasst. Deutsch ist das letzte Glied, was die Leute in diesem Land zusammenhält und wenn auch das noch flöten geht, können wir den Laden dicht machen.
Vergleiche doch mal VW, die Edelnutten und den Aktienkurs vor 2006 (ist ja schon ne Weile her…) und dann mit Wendelins Philosophie und 2008. Oder Mercedes und Chrysler. Schrempp wollte sich ja auch verändern und dem Markt anpassen…

Stefan, der Autor des Beitrages, hat bewusst provozieren wollen mit seinem Beitrag. Und es ist schön, dass er hier so leidenschaftliche Diskussionen entfacht hat - und Lohmann zu provozieren, ist immer wieder eine besondere Freude! :smt006

Klar, man kann das immer sagen: wollt ja nur provozieren.
Aber irgendwann stellt sich die Frage, was man denn stattdessen sehen möchte. Aber ich sehe schon, dieses Mal werde ich auch darauf keine Antwort erhalten.

MfG
Lohmann

Wenn ich die Wahl habe, schaue ich mir lieber “Die Bastian Sick Show äh Schau” an als den alltäglichen Müll, der von den privaten Sendern ausgestrahlt wird.

Wenn ich die Wahl habe, schaue ich mir lieber „Die Bastian Sick Show äh Schau“ an als den alltäglichen Müll, der von den privaten Sendern ausgestrahlt wird.

Wenn ich die Wahl hab, lass ich mir lieber die Augen ausstechen als die Haut mit einem Buttermesser abgeschält zu bekommen. Was ist das denn für ein Argument? Sicherlich ist Sick-Show für den Nicht-Linguisten noch immer unterhaltsamer, als Barths Sexwitze und Pochers Pöbeleien. Aber deswegen doch noch lange nicht frei von Kritik.

Naja, zunächst sollte man über sich im Klaren sein. Erst dann, ist man im Stande sich gegebenfalls zu verändern. Veränderung hat zwangsläufig immer mit Anpassung zu tun, und bevor man sich versieht, hat man seine eigentlichen Qualitäten und Stärken vergessen und bleibt auf der Strecke.

Ich habe im Gefühl, dass du eine ganz „falsch“ Vorstellung von dem hast, was wir Sprache nennen. Nie würde sich eine Sprache durchsetzen, die nicht verstanden wird. Der Sprachwandel ist ein Prozess, der sich unserer Beobachtung derart entzieht, dass wir nur punktuell darüber erstauen, wie früher geredet wurde. Im übrigen steht es uns ja frei, ob wir neue Trends mitmachen, oder uns solchen entziehen. Der Sprachwandel ist nichts von oben induziertes. Wir sind die Sprecher und der Querschnitt der Sprecher zieht den Sprachwandel nach sich. Findest du V2-Konstruktionen in weil-Nebensätzen doof (wie ich), versuche sie zu unterlassen. Doch versuche daran keine Wertigkeiten zu knüpfen, die bloß darin münden, durch das Feld der Sprache durchzupirschen und an alles Falsch- und Richtig-Zettel zu kleben. Das Leben ist kein Diktat.

Was ist das denn für ein Argument?

Du vergleichst Birnen mit Äpfel.
Für dich sind anscheinend sowohl die „Bastian Sick Show“ als auch der restliche Fernsehmüll „schmerzhaft“, dann ist das für dich auch eine Wahl zwischen Pest und Cholera.
Für mich jedoch ist der alltägliche Fernsehmüll unterstes Niveau, aber die „Bastian Sick Show“ endlich mal Unterhaltung auf einem etwas höheren Niveau und für mich sehr wohltuend. Deswegen habe ich keine Probleme dies einzuschalten.
Deswegen: Wenn ich die Wahl habe, schaue ich die Schau von Bastian Sick.
(um bei deinem symbolischen Vergleich zu bleiben: Wahl zwischen Augenausstechen und „mit einer Feder gekitzelt werden“).

Und zur Kritik: Im deutschen Fernsehen ist so gut wie jede Sendung/Show und jeder Film/Serie kritikwürdig. Was aber nicht heißt, dass gerade die Schau von Bastian Sick vergleichbar ist mit dem alltäglichen Müll.

Und noch etwas zum Thema „Argument“:
Das war kein Argument für die Schau sondern lediglich meine Meinung.

Nein, insgesamt betrachtet ist das überhaupt kein Problem. Wäre es eins, so wäre der komplette Sprachwandel ein von Menschen intendiertes, vielleicht gar demokratisches Phänomen. Wir schlügen uns die Köpfe ein ob einiger brisanter Fragen, die die Sprache aufwirft.

Ein Problem (gr. ??? próblema „das, was [zur Lösung] vorgelegt wurde“) nennt man eine Aufgabe oder Streitfrage, deren Lösung mit Schwierigkeiten verbunden ist.

Mit Problem meine Ich die Frage, was als „korrektes“ Deutsch anzusehen ist; und darüber wird eben gestritten, denn Sprache wird ständig von verschiedenen Einflüssen verändert. So gesdehen ein Problem ohne Lösung, weil Sprache nie endgültig „fertig“ ist.

@Jigsaw: Wenn du schreibst „Wenn ich die Wahl habe, schaue ich mir lieber „Die Bastian Sick Show äh Schau“ an als den alltäglichen Müll, der von den privaten Sendern ausgestrahlt wird.“, dann ist das einzige Pro-Argument für die Schau eben jene, dass der Rest noch größerer Müll ist. Weshalb solltest du es sonst miteinander vergleichen und schreibst nicht einfach: Die Sick-Schau ist unterhaltsam und relativ intelligent (so, wie du es dann in deiner Antwort nachgeschoben hast).

Für dich sind anscheinend sowohl die „Bastian Sick Show“ als auch der restliche Fernsehmüll „schmerzhaft“, dann ist das für dich auch eine Wahl zwischen Pest und Cholera.

Wenn du deine Aussage eben mittels eines Vergleiches konstruierst, könnte man eben meinen, dass auch für dich die Wahl der Sick-Schau eine Wahl zwischen Pest und Cholera ist. Es laß sich wie ein Argument, daher meine Kritik. Jetzt, da ich weiß, dass du Sick nicht nur mangels besser Produktionen schaust, ist mein Vergleich natürlich einer zwischen Äpfeln und Birnen. Vorher nicht.

Und zur Kritik: Im deutschen Fernsehen ist so gut wie jede Sendung/Show und jeder Film/Serie kritikwürdig. Was aber nicht heißt, dass gerade die Schau von Bastian Sick vergleichbar ist mit dem alltäglichen Müll.

Absolut korrekt, wenn du es aber so konstruierst, wie geschehen, sind Missverständnisse zwangsläufig. „Wenn ich die Wahl habe, schaue ich mir lieber „Die Bastian Sick Show äh Schau“ an als den alltäglichen Müll, der von den privaten Sendern ausgestrahlt wird.“ klingt eben so, als sei dies das einzige Argument für deine Entscheidung, dir Sick anzuschauen: die Auswahl.

Aber jetzt wissen wir ja, dass du es eher so gemeint hast:

Für mich jedoch ist der alltägliche Fernsehmüll unterstes Niveau, aber die „Bastian Sick Show“ endlich mal Unterhaltung auf einem etwas höheren Niveau und für mich sehr wohltuend. Deswegen habe ich keine Probleme dies einzuschalten.