Akte 2011 vom 31.05: Berichterstattung über iShareGossip

Hallo zusammen!

Ich möchte nun auch einen Themenvorschlag beisteuern.
Es geht um den Beitrag der Sendung Akte 2011 über die Webseite iShareGossip. Dies ist eine Webseite, auf der Menschen ihre eigenen Äußerungen zu allem posten können und sich die Beiträge dort jeglicher Zensur/Regulierung seitens des Betreibers entzieht. So kommt es dazu, dass sich dort häufig Beleidigungen, Mobbing und sogar Morddrohungen finden. Außerdem werden Ex-Partner oder Nazis bloßgestellt.

Die betreffende Sendung kann hier angesehen werden.

Die Sendung Akte stellt nun die Webseite und 3 Beispielfälle von Cybermobbing dar.
Daran kann zunächst kritisiert werden, dass der Betreiber der Seite (die sich übrigens im Ausland befindet) für die Äußerungen seiner Benutzer verantwortlich gemacht wird.
Desweiteren fällt auf, dass der dritte Beispielfall zwar von Cybermobbing handelt (Ein 13-jähriger begang Selbstmord nach einer Facebook-Nachricht), aber in keinster Weise im Zusammenhang mit isharegossip steht. Die Seite wurde dazu garnicht genutzt!

Im Verlauf der Sendung wird eine Person verfolgt, gefunden und interviewt, die sich als Betreiber ausgibt. Der Moderator kommentiert dies mit “So sieht er also aus, der Betreiber…”. Im Anschluss auf die Sendung wird er von der Staatsanwaltschaft gesucht und festgenommen, aber später wieder freigelassen.
Der Knackpunkt: Der Mann war garnicht der Betreiber! Die Sendung ist hier auf einen “Scherz” reingefallen und die Staatsanwaltschaft hat es daraufhin geglaubt!

Der (hoffentlich) tatsächliche Betreiber stetllt dies im Interview mit Gulli klar.

Ich hoffe, das dieser Themenvorschlag in die Sendung mit eingebracht werden kann und hier nicht schon gebracht wurde.

Da ich in “Themenvorschläge” poste, ist es übrigens nicht mein Anliegen, eine Diskussion über iShareGossip an sich loszutreten. Auch wenn ich die haltlose (oder zummindest lückenhafte) Kritik über die Seite für schlecht halte, finde ich die Seite vor Allem in ihrer Umsetzung nicht uneingeschränkt gut. Insbesondere die Tatsache, dass die Beiträge nach Schulen kategorisiert werden, weißt darauf hin, dass tatsächlich pubertierende Jugendliche die Zielgruppe sind. Und das Löschen von beleidigend formulierten Beiträgen geht für micht nicht mit einer inhaltichen Zensur der Beiträge einher.

Zapp ging am 1. Juni auch darauf ein.
http://www.ndr.de/flash/zapp/interactiv … ml&sr=zapp (unter “Durchgezappt”).