10% für Kostenvoranschlag in KFZ-Werkstatt?

Hallo an die Autofahrer unter euch!

Letztens bin ich mit meinem Auto zum Winter-Check. Dabei wurden dann ein paar Mängel festgestellt. Immerhin die, die ich selbst auch schon entdeckt habe, also soweit alles okay.

Die haben mir dann auch einen unverbindlichen Kostenvoranschlag in die Hand gedrückt. Ob ich die Reparaturen bei Ihnen durchführen lasse, ließen sie mir frei. Auch soweit kein Problem.

Nun war ich bei drei anderen Werkstätten, um für die selben Mängel je einen Kostenvoranschlag einzuholen. Die liegen näher, ich müsste also nicht extra viel mit anderen Verkehrsmitteln fahren. Zwei der Werkstätten erstellten mir auch einen Kostenvoranschlag, ohne Geld dafür haben zu wollen. Die dritte verlangte 10% vom Endpreis, die ich bei der Reparatur auch verrechnet bekommen würde. Ansonsten wäre “das Geld eben futsch, aber damit muss man leben”.

Meine Frage an euch: Sind [B]10% für einen Kostenvoranschlag gerechtfertigt?[/B]

Der Zuständige in besagter Werkstatt hat ja nicht ganz Unrecht, denn wenn das jeder machen würde und sich dann nur die billigste aussucht, wäre das geschäftsschädigend.

Meine Gedanken sind aber noch immer die, dass der Herr seine Elektronikartikel, Wohneinrichtung etc. sicher auch dort holt, wo Preis/Leistung stimmen. Und ob er für eine schlichte Preisauskunft zahlen würde, wage ich mal zu bezweifeln. Es geht ja nicht nur um günstig, sondern auch um den Zeitaufwand.

Meiner Meinung nach sind 10% der Gesamtsumme viel zu viel, vor allem wenn das Auto nicht mal untersucht werden, sondern einfach nur eine Aufstellung angefertigt werden muss.

Was denkt ihr?

Im Prinzip hast du ja bereits gesagt wo der Unterschied zwischen einem Einkauf in einem Elektronikfachmarkt, wo alle Preise fest stehen und dem Werkstattbesuch ist - Wo ja für einen Kostenvoranschlag wahrscheinllich erstmal das Auto überprüft werden müsste, also Mannstunden Arbeit anfallen… Die müssen ja auch wieder reinkommen wenn man sich gegen die Reparatur bei dem entsprechenden Werkstatthändler entscheidet…

Na ja. In meinem Fall bezog sich der Kostenvoranschlag nur auf die Summe aus Bauteilen und Arbeitskosten. Müssten die mein Auto erst mal generell untersuchen, wären 10% besser nachvollziehbar.

War die mit den 10% vllt. eine unabhängige und die anderen Vertragswerkstätten?

Alle drei, also auch das mit 10%, waren reguläre VW Autohäuser mit VW-Service.

[QUOTE=panasaak47;331897]Meiner Meinung nach sind 10% der Gesamtsumme viel zu viel, vor allem wenn das Auto nicht mal untersucht werden, sondern einfach nur eine Aufstellung angefertigt werden muss.[/QUOTE]Wie sollen die denn eine Aufstellung machen ohne das Auto zu untersuchen??

Aber ich finde das mit den 10% merkwürdig, man weiss ja nicht was auf einen zukommt.

[QUOTE=Rabasch;331903]Wie sollen die denn eine Aufstellung machen ohne das Auto zu untersuchen??[/QUOTE]

Das habe ich doch anfangs erwähnt. Ich habe einen Winter-Check machen lassen. Und wenn ich die um einen Kostenvoranschlag für zum Beispiel eine Zylinderkopfdichtung samt Einbau fragen würde, geht das. Oder?

Ok, wenn du der vorherigen Untersuchung traust. Wenn die das Auto nicht mal ankucken müssen würde ich alleine für die Preisauskunft keine 10% ausgeben.

Ich halte 10% pauschal für nicht sinnvoll. Aus folgendem Grund. Diese Summe soll doch zuerst mal die Arbeitskosten des Monteurs finanzieren. Angenommen, der Motor ist kaputt und muss ersetzt werden, dann sieht das ein Monteur in 5 Minuten. Kosten soll es dann aber 10% vom Motor plus Einbau? :twisted:
Aber andererseits ist es auch nicht sittenwidrig. Wenn die Werkstatt Dir das so sagt, ist es doch Deine Sache, das zu akzeptieren. Es zwingt Dich ja keiner.

Man sollte als Kunden besser solche Werkstätten meiden, bevor das noch üblich wird.

Ich würde sagen da gilt wirklich die Regel: Wenn du bereit bist es zu bezahlen, dann ist es zulässig.

Offensichtlich kommt die Werkstatt damit irgendwie über die Runden. Was soll man den dadran verbieten?
Ich könnte als Werkstattbetreiber ja auch sagen, dass ich für alles die gesamte Bezahlung im vorraus haben will. Würde ich halt keine Kunden kriegen mit dem System.

Ich persönlich halte die 10% auch für zuviel. Sinnvoller wäre vermutlich eine Pauschale die bringt den Kunden auch dazu eher diese Werkstatt zu wählen, wenn die dann mit dem Endpreis verrechnet wird, hätte allerdings den Vorteil das der Kunde einfach genau weiß was auf ihn zukommt. 10-20€ für die Aufstellung und gut ist. Würde ich machen, wenn ich das Gefühl hätte dafür überhaupt Geld verlangen zu müssen. Aber das ist die Entscheidung der Betreiber der Werkstatt.
Wenn die ihre Kunden verlieren, dann werden sie ihre Preispolitik entsprechend ändern. Wenn sie damit genug Kunden halten können dann werden sie es so belassen. Einfache Geschichte.

[QUOTE=panasaak47;331897]Der Zuständige in besagter Werkstatt hat ja nicht ganz Unrecht, denn wenn das jeder machen würde und sich dann nur die billigste aussucht, wäre das geschäftsschädigend.[/QUOTE]
Die Frage ist jetzt, was er mit die Billigste meint. Wenn ich zwei Werkstätten vergleiche und in der einen bekomme ich nahezu die identische Leistung und die gleiche Qualität zu einem günstigeren Preis, dann wähle ich natürlich die Günstigere. Wenn die Teurere jetzt aber einen viel besseren Service bietet und auch qualitativ deutlich besser ist, wähle ich natürlich die Teurere. Und mit qualitativ besser meine ich nicht dass der Kaffee, den man beim Warten bekommt, besser schmeckt.

Ich habe das Glück, hier im Pott und im Westmünsterland, gleich mehrere Leute (einerseits über meine Eltern, andererseits aus dem eigenen Freundeskreis) zu kennen, die Werkstätten besitzen. Von daher habe ich den Vorteil, dass ich mir der Qualität und dem guten Service ziemlich sicher sein kann. Keine Ahnung, wo du herkommst, aber wenn du willst, kann ich da mal was klarmachen. ^^

[QUOTE=panasaak47;331897]Meiner Meinung nach sind 10% der Gesamtsumme viel zu viel, vor allem wenn das Auto nicht mal untersucht werden, sondern einfach nur eine Aufstellung angefertigt werden muss.[/QUOTE]
Die zehn Prozent sind natürlich schon sehr viel, jetzt die Frage eben, wie die Werkstatt das rechtfertigt. Gibt es z.B. einen besseren Service als in den anderen Werkstätten, oder decken die vielleicht sogar Mängel auf, die du selbst oder andere Werkstätten nicht entdeckt haben? Bei gleicher Leistung sind die 10% definitiv zuviel, vielleicht holst du dir mal Erfahrungsberichte von anderen ein?

Ich glaube aber auch, dass das Modell mit dem Kostenvoranschlag später auf uns alle zukommen wird. Begründet wird es dann eben mit der bisherigen Gratismentalität, die so nicht mehr funktionier(t)/en kann.

[QUOTE=Caeshijque;332314]Die zehn Prozent sind natürlich schon sehr viel, jetzt die Frage eben, wie die Werkstatt das rechtfertigt. Gibt es z.B. einen besseren Service als in den anderen Werkstätten, oder decken die vielleicht sogar Mängel auf, die du selbst oder andere Werkstätten nicht entdeckt haben?[/QUOTE]

Ich meinte wirklich nur die reine Kostenaufstellung. So, als ob ich im Supermarkt anrufen und die fragen würde, was 3 Packungen 400g Edamer, die 10er Packung Eier Bodenhaltung und 1x Kopfsalat samt Anlieferung kosten würden. Die haben ja auch ihre festen Preise für die Produkte selber und dann die Dienstleistung. Wäre also möglich und wird meines Wissens auch längst so gemacht. Auch schon online.

Wieso das jetzt ausgerechnet in dieser einen Werkstatt auf Unverständnis stößt, ist mir ein Rätsel. Aber am Ende habe ich es bei der Werkstatt um die Ecke machen machen lassen, auch deswegen, weil ich von da aus zu Fuß nach Hause konnte.

Wenn die Werkstatt für die Diagnose das Steuergerät auslesen muss, bzw. erweiterte Fehlersuche betreibt mit genauer Diagnose, weil zbs. eine Airbagfehlerlampe brennt können 10% durchaus gerechtfertigt sein, wenn Du die Reperatur darauf anschliessend auf dieser Grundlage an einem anderen Ort ausführst, so war das wohl auch gemeint von denen.

Allein eine grobe Sichtkontrolle und Datenaufstellung der gemäss Serviceinterwall Hersteller notwendigen Arbeiten rechtfertigt 10 % allerdings überhaupt nicht, das sollte nach normalem Menschenverstand auch klar sein.

Anders kann es sein, wenn Du aufgrund Sichtkontrolle den Termin zusagst und ihn dann wieder cancelst einen Tag vorher, dann hat die Werkstätte eventuell Anspruch auf “No Show” Kosten wie reservierte Zeit Lift, bereits bestellte Teile (die im übrigen wieder zurück gegeben werden können) und ähnliches, kenne aber das Eu - Recht dahingehend nicht.