„Feuchtgebiete“ läuft nicht auf der Piazza Grande sondern im "Hinterzimmer"

Wie ich es bereits erwartet hatte, geht es nun los mit der “Publicity” für Feuchtgebiete;

Locarno – Mit der Verfilmung des Skandal-Romans „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche kommen Tabuthemen jetzt auf die große Leinwand: Beim Filmfestival in Locarno wird der Streifen mit der Schweizerin Carla Juri in der Hauptrolle nun uraufgeführt

Locarno lässt eine Kino-Bombe platzen. Doch auf die Piazza Grande wagt sich Carlo Chatrian (42), der neue künstlerische Leiter des Filmfestivals, mit dem Skandalfilm «Feuchtgebiete» nicht. Er verbannt die Weltpremiere mit der Tessinerin Carla Juri (28, «Eine wen iig – dr Dällebach Kari») in der Hauptrolle der sexsüchtigen Helen ins geschlossene Kino Auditorium Fevi

Quellen; Epress.de oder Blick.ch

Was haltet Ihr davon ? Halbherzige Pseudo - Prüderie oder berechtigte noble Zurückhaltung, was ist vom Film allgemein zu halten ?

Solange man den Film nicht gesehen hat, kann man nix sagen. Ist natürlich kalkulierte Pseudo-Prüderie. Würde man sich wiklich sträuben, würde der Film dort garnicht erst laufen.

Der Roman war natürlich richtig toll. Kann mir nicht vorstellen, dass der Film dran anschließt.

Naja wenn man von der Vorlage ausgeht welche durch Kindergarten Pipi Kacka wörter auf niedrigstem Niveau provoziert hat kann man vom Film wohl auch nicht mehr erwarten.

Ich höre von diesem Festival gerade zum ersten Mal, aber hab mich mal ein bisschen schlau gemacht.

Die Aufführungen auf der Piazza Grande sind [B]Freiluftaufführungen[/B]. Da kann ich es absolut verstehen, dass man so einen Stoff, ob nun gut oder schlecht verfilmt, nicht durch die ganze Stadt schallen möchte.

Da macht es absolut Sinn den Film in einem geschlossenem Kino zu zeigen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das absolut gängig ist und hier mal wieder ein Fass aufgemacht wird…mal schauen wann sich die Bild deswegen wieder über Roche hermacht…

Das Buch ist doch schon öde, meine Twittertimeline enthält mehr schlimme dinge als dieses öde Buch, wie scheisse :ugly muss der Film dann bitte sein?

Da guck ich lieber die 120 Tage von Sodom, der hat wenigstens eine sinnvolle Story :mrgreen:

Jeder Porno hat eine sinnvollere Story als dieses Pipiaufwischbuch.

Ich frage mich ja wie viele dieses angebliche Pipi-Kaka-Buch überhaupt gelesen haben…

[post=317255]@ezzendy[/post]

Also die Buchverkäufe lagen bei ca. einer Million +

Das ist mir klar, ich meinte damit eher wieviele von denen die es als solchen Schund bezeichnen es wirklich gelesen haben. Die meisten Menschen die ich kenne denken beim Namen “Charlotte Roche” sofort an dieses Buch und seinen überaus schlechten Ruf, aber niemand von denen hat es gelesen.

Ich für meinen Teil auch nicht, aber deswegen hatte ich speziell dazu auch noch nie eine Meinung. Allerdings weiß ich aus genügend anderen Werken, ob Literatur oder Film, dass man Ekel nicht nur zum Selbstzweck einsetzen kann sondern auch um gezielt Reaktionen zu provozieren. Der allgemeine Tenor der Menschen die das Buch auch wirklich gelesen haben ist nämlich deutlich besser als der derer die nur ein paar Ekelszenen vom Hörensagen kennen…

Die meisten Menschen die ich kenne denken beim Namen “Charlotte Roche” sofort an dieses Buch und seinen überaus schlechten Ruf, [B]aber niemand von denen hat es gelesen[/B]

Was wahrscheinlich einer der Gründe für die Verfilmung darstellt. :mrgreen:

Ich bin wirklich sehr gespannt wie der Film im Kino laufen wird, es ist ja eine Sache so ein Werk zu lesen (Kopfkino inklusive), eine Verfilmung hingegen ist da wohl kaum Mainstreamtauglich…

Für den einen oder anderen billigen Aufschrei und schnittberichte.com ist das aber sicherlich noch tauglich…:mrgreen:

Ich habs gelesen, naja eher durchgequält weil es einfach schlecht ist, und nicht ekelig oder so, einfach schlecht

Ich hab mir mal den Trailer zu Gemüte geführt, ohne Kenntnis des Buchinhalts allerdings.
Irgendwie erinnert mich die ganze Aufmachung, Thematik und schauspielerische Leistung im Trailer an diese Independent-Tragikomödien, die vor ein paar Jahren so im Trend waren (“Me, You and everyone we know”, “Garden State” etc.). Etwas anders als die anderen, tut aber auch keinem so wirklich weh. Warum man der Schauspielerin in der Hauptrolle allerdings die Regieanweisung gegeben hat, jede Zeile wie eine rotzige 5-Jährige vorzutragen, ist mir ein Rätsel. Soll vermutlich “quirky” und natürlich wirken.

Ganz frei von der Leber Weg.

Charlotte Roche brüstet sich ja damit, dass sie praktisch den ästhetischen Körper der Frau entzaubern möchte, bla bla bla… ganz große Kunst. Von mir aus…

Also wenn jemand einfach in den Film geht, nur um sich hinterher drüber aufzuregen hat Frau Roche schon ihr Ziel erreicht.
Das gilt übrigens auch für das niveauvolle Unterhaltungsprogramm à la Dschungelcamp, Big Brother und ähnliche Katastrophen.
:slight_smile:

[QUOTE=ezzendy;317255]Ich frage mich ja wie viele dieses angebliche Pipi-Kaka-Buch überhaupt gelesen haben…[/QUOTE]

Ich nicht, aber meine Freundin hats gelesen. Laut ihrer Aussage war das Buch einfach nur ekelhaft.
Als sie mir das mit den Avokados erzählte…
und als ich im Trailer die Pfanze sah…

Sorry, muss mal eben kotzen gehen!

[QUOTE=Enzio;317199]Jeder Porno hat eine sinnvollere Story als dieses Pipiaufwischbuch.[/QUOTE]

Allein wegen solcher ignoranten Kommentare hat sich der Pipikack von Charlotte Roche gelohnt lel

Hmm … die Verfilmung des Telefonbuchs von Wanne-Eickel läuft auch nicht bei der Berlinale. Dabei hat das wenigtens literarischen Wert, der über Recyclingklopapier hinausgeht.

edit* vielleicht führt Nakkinak Enzio und mich in die Roche ein.

[QUOTE=Greggy;317423]
… vielleicht führt Nakkinak Enzio und mich in die Roche ein.[/QUOTE]

OFFTOPIC
Brauchst du jetzt wirklich schon jemanden, der Dir dir Kerze hält ? :ugly
/OFFTOPIC

[QUOTE=ezzendy;317265] Der allgemeine Tenor der Menschen die das Buch auch wirklich gelesen haben ist nämlich deutlich besser als der derer die nur ein paar Ekelszenen vom Hörensagen kennen…[/QUOTE]

Nicht ohne Grund! Denn das Buch ist wirklich klasse, weil es wirklich gegen diese ganzen beschissenen Konventionen rebelliert! Wenn Menschen meinen es wäre “ekelhaft”, dann nur, weil wir in einer steril sauberen Gesellschaft leben wo alles “dreckige” sofort getilgt wird. Dagegen geht das Buch eben an und verbindet das mit einer Geschichte einer jungen Frau in einer Indentitätskrise.

[QUOTE=Anchantia;317439]Nicht ohne Grund! Denn das Buch ist wirklich klasse, weil es wirklich gegen diese ganzen beschissenen Konventionen rebelliert!.[/QUOTE]

Vor allem gegen diese beschissenen Konventionen von Syntax und Semantik.

[I]Ich erwarte keine Antwort; der Einwand kommt schließlich vom mir[/I]

Unsere Gesellschaft ignoriert solche Themen aber wirklich. Bis ich 21 war wusste ich nicht im geringsten was Hämorrhoiden überhaupt sind nur dass keiner 1) es haben will 2) es schreiben kann