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  1. #21

    AW: Eure Fragen an die FSK

    Es geht ja nicht nur um Filme im TV (eigentlich geht's überhaupt nicht darum), sondern vor allem auch gekaufte ab-18-Filme sind häufig gekürzt, die Importfassungen lassen oft eine deutsche Tonspur missen, weil die Filme in der ungekürzten Fassung gar nicht erst synchronisiert werden.
    Eine weitere Abstufung nach "ab 18" ist einfach komplett überflüssig.
    Eine FSK-Freigabe "Keine Jugendfreigabe" ist natürlich auch deswegen attraktiv, weil die BPJM dann nicht indizieren kann.
    Das kann sie bei anderen Altersfreigaben auch nicht tun.

    Wenn ein Film strafrechtlich unbedenklich ist, sollte er auch für jeden Erwachsenen (also "ab 18") ungekürzt zu sehen sein.
    Man filtert ja auch nicht den Alkohol aus Spirituosen, weil eventuell ja doch Jugendliche irgendwie Zugang dazu erlangen könnten.
    Dies ist ein Antiterroranschlag des Asozialen Netzwerkes

  2. #22

    AW: Eure Fragen an die FSK

    Zitat Zitat von ExtraKlaus Beitrag anzeigen
    Wenn sie ungekürzt nur eine SPIO/JK-Freigabe (heißt erfüllt keine juristischen Straftatbestände wie der erwähte §131) erhalten
    Sich ein Gutachten von der Spio/JK zu holen bedeutet nur rechtssicherheit für die Label und Händler, indiziert oder beschlagnahmt werden können die Filme trotzdem. Sind die Filme ungeprüft, kann ein Staatsanwalt wegen Verbreitung von Gewaltverherrlichenden Medien ein Verfahren einleiten, sofern bspw. ein Richter den Film wegen §131 kassiert hat. Frag mal den Herrn aus Kassel

    Zitat Zitat von Polarstorm Beitrag anzeigen
    Sie "müssen" schneiden weil sie sonst "keine" Freigabe bekommen, merkste was?
    Du merkst da was nicht. Es bekommen solche Filme keine Freigabe, die in Augen der FSK bspw. gegen das Gesetz verstoßen würden, bspw. weil sie gegen genannten §131 StGB verstoßen könnten und solche Filme dürfen keine Freigabe bekommen. Der FSK sind da in gewissermaßen die Hände gebunden. Vor Novellierung des JuSchG im April 2003 waren alle Filme der BPjM schutzlos ausgeliefert, da wurden teilweise Filme mit FSK16 indiziert. Seit April 2003 können Filme mit FSK-Freigabe nicht mehr indiziert werden, deswegen kann die FSK aber nicht einfach so alles ungeschnitten mit einer KJ durchwinken.

    Dennoch gibt es eben die Möglichkeit Filme auch ohne FSK-Freigabe zu verkaufen, nur ist das ein enormes wirtschaftliches Risiko und u.U. mit rechtlichen Unannehmlichkeiten verbunden. Also legt man selber Hand an, um finanziell nicht nur von einer kleinen Minderheit abhängig zu sein, die weiß, wo man Filme ohne Freigabe her bekommt, denn Media Markt, Saturn und Amazon verkaufen die (offiziell) nicht (mehr).
    Geändert von Naked Snake (20.04.2017 um 17:46 Uhr)

  3. #23

    AW: Eure Fragen an die FSK

    Zitat Zitat von Scumdog Beitrag anzeigen
    Das kann sie bei anderen Altersfreigaben auch nicht tun.
    Zitat Zitat von Naked Snake Beitrag anzeigen
    Sich ein Gutachten von der Spio/JK zu holen bedeutet nur rechtssicherheit für die Label und Händler, indiziert oder beschlagnahmt werden können die Filme trotzdem
    Habt ihr beide natürlich Recht. Ändert aber an der Grundsituation ja nichts: Die FSK schneidet nicht und sagt auch nicht, wo geschnitten werden müsste. Sie bewerten durchaus aber bestimmte Stellen, die dann im Schneideraum des Studios als erstes zum Opfer fallen. Dabei kommen dann auch manchmal komische Stilblüten auf, um FSK-kritische Stellen zu umschiffen.
    The New Era is finally upon us! #BálorClubWorldwide

    Doch ohne den Worten von Professoren zu horchen, sind wir Idioten geworden,
    wie fahr' ich nur ohne binomische Formeln meinen modischen Porsche?

  4. #24

    AW: Eure Fragen an die FSK

    Zitat Zitat von ExtraKlaus Beitrag anzeigen
    Ändert aber an der Grundsituation ja nichts: Die FSK schneidet nicht und sagt auch nicht, wo geschnitten werden müsste.
    Widerspreche ich ja auch nicht, sonder stimme dem zu.

    Sie bewerten durchaus aber bestimmte Stellen, die dann im Schneideraum des Studios als erstes zum Opfer fallen. Dabei kommen dann auch manchmal komische Stilblüten auf, um FSK-kritische Stellen zu umschiffen.
    Nichts anders sagte ich bereits auf Seite 1. Die Mär von den Schnittauflagen der FSK hält sich da leider aber hartnäckig, obwohl die das gar nicht dürfen.

    Insofern unterstütze ich deinen Antrag doch mal vernünftige Fragen zu stellen

  5. #25

    AW: Eure Fragen an die FSK

    Ihr habt natürlich recht mit den Einwänden, dass die Filmstudios die Filme neu schneiden und nicht die FSK. Dennoch ist in meinen Augen die Folge dessen nicht uninteressant, da dadurch zum Teil äußerst kritikwürdige Schnittfassungen entstehen. Einerseits solche Sachen wie auf Seite 1 der Diskussion von mir angemerkt das alternative Ende von "Rampage":

    Zitat Zitat von BG! Beitrag anzeigen
    Im Original entkommt der Amokläufer laut der Einblendung, in der dt. Fassung wird er zum Tode verurteilt.
    Andererseits sind viele neue Schnittfassungen (als Folge von der befürchteten FSK-Einstufung) in meinen Augen eine Verbrauchertäuschung nahe am Betrug. Wenn aus 100minütigen Filmen plötzlich eine 80minütige Aneinanderreihung nahezu zusammenhangsloser Szenen wird. In anderen Bereichen gibt es schließlich auch einen Verbraucherschutz, der Kunden vor minderqualitativen Produkten warnt; so wäre es bei vom Original abweichenden Filmen angebracht, neben dem obszön gigantischen FSK-Flatschen verpflichtend einen Flatschen für "alternative/gekürzte/erweiterte Schnittfassung" zu packen. Die erste von der FSK bewertete Version des Films (meist die Kinofassung) sollte die Grundlage dafür sein.

    Dass die FSK die Schnittfassungen nicht erstellt, ist zweifelsfrei richtig. Ihr aber eine (Mit-)Verantwortung für die neuen Schnittfassungen abzusprechen, ist meines Erachtens nach hanebüchen. Ergo sollte sie sich auch mit den Folgen auseinandersetzen.

  6. #26

    AW: Eure Fragen an die FSK

    @BG

    Unterstreich ich mal in jeder Zeile.
    Geändert von Rynam (21.04.2017 um 14:50 Uhr) Grund: Fq
    "Warum auf vergangene Katastrophen zurückblicken - es liegen noch Unzählige vor uns"

  7. #27

    AW: Eure Fragen an die FSK

    Also die entscheidende Frage ist dann ja wohl: Wie kommt es zustande, dass einige Filme keine FSK18 bzw. keine KJ erhalten? Geht das dann einfach nach "Gefühl" der Bewerter so nach dem Motto "Oh das könnte gegen ein paar Gesetze verstoßen blablub" oder wie muss ich das verstehen...

    Wenn ich bei der FSK als Bewerter arbeiten würde, würd ich mir einfach den Film ansehen und wenn nach 20 Minuten ne Szene kommt die ich als FSK18 bewerten würde, dann würd ich den Film direkt aus machen und eine Empfehlung als FSK18 ausgeben. Warum soll ich den ganzen Rest noch gucken wenn die höchste Freigabe sowieso schon entschieden ist. Okay es sei denn der Film ist gut lol.

  8. #28

    AW: Eure Fragen an die FSK

    Zitat Zitat von aganim Beitrag anzeigen
    Warum soll ich den ganzen Rest noch gucken wenn die höchste Freigabe sowieso schon entschieden ist.
    Strafrechtliche Relevanz wie z.B. Kinderpornographie, Holocaust-Leugnung etc.

  9. #29

    AW: Eure Fragen an die FSK

    Zitat Zitat von BG! Beitrag anzeigen
    In anderen Bereichen gibt es schließlich auch einen Verbraucherschutz, der Kunden vor minderqualitativen Produkten warnt; so wäre es bei vom Original abweichenden Filmen angebracht, neben dem obszön gigantischen FSK-Flatschen verpflichtend einen Flatschen für "alternative/gekürzte/erweiterte Schnittfassung" zu packen. Die erste von der FSK bewertete Version des Films (meist die Kinofassung) sollte die Grundlage dafür sein.
    Übertreib mal nicht. Die Schockbilder auf Kippenschachteln lassen auch niemanden mit dem rauchen aufhören und geschädigt wird durch geschnittene Filme niemand. Die Laufzeit wird doch transparent für jeden sichtbar auf das Backcover gedruckt.

    Zitat Zitat von aganim Beitrag anzeigen
    Also die entscheidende Frage ist dann ja wohl: Wie kommt es zustande, dass einige Filme keine FSK18 bzw. keine KJ erhalten? Geht das dann einfach nach "Gefühl" der Bewerter so nach dem Motto "Oh das könnte gegen ein paar Gesetze verstoßen blablub" oder wie muss ich das verstehen...
    Rücksprache mit der BPjM, soll vorkommen.

    Warum soll ich den ganzen Rest noch gucken wenn die höchste Freigabe sowieso schon entschieden ist. Okay es sei denn der Film ist gut lol.
    Die Gewalt wird im Kontext bewertet. In den USA gibt es bei der MPAA bspw. genaue Vorgaben, was gezeigt werden darf, um noch Freigabe XY zu erhalten. Ist bei uns anders. So erhält ein Antikriegsfilm u.U. trotz höherem Gewaltgrad eine niedrigere Einstufung als ein hirnloser Backwood-Slasher.

  10. #30

    AW: Eure Fragen an die FSK

    Zitat Zitat von Naked Snake Beitrag anzeigen
    Übertreib mal nicht. Die Schockbilder auf Kippenschachteln lassen auch niemanden mit dem rauchen aufhören und geschädigt wird durch geschnittene Filme niemand. Die Laufzeit wird doch transparent für jeden sichtbar auf das Backcover gedruckt.
    1. Schockbilder haben ein völlig anderes Ziel. Es ist ja nicht so, als würden die Bilder aussagen "Diese Marlboro schadet deiner Fruchtbarkeit, rauch lieber die andere Marlboro".

    2. Als Kunde werde ich gezielt getäuscht und trage somit zwar keinen gesundheitlichen Schaden davon, bin jedoch trotzdem der Geschädigte, wenn ich etwas anderes erhalte als ich erwarte. Ich darf ja auch keine teure Rolex anbieten, de facto aber ein Billig-Imitat mit gleicher Funktionalität verkaufen.

    3. Die Laufzeit bringt mir nichts: Sie sagt mir nichts darüber aus, ob Szenen modifiziert wurden bei gleicher Laufzeit (z.B. gibt es bei "Crank 2" eine Schnittfassung wo über eine Minute lang ein schwarzer Balken über eine Szene gelegt ist) und ich bin gezwungen, bei Schnittberichte oÄ nachzusehen, wie lang die Uncut-Fassung geht (wo ich dann auch gleich schauen kann, wie die Cover von Uncut aussehen). Außerdem kann die Laufzeit dadurch variieren, dass der Film minimal schneller oder langsamer abgespielt wird, oder dass die Credits nicht mitgezählt werden.

    4. Ein Argument wie "Du kannst es ja im Internet überprüfen" würde übrigens auch die Daseinsberechtigung des FSK-Flatschen vollends in Frage stellen. Der Kassierer bekommt von der Kasse eh einen Hinweis bei FSK 16/18er-Filmen, dass er das Alter zu überprüfen hat. Für ihn bringt's also nichts, ist demnach nur für den Kunden. Wenn ich als Kunde eh überprüfen muss, ob der gekaufte Film auch der Film ist, der auf dem Cover draufsteht, kann ich auch gerade die Altersfreigabe checken (oder wie in alten Zeiten die Verpackung umdrehen und die Freigabe dort lesen).

    Es würde mir schon reichen, wenn es einheitliche, klar definierte Begriffe gäbe für "(un)geschnittene Fassung", "Director's Cut" etc., die dann verpflichtend neben der Laufzeit auf der Verpackung abgedruckt sein müssen. Wie häufig ich schon irgendwo "Remastered/Alternative/Extended Cut" gelesen habe, um nach kurzer Nachforschung herauszufinden, dass es schlicht bedeutet: Gewalt gekürzt, unnötige Deleted Scenes eingefügt, um Laufzeit auszugleichen.

    Mein von dir zitierter Vorschlag war selbstverständlich polemisch gemeint und darauf bezogen, dass die viel zu großen FSK-Freigabe-Aufdrucke ohnehin schon jegliche Cover verunstalten; da würde ein weiterer Hinweis auch nicht mehr Schaden anrichten können.

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